Mehr als 500 Millionen Dollar für bedrohte Arten zugesagt
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Mehr als 500 Millionen Dollar für bedrohte Arten zugesagt

Neun private Geldgeber und Organisationen haben beim COP17 Leaders’ Summit in Jerewan eine neue Allianz angekündigt und laut Re:wild zugesagt, binnen fünf Jahren mehr als 500 Millionen Dollar für bedrohte Arten bereitzustellen. Die Mitglieder wollen ihre Förderung koordinieren.

Quellen (6)
  1. $500M+ Species Recovery Alliance Launches at COP17 | Re:wildrewild.org
  2. $500 million biodiversity funding announced at COP17 Leaders' Summit in Yerevan - ARMENPRESS Armenian News Agencyarmenpress.am
  3. Rainforest Trust Joins $500 Million Global Alliance to Save the World's Most Threatened Species – Rainforest Trustrainforesttrust.org
  4. Phoenix Species Project launches global effort to… | Bezos Earth Fundbezosearthfund.org
  5. Press release for use by the media only, not an official document As Global Promises for Nature Reach Halftimecbd.int
  6. Jeff Bezos and Lauren Sánchez Bezos' latest $100M bet is saving species on the edge of extinction | Fortunefortune.com
26. Oktober 2026, 17:39 Uhr421 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Beim COP17 Leaders’ Summit in Jerewan, Armenien wurde am 16. Oktober 2026 die Species Recovery Alliance angekündigt, zu deren neun Gründungsmitgliedern unter anderem Bezos Earth Fund, Re:wild, Rainforest Trust und Colossal Foundation zählen. Die Mitglieder sagten zu, in den nächsten fünf Jahren mehr als 500 Millionen US-Dollar bereitzustellen, um das Aussterben von Arten zu verhindern und die weltweit am stärksten bedrohten Arten zu fördern. Nach Angaben der Nachrichtenagentur ARMENPRESS sollen damit Maßnahmen in mehr als 100 Ländern unterstützt werden. Die zentralen Angaben zur Finanzierungszusage und zur geplanten Koordination stammen aus Mitteilungen der Allianzmitglieder Re:wild und Rainforest Trust. Parallel dazu, aber unabhängig von der Allianz, läuft laut Rainforest Trust die zwischenstaatliche Initiative CARES, die Kolumbien und Armenien anführen und an der nach eigenen Angaben 17 Regierungen beteiligt sind.

Statt einen gemeinsamen Fördertopf einzurichten, wollen die Mitglieder ihre Investitionen koordinieren, Wissen teilen und mit lokalen Partnern zusammenarbeiten. Verpflichtet haben sie sich zur messbaren Erholung von Arten, die Rote Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als in der Wildnis ausgestorben, vom Aussterben bedroht oder stark gefährdet einstuft. Fortschritte wollen sie anhand des Green Status of Species und der Roten Liste verfolgen.

artenschutz

Hintergrund der Initiative ist, dass weltweit mehr als 31.000 Arten als in der Wildnis ausgestorben, vom Aussterben bedroht oder stark gefährdet gelten, mehr als 10.000 davon akut vom Aussterben bedroht. Re:wild-Mitgründer Wes Sechrest erklärte, die Erholung von Arten habe bislang weniger Aufmerksamkeit und Investitionen erhalten als der Kampf gegen den Klimawandel, obwohl beides für die miteinander verbundenen Krisen notwendig sei. Cristián Samper vom Bezos Earth Fund sagte, Schutzgebiete allein könnten nicht jede gefährdete Art retten, viele brauchten dringend gezielte Maßnahmen, um ihre Bestände wieder aufzubauen.

biodiversität

Im Vergleich: Was schon läuft

Die Allianz baut laut Re:wild auf bestehenden Partnerschaften auf, etwa dem Phoenix Species Project von Bezos Earth Fund und Re:wild, das im August 2026 mit einer Finanzierungszusage über 200 Millionen US-Dollar startete und sich um 100 Arten in 30 Ländern kümmert. Einen weiteren Maßstab liefert die Protecting-Our-Planet-Koalition, der Bezos Earth Fund und elf weitere Geldgeber angehören: Sie will nach Angaben von Samper bis Ende 2026 bereits 3,7 von insgesamt 5 Milliarden Dollar ihrer eigenen Zusage vergeben haben.

Was die Zusage noch nicht zeigt

Die Gründungsmitglieder riefen weitere Geldgeber dazu auf, sich der Initiative anzuschließen und die weltweiten Investitionen in die Arterholung zu erhöhen. Die Exekutivsekretärin der Biodiversitätskonvention, Astrid Schomaker, mahnte laut einer Pressemitteilung des CBD-Sekretariats vom 19. Oktober 2026, die Welt komme beim Kampf gegen den Biodiversitätsverlust nicht schnell genug voran und Jerewan müsse einen Wendepunkt auf dem Weg zum Zieljahr 2030 markieren.

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