
Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert Tibet, mindestens 16 Tote
Quellen (8)
- 西è飿²å¸å·´éå¿åç7.0级å°é--社ä¼Â·æ³æ²»--人æ°ç½society.people.com.cn
- Naturkatastrophe: Tote und Verletzte bei Erdbeben in Tibet - Panorama - SZ.desueddeutsche.de
- At least 16 dead when powerful 7.0 magnitude earthquake strikes in Tibet, local officials say - CBS Newscbsnews.com
- Strong 7-magnitude earthquake hits China’s Tibet region, killing 16 and injuring dozens, state media reports | CNNedition.cnn.com
- 那曲市巴青县发生7.0级地震 胡昌升第一时间调度部署并连夜赶赴灾区现场_澎湃号·政务_澎湃新闻-The Paperthepaper.cn
- “房子震得嘎嘎叫” 西藏巴青地震亲历者:梦中惊醒,不敢回家 — 新京报bjnews.com.cn
- æç¾ç©èµå·²éç»è¿æµè¥¿èå·´éå¿å°éç¾åºm.gmw.cn
- Magnitude 7 earthquake kills 16 people in China’s Tibet, Xinhua reports | Earthquakes News | Al Jazeeraaljazeera.com
Am 22. Oktober erschütterte um 22:33 Uhr ein Erdbeben der Stärke 7,0 den Landkreis Baqên in der Stadt Nagqu in der autonomen Region Tibet, wie das chinesische Erdbebennetz offiziell feststellte. Mehr als dreihundert Häuser stürzten nach ersten Erkenntnissen ein, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete.
Das Epizentrum liegt laut USGS in einer dünn besiedelten Region
Das Epizentrum wurde im Kreis Baqing lokalisiert, der zur Stadt Nagqu gehört; Tibets Hauptstadt Lhasa liegt den Angaben zufolge etwa 400 Kilometer weiter südwestlich. Die Gegend um Nagqu gilt als dünn besiedelt und liegt im Bereich des Epizentrums nach Angaben von Xinhua durchschnittlich auf einer Höhe von 4800 Metern. Seit dem Beben wurden in der Region mehrere Nachbeben registriert. Im Südwesten Chinas treffen nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN die Eurasische und die Indische Platte aufeinander, eine Kollision, die den Himalaya und das tibetische Hochplateau formt.
Parteiführung ordnet Rettungseinsatz an
Nach dem Beben begaben sich der Parteisekretär des Autonomen Gebiets Hu Changsheng und der stellvertretende Parteisekretär und Regierungschef 嘎玛泽登 umgehend zum regionalen Kommandozentrum zur Wahrung der Stabilität, um Maßnahmen zu koordinieren, wie ein auf der Nachrichtenplattform The Paper als Regierungs-Eigenaussage veröffentlichter Beitrag schildert. Hu Changsheng reiste dem Beitrag zufolge anschließend noch in der Nacht ins Katastrophengebiet, um die Erdbebenhilfe vor Ort zu leiten. Er forderte, wichtige Anweisungen von Xi Jinping umzusetzen, Menschenleben Vorrang einzuräumen, das Ausmaß der Schäden rasch zu prüfen sowie Suche, Rettung und die Behandlung Verletzter mit voller Kraft voranzutreiben. Zudem verlangte er, beschädigte Infrastruktur zügig instand zu setzen, Betroffene angemessen unterzubringen und Folgekatastrophen vorzubeugen. Nach Angaben des US-Senders CBS News wurden mehr als 1.600 Menschen aus dem örtlichen Landkreis für Rettungsarbeiten eingesetzt.
Der Einwohner Herr Li aus Baqên schilderte laut der Zeitung Beijing News, er habe geschlafen, als das Beben einsetzte; die Erschütterungen seien so stark gewesen, dass sein Haus knarrende Geräusche gemacht habe. Viele Menschen seien ins Freie gelaufen und trauten sich nicht nach Hause zurück; er selbst sei mit dem Auto unterwegs gewesen und habe geplant, eine freie Fläche zu suchen, um dort im Wagen zu übernachten.
Das stärkste Beben des Jahres in China
Das Beben war den Angaben der Süddeutschen Zeitung zufolge das stärkste in diesem Jahr in China. Auf der tibetischen Hochebene wurden seit 1900 mehrere schwere Beben verzeichnet; die schlimmste Katastrophe ereignete sich laut dem US-Geologischen Dienst 1950, als bei einem Beben der Stärke 8,6 mehr als viertausend Menschen starben. Das vorherige vergleichbar starke Erdbeben in China traf laut CNN im Januar 2024 einen bergigen, abgelegenen Teil der Region Xinjiang und tötete dort drei Menschen.
Hilfsgüter erreichen Baqên in der Nacht zum 23. Oktober
Bis zum 23. Oktober um 4 Uhr 30 trafen auf nationaler, regionaler, städtischer und Kreisebene bereitgestellte Hilfsgüter nach und nach im Erdbebengebiet Baqên ein, wie Xinhua unter Berufung auf die Propagandaabteilung des Parteikomitees von Nagqu berichtete. Die Lieferung umfasste laut dieser Mitteilung 1000 Fertighauseinheiten, 3239 Zelte, 2821 Klappbetten, 4280 wattierte Decken sowie Öfen, Winterkleidung und Generatoren. Die Arbeiten zur Gefahrenabwehr und Rettung im Katastrophengebiet liefen den Angaben zufolge geordnet.
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