Laut Koalition fängt Saudi-Arabien erneut Raketen und Drohnen ab
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Laut Koalition fängt Saudi-Arabien erneut Raketen und Drohnen ab

Die saudi-arabische Militärkoalition hat nach eigenen Angaben am Sonntag zwei ballistische Raketen aus dem Jemen sowie eine Drohne bei Riad abgefangen. Die Vorfälle reihen sich in eine Eskalation ein, die sich seit dem Wiederaufflammen des Konflikts im Juli zuspitzt. Saudi-Arabien wirft dem Iran vor, die Eskalation der Huthi zu fördern, was Teheran zurückweist.

Quellen (7)
  1. Coalition destroy incoming Houthi missiles, drones amid renewed attacksarabnews.pk
  2. Raketen aus dem Jemen: Saudi-Arabien wehrt Angriffe der Huthi ab - n-tv.den-tv.de
  3. Iran: Saudi-Arabien fängt ballistische Raketen und Drohnen aus Jemen ab - Politik - SZ.desueddeutsche.de
  4. قوات صنعاء تعلن استهداف مطار خالد الدولي بالرياض وقاعدة خميس مشيط الجوية – وكالة الصحافة اليمنيةypagency.net
  5. Nahost - Saudi-Arabien fängt ballistische Raketen aus dem Jemen abdeutschlandfunk.de
  6. Saudi-led coalition intercepts drones as Egypt weighs sending help | Houthis News | Al Jazeeraaljazeera.com
  7. Saudi-led coalition intercepts Houthi missile launched towards Riyadh | News | Al Jazeeraaljazeera.com
18. Oktober 2026, 4:16 Uhr492 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben am frühen Sonntag zwei ballistische Raketen aus dem Jemen abgefangen und zerstört, die auf die Großstadt Chamis Muschait im Südwesten des Landes zugeflogen seien; auch ntv berichtete darüber unter Berufung auf das saudische Militär. Wenige Minuten später erklärte Koalitionssprecher Turki al-Maliki, zusätzlich sei eine Drohne im Bereich der Hauptstadt Riad abgefangen worden. Die Abwehrmeldungen reihen sich in eine Eskalation ein, die sich seit dem Wiederaufflammen des jemenitischen Konflikts im Juli nach Jahren relativer Ruhe zuspitzt.

Vom Aufstand 2004 bis zur neuen Eskalation seit Juli

Der Bürgerkrieg im Jemen reicht nach Angaben von ntv bis in das Jahr 2004 zurück, als die Huthi gegen die jemenitische Regierung aufbegehrten; 2014 übernahm die Miliz die Kontrolle in der Hauptstadt Sanaa, im Jahr darauf griff eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition in den Konflikt ein. Dabei wird von Hunderttausenden Toten durch direkte und indirekte Kriegsfolgen ausgegangen; nach Jahren relativer Beruhigung war der Konflikt nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran erneut entflammt. Bei Drohnen- und Raketenangriffen auf Ölanlagen des saudischen Staatskonzerns Aramco fiel 2019 etwa die Hälfte der saudischen Ölproduktion aus, das entsprach laut SZ ungefähr fünf Prozent der weltweiten Ölversorgung. Zuletzt hatten die Huthi laut SZ wiederholt Flughäfen in Saudi-Arabien angegriffen, als Vergeltung für die saudische Unterstützung der jemenitischen Regierungstruppen im wieder aufgeflammten Bürgerkrieg; bei einem Raketenangriff auf Riad wurden dabei 13 Menschen getötet.

Vorwürfe gegen Iran, Angebot zur Vermittlung

Saudi-Arabien wirft dem Iran vor, die Eskalation der Huthi zu fördern; Teheran weist das zurück. Irans Außenminister Abbas Araghtschi bekräftigte am Samstag die Unterstützung seines Landes für eine politische Lösung des Konflikts und erneuerte ein Vermittlungsangebot, das die jemenitische Regierung ablehnte, weil sie Iran als Konfliktpartei und nicht als neutralen Vermittler ansieht. Zugleich warnten die Sanaa-Streitkräfte erneut alle internationalen Fluggesellschaften vor Flügen zu saudischen Flughäfen, nahmen davon aber ausdrücklich Mekka und Medina aus.

Fernunterricht, Flugwarnungen und Hilfsbereitschaft aus Kairo sowie Schutz durch Athen

Die jüngsten Angriffe haben nach Angaben von Arab News bereits den Alltag im Königreich verändert: Das Bildungsministerium verlängerte den Fernunterricht in Riad und im benachbarten Diriyah, mehrere ausländische Botschaften rieten ihren Staatsangehörigen, saudische Flughäfen zu meiden oder Reisen zu verschieben. Die US-Luftfahrtbehörde FAA rief laut SZ amerikanische Fluggesellschaften zur Vorsicht bei Flügen nach oder über Saudi-Arabien auf; die bis zum 10. Dezember geltende Warnung begründete sie mit anhaltenden militärischen Aktivitäten und gestörten Navigationssystemen. Auch die EU verschob das für den 24. Oktober geplante Gipfeltreffen mit den Golfstaaten in Saudi-Arabien, ohne dafür laut SZ einen Grund zu nennen. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi erklärte am Samstag, Kairo sei bereit, auf saudische Bitte jede notwendige Maßnahme zum Schutz des Königreichs zu ergreifen, betonte zugleich aber den defensiven Charakter einer möglichen Rolle Ägyptens. Griechenlands Verteidigungsminister Nikos Dendias besuchte laut Arab News die in Yanbu stationierten griechischen Patriot-Batterien und erklärte, sie schützten Energieanlagen und strategische Infrastruktur Saudi-Arabiens.

Viele Angaben zum Kriegsverlauf lassen sich nicht unabhängig überprüfen, worauf die SZ in ihrer laufenden Berichterstattung hinweist.

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