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Irankrieg und Hormuskrise

Der Konflikt zwischen Iran und den USA, die Blockade der Straße von Hormus und die Auswirkungen auf Energiepreise und Weltwirtschaft.

48 Einträge · Zuletzt aktualisiert 16. April, 16:32 Uhr

Hintergrund

Der Konflikt zwischen Iran und den USA eskalierte Anfang April 2026, als die iranischen Revolutionsgarden begannen, Schiffe in der Straße von Hormus zu kontrollieren und Durchfahrtsgebühren zu erheben. Die Meerenge ist die wichtigste Öl-Transitroute der Welt: Rund 20 Prozent des globalen Ölhandels passieren sie täglich. Die USA reagierten mit Militärpräsenz und Sanktionsdrohungen, der Iran mit Raketenschlägen in der Region und Cyberangriffen. Pakistan vermittelte in Islamabad zwischen beiden Seiten. Die Folge: Ölpreise verdreifachten sich zeitweise, Europa sieht sich einer Kerosinkrise gegenüber, die deutsche Inflation zog an. Dieser Ticker verfolgt die Entwicklungen chronologisch — von den ersten Eskalationsstufen bis zu den laufenden Verhandlungen um eine Waffenruhe.

Chronologie

16. April, 16:32 Uhr

Trump rief eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon aus, die am 16. April um 23 Uhr MESZ beginnen sollte. Israels Sicherheitskabinett erfuhr von der Ankündigung, während es noch per Telefonkonferenz über den Schritt beriet. Ein israelischer Beamter räumte ein, Trump habe die Waffenruhe faktisch durchgedrückt. Die Hisbollah war in die Gespräche nicht eingebunden und bezeichnete die Verhandlungen als Manöver. Die Feuerpause soll bis zum 26. April dauern.

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16. April, 12:25 Uhr

Die Internationale Energieagentur warnt vor einer akuten Kerosinkrise an europäischen Flughäfen. Bei anhaltender Blockade der Straße von Hormus könnten die Vorräte bis Juni 2026 erschöpft sein. IEA-Chef Fatih Birol bezeichnet die Lage als schwerste Energiekrise der Geschichte und empfiehlt Tempolimit und Homeoffice als kurzfristige Gegenmaßnahmen. Seit Beginn der Blockade sind Gaspreise um 70 Prozent und Ölpreise um 50 Prozent gestiegen. Die IEA hat bereits 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven freigegeben, das entspricht jedoch nur rund 20 Tagen des normalen Hormusdurchflusses.

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16. April, 08:32 Uhr

Fünf Tage vor Ablauf der Waffenruhe am 21. April reist Pakistans Armeechef Feldmarschall Asim Munir persönlich nach Teheran. Laut Axios melden US-Beamte Fortschritte in Richtung eines Rahmenabkommens, Regierungssprecherin Karoline Leavitt bezeichnet die Gespräche als produktiv. Der Kernstreit bleibt ungelöst: Washington verlangt die vollständige Entfernung hochangereicherten iranischen Urans, Teheran akzeptiert nur einen überwachten Abschwächungsprozess. Kerosin notiert derzeit bei rund 1.573 Dollar pro Tonne, doppelt so viel wie vor dem Konflikt. Einzelne EU-Staaten verfügen noch über Reserven für acht bis zehn Tage.

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16. April, 04:41 Uhr

Die Iran-Diplomatie hat am Mittwochabend eine spürbare Wende genommen. Nach der Ankunft des pakistanischen Feldmarschalls Asim Munir in Teheran und der Übergabe einer neuen US-Botschaft erklärte Präsident Trump, der Krieg sei praktisch vorbei. Das Weiße Haus äußerte sich erstmals offen optimistisch zu den laufenden Gesprächen. Die Aussage folgt auf tagelange Eskalation nach dem Scheitern der ersten Islamabad-Runde und dem Beginn der US-Seeblockade am 14. April. Ob ein Rahmenabkommen vor Ablauf der Waffenruhe am 21. April zustande kommt, ist weiterhin offen.

15. April, 16:06 Uhr

Bundeskanzler Merz reist am Freitag zur Hormuskonferenz nach Paris, wo Macron, Starmer und Meloni über eine multinationale Schifffahrtsmission beraten. Geplant ist eine defensive, von den Kriegsparteien unabhängige Mission zur Wiederherstellung der freien Durchfahrt durch die Straße von Hormus, nach Berichten des Wall Street Journal ausdrücklich unter Einbeziehung der USA. Parallel dazu ist Pakistans Feldmarschall Asim Munir in Teheran zu bilateralen Gesprächen mit Außenminister Araghchi. Eine FT-Recherche belegt zugleich, dass der Iran einen chinesischen Spionagesatelliten nutzte, um US-Militärbasen in Saudi-Arabien, Jordanien, Bahrain und dem Irak für Angriffe zu vermessen. Beide Diplomatiekanäle haben denselben Stichtag: Am 21. April läuft die Waffenruhe aus.

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15. April, 12:41 Uhr

Der Kerosinpreis in Nordwesteuropa hat 239 Dollar pro Barrel erreicht, den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen für diesen Markt. Das ist eine Verdreifachung gegenüber dem Vorkriegsniveau von rund 85 Dollar. Die US-Energiebehörde EIA hat ihre Kerosinprognose für 2026 um 37 Prozent nach oben korrigiert. Europäische Fluggesellschaften warnen bereits vor Rationierung, mehrere Airlines haben Treibstoffzuschläge angekündigt. Die Blockade der Straße von Hormus trifft den globalen Luftverkehr damit härter als jede andere Energiekrise der vergangenen Jahrzehnte.

15. April, 08:31 Uhr

Die US-Blockade hat zu einer offenen Spaltung der westlichen Allianz geführt. Großbritanniens Premier Keir Starmer erklärte unmissverständlich, London unterstütze die Blockade nicht. Frankreichs Präsident Macron kündigte gemeinsam mit London eine multinationale Konferenz an, um eine friedliche Alternative zur Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit zu organisieren. Damit stellen sich zwei europäische Nuklearmächte offen gegen einen Nato-Kernverbündeten. Die Konferenz soll am Freitag in Paris stattfinden, Bundeskanzler Merz hat seine Teilnahme zugesagt.

15. April, 06:42 Uhr

UN-Generalsekretär António Guterres erklärte in New York, die Zeichen deuteten auf eine baldige Wiederaufnahme der US-iranischen Gespräche hin. China hat seinen diplomatischen Druck auf Iran verstärkt: Pakistans Außenminister Ishaq Dar traf sich in Peking persönlich mit Chinas Außenminister Wang Yi. Hintergrund sind Chinas eigene Energieinteressen, ein Großteil der chinesischen Ölimporte passiert die Straße von Hormus. Pakistan und China koordinieren sich eng, um eine zweite Islamabad-Runde vor Ablauf der Waffenruhe am 21. April zu ermöglichen.

14. April, 19:21 Uhr

Während die US-Blockade andauert, mehren sich Signale für eine zweite Verhandlungsrunde. Laut CNN und Time erwägen Trump-Beamte intern ein weiteres Treffen mit iranischen Unterhändlern, bevor die Waffenruhe am 21. April ausläuft. Pakistan hat erneut angeboten, die Gespräche in Islamabad auszurichten, und steht in intensivem Kontakt mit Washington und Teheran. Die iranische Regierung hat die Bereitschaft zu weiteren Gesprächen bestätigt, besteht aber auf der Aufhebung der Seeblockade als Vorbedingung. Trumps Kabinett ist in der Frage intern gespalten.

14. April, 16:32 Uhr

Sieben Tage nach dem Scheitern der ersten Islamabad-Gespräche wollen USA und Iran noch in dieser Woche eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan abhalten. Trump deutete gegenüber der New York Post an, eine Einigung sei binnen zwei Tagen möglich. Parallel empfing US-Außenminister Rubio in Washington erstmals seit mehr als 30 Jahren die Botschafter Israels und des Libanons zu direkten Gesprächen. Am 21. April läuft die Waffenruhe aus, ohne neues Abkommen fehlt danach die rechtliche Basis für weitere Verhandlungen. Kernstreitpunkt ist weiterhin Irans Forderung nach Urananreicherung, die Washington für 20 Jahre ausschließen will.

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14. April, 14:20 Uhr

Der Dachverband europäischer Flughafenbetreiber ACI Europe warnt vor einer systemischen Kerosinknappheit. Wird die Schifffahrt durch die Straße von Hormus nicht binnen drei Wochen wiederhergestellt, drohen strukturelle Versorgungsausfälle. Europa bezieht mehr als 40 Prozent seines Flugbenzins aus Raffinerien am Persischen Golf. Einzelne EU-Staaten haben strategische Kerosinreserven für acht bis zehn Tage Normalbetrieb, danach werden Flüge gestrichen oder umgeleitet. Erste Airlines haben bereits Treibstoffzuschläge im zweistelligen Eurobereich pro Ticket angekündigt.

14. April, 08:34 Uhr

IWF, Weltbank und Internationale Energieagentur haben am 13. April eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie die Hormus-Blockade als den größten Energiemarktschock der Geschichte bezeichnen. Die drei Institutionen warnen ausdrücklich vor Energiehortung und Exportbeschränkungen einzelner Staaten, die den Schock weiter verschärfen würden. Gefordert wird koordinierte Reservefreigabe und ein internationales Monitoring der Tankerbewegungen. IWF-Chefin Kristalina Georgiewa rechnet mit einer weltweiten Wachstumskorrektur nach unten, selbst im optimistischsten Szenario. Für Deutschland prognostizieren die führenden Forschungsinstitute nur noch 0,6 Prozent Wachstum statt der ursprünglich erwarteten 1,3 Prozent.

14. April, 04:30 Uhr

Frankreich und Großbritannien haben gemeinsam eine Alternative zur US-Blockade angekündigt. Macron und Starmer erklärten auf X, sie organisierten in den kommenden Tagen eine Konferenz für eine friedliche multinationale Mission zur Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit in der Straße von Hormus. Der Schritt markiert den ersten offenen Bruch der engsten US-Verbündeten in der aktuellen Krise. Berlin hat Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die Konferenz wird nach bisherigen Planungen in Paris stattfinden, ein genaues Datum wurde noch nicht kommuniziert.

14. April, 00:18 Uhr

Seit dem 14. April blockiert die US-Marine die Straße von Hormus für alle Schiffe, die iranische Häfen anlaufen. Der Rohölpreis WTI stieg daraufhin um 7,8 Prozent auf 104 Dollar pro Barrel, mehr als 50 Prozent über dem Vorkriegsniveau. Ökonomen warnen, bei weiterer Eskalation könnte der Preis auf über 150 Dollar klettern. Für Autofahrer in Deutschland, die bereits über 2,20 Euro pro Liter zahlen, droht eine neue Preisspirale. Die Blockade ist die Folge des Scheiterns der Islamabad-Gespräche vom 12. April, bei denen Iran Washingtons Forderung nach einem 20-jährigen Verzicht auf Urananreicherung ablehnte.

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13. April, 20:24 Uhr

Der Bundestag hat das Kraftstoffmaßnahmenpaket der schwarz-roten Koalition beschlossen. Kernstück ist eine befristete Energiesteuersenkung: Benzin und Diesel werden für zwei Monate um jeweils rund 17 Cent pro Liter billiger. Die Maßnahme kostet den Staat rund 1,6 Milliarden Euro und wird durch eine Sondersteuer auf Übergewinne der Mineralölkonzerne gegenfinanziert. Die SPD hatte im Koalitionsausschuss eine Erhöhung der Pendlerpauschale blockiert, weil diese vor allem Besserverdienende entlaste. Das Kartellamt erhält erweiterte Befugnisse, um die Weitergabe der Steuersenkung an die Zapfsäule zu überwachen.

13. April, 20:24 Uhr

Mit Inkrafttreten der US-Seeblockade am frühen Nachmittag hat das iranische Militär seine Drohungen eskaliert. Teheran kündigte an, alle Häfen rund um den Persischen Golf zu beschießen, sollten iranische Schifffahrtswege dauerhaft gesperrt bleiben. Sprecher der Revolutionsgarden drohten zudem mit Angriffen auf US-Militärbasen in Saudi-Arabien, Jordanien und Bahrain. Trump reagierte auf Truth Social mit der Ankündigung, iranische Schiffe im Fall eines Angriffs sofort zu versenken. Die Eskalationsspirale erreicht damit ein Niveau, das vor wenigen Tagen noch undenkbar schien.

13. April, 20:18 Uhr

Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind am 12. April nach 21 Stunden in Islamabad gescheitert. Vizepräsident Vance verließ die Gespräche mit der Erklärung, Iran habe die amerikanischen Bedingungen nicht akzeptiert. Hauptstreitpunkt war die Forderung, das iranische Nuklearprogramm für 20 Jahre einzufrieren. Teheran lehnte ab und verwies auf das Recht auf zivile Urananreicherung. Wenige Stunden nach dem Abbruch ordnete Trump die Seeblockade der Straße von Hormus an, die am 14. April in Kraft tritt.

13. April, 10:20 Uhr

Die Frühjahrstagung des IWF und der Weltbank in Washington wird vom Iran-Krieg dominiert. IWF-Chefin Kristalina Georgiewa kündigte an, alle Wachstumsprognosen nach unten zu korrigieren, selbst im optimistischsten Szenario. Für Deutschland rechnen die führenden Forschungsinstitute nur noch mit 0,6 Prozent Wachstum, nach ursprünglich 1,3 Prozent. Die OECD hat ihre globale Prognose auf 2,9 Prozent gesenkt. Zentrale Fragen der Tagung sind die Verteilung der Krisenkosten auf Industrie- und Schwellenländer sowie die Koordination der Reservefreigaben.

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13. April, 06:10 Uhr

Die US-Marine setzt die Seeblockade der Straße von Hormus heute um 10 Uhr US-Ostküstenzeit (16 Uhr MESZ) in Kraft, wie das US Central Command bestätigt hat. Der Ölpreis reagierte bereits auf die Ankündigung vom Vortag: Brent verteuerte sich um 7 Prozent auf über 101 Dollar pro Barrel, WTI um 8 Prozent. Analysten erwarten bei tatsächlichem Inkrafttreten einen weiteren Sprung auf 110 bis 120 Dollar. Alle Schiffe mit Ziel iranischer Häfen werden abgefangen und zur Umkehr gezwungen, Schiffe ohne iranischen Zielhafen dürfen passieren. Die Blockade ist die Antwort auf das Scheitern der Islamabad-Gespräche.

12. April, 20:24 Uhr

Die US-Marine hat nach Trumps Ankündigung mit der Blockade begonnen, erste Tanker kehrten bereits vor der Einfahrt in die Straße von Hormus um. Brent-Rohöl wird aktuell bei rund 126 Dollar pro Barrel gehandelt, ein Anstieg um mehr als 25 Prozent seit dem Waffenstillstand vom 9. April. Die Blockade trifft vor allem Ölexporte nach China und Indien, die bisher iranisches Rohöl abnahmen. Deutsche Kraftstoffpreise werden dadurch mit zwei bis drei Tagen Verzögerung steigen. Die Bundesregierung hat für Sonntag eine Krisensitzung des Energiesicherheitsrats einberufen.

12. April, 20:10 Uhr

Nach 21 Stunden ergebnisloser Verhandlungen in Islamabad hat Präsident Trump die US-Marine angewiesen, die Straße von Hormus zu blockieren. Durch die Meerenge fließt rund ein Fünftel des weltweiten Ölexports. Der Brentölpreis liegt bereits bei knapp 98 Dollar pro Barrel. Iran hatte in Islamabad die Kontrolle über die Straße von Hormus, Kriegsreparationen und die Freigabe von sechs Milliarden Dollar eingefrorener Vermögenswerte gefordert. Washington bestand auf einem 20-jährigen Verzicht Teherans auf Atomwaffen, den Iran kategorisch ablehnte.

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12. April, 16:22 Uhr

Kurz nach Vances Abreise aus Islamabad hat Trump auf Truth Social eine drastische Eskalation angekündigt. Die US-Marine werde alle Schiffe blockieren, die in die Straße von Hormus einlaufen oder sie verlassen. Konkret ordnete Trump an, alle Schiffe aufzubringen, die iranisches Öl geladen haben oder iranische Häfen anlaufen. Die Ankündigung erfolgte innerhalb von zwei Stunden nach dem Scheitern der 21-stündigen Verhandlungen. Irans Außenminister Araghchi sprach von einem Kriegsakt, die Revolutionsgarden drohten mit Angriffen auf US-Basen am Golf.

12. April, 06:12 Uhr

Nach dem Scheitern der 21-stündigen Verhandlungen hat Pakistan beide Seiten erneut zur Einhaltung der Waffenruhe aufgefordert. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi wirft den USA vor, die Gespräche mit inakzeptablen Forderungen zum Scheitern gebracht zu haben, insbesondere zur Urananreicherung und zur Kontrolle der Straße von Hormus. Vermittler Pakistan signalisiert weiterhin Bereitschaft zu weiteren Gesprächen, warnt aber vor einer Rückkehr zur Gewalt. Die Feuerpause steht durch gegenseitige Vorwürfe von Verstößen unter massivem Druck. Premierminister Sharif hat Trump und Chamenei direkte Telefongespräche vorgeschlagen.

12. April, 04:27 Uhr

Nach 21 Stunden Verhandlungen verließen USA und Iran den Tisch in Islamabad ohne Einigung. Vizepräsident Vance erklärte, Washington habe sein bestes und letztes Angebot vorgelegt. Zentrale Hürden bleiben bestehen: Die USA fordern eine verbindliche Zusage, dass Iran keine Atomwaffe entwickelt, Iran besteht auf dem Recht zur zivilen Urananreicherung. Auch die Kontrolle der Straße von Hormus und die Freigabe von sechs Milliarden Dollar eingefrorener iranischer Vermögenswerte sind ungelöst. Teheran bezeichnete Vances Ausstieg als Bruch des Verhandlungsgeists, Washington kündigte binnen Stunden die Seeblockade an.

12. April, 04:26 Uhr

Nach 21 Stunden direkten Verhandlungen in Islamabad verließ US-Vizepräsident Vance Pakistan ohne Einigung. Es waren die ersten direkten Gespräche auf dieser Ebene seit der Islamischen Revolution 1979. Stunden später kündigte Trump die Blockade der Straße von Hormus an, täglich passieren dort rund 20,9 Millionen Barrel Öl. Die US-Delegation umfasste Sondergesandten Steve Witkoff und Berater Jared Kushner, Iran war durch Außenminister Araghchi und Parlamentspräsident Ghalibaf vertreten. Kernstreit war die amerikanische Forderung, dass Iran 20 Jahre lang auf jede Urananreicherung verzichtet.

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12. April, 02:22 Uhr

Das US Central Command hat offiziell die Minenräumung in der Straße von Hormus eingeleitet. Die Zerstörer USS Frank E. Peterson und USS Michael Murphy durchquerten am Samstag die Meerenge, weitere Einheiten einschließlich Unterwasserdrohnen sollen folgen. CENTCOM-Kommandeur Brad Cooper erklärte, die Passage sei Teil der Vorbereitung auf die Öffnung der Durchfahrtsrouten. Iran hat die Operation als Provokation bezeichnet, aber nicht militärisch interveniert. Die Räumung wird auf mehrere Wochen geschätzt, bis die Meerenge wieder kommerziell befahrbar ist.

12. April, 00:10 Uhr

Die Islamabad-Gespräche dauerten am Samstag an, pakistanische Quellen berichteten CNN von einer insgesamt positiven Atmosphäre. Beim zentralen Streitpunkt, der Kontrolle der Straße von Hormus, herrschte weiterhin Stillstand. In der Libanon-Frage zeichnete sich eine Annäherung ab: Nach Angaben von Al Jazeera bot Iran an, seinen Einfluss auf die Hisbollah zur Einhaltung einer Waffenruhe zu nutzen, im Gegenzug für US-Druck auf Israel. Zur Urananreicherung blieben die Positionen unvereinbar. Die Delegationen verhandelten bis in die Nacht weiter.

11. April, 20:22 Uhr

Zwei US-Zerstörer, die USS Frank E. Peterson und die USS Michael Murphy, haben am Samstag die Straße von Hormus durchfahren. Es war die erste Passage von US-Kriegsschiffen seit Iran die Meerenge am 28. Februar 2026 schloss. Das US Central Command bestätigte, die Durchfahrt gehöre zu einer umfassenden Minenräumungsoperation. Iran kündigte an, weitere Passagen von US-Schiffen nicht zu behindern, solange keine Offensivhandlungen erfolgen. Die Durchfahrt ist ein erster praktischer Test für die am 8. April vereinbarte Öffnung der Meerenge.

11. April, 14:25 Uhr

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben offiziell begonnen. Vizepräsident JD Vance, Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner trafen sich in Islamabad mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf. Die erste Runde ist als indirektes Gespräch mit pakistanischer Vermittlung angelegt, eine direkte Runde soll am zweiten Tag folgen. Auf dem Tisch liegen Irans Zehn-Punkte-Plan und ein 15-Punkte-Gegenvorschlag aus Washington. Pakistans Premier Sharif begleitet die Gespräche persönlich.

11. April, 12:22 Uhr

Trotz weiterhin bestehender iranischer Kontrolle haben erstmals seit Kriegsbeginn zwei Handelsschiffe die Straße von Hormus regulär passiert. Die unter griechischer Flagge fahrende NJ Earth und die liberianische Daytona Beach durchquerten die Meerenge in Abstimmung mit iranischen Streitkräften. Beide zahlten die von Teheran verlangte Transitgebühr von rund einem Dollar pro Barrel Ladung. Es ist ein erstes praktisches Zeichen der Öffnung, allerdings zu iranischen Bedingungen. Der Ölpreis reagierte mit einem leichten Rückgang auf 96 Dollar pro Barrel.

11. April, 10:22 Uhr

Die Islamabad-Gespräche stehen vor einer ernsthaften Vorbedingung. Irans Parlamentspräsident Ghalibaf erklärte, seine Delegation werde erst dann in formelle Verhandlungen eintreten, wenn zwei Bedingungen erfüllt seien: eine Waffenruhe im Libanon und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte in Höhe von sechs Milliarden Dollar. Die USA lehnten beide Vorbedingungen ab, erklärten sich aber zu Gesprächen über diese Punkte innerhalb der Verhandlungen bereit. Pakistan versucht zu vermitteln. Die Delegationen haben sich trotz des Disputs zur ersten Gesprächsrunde zusammengesetzt.

11. April, 06:23 Uhr

Die Gespräche im Serena Hotel in Islamabad laufen seit Samstagfrüh. Irans Delegation ist umfangreicher als angekündigt: Neben Außenminister Araghchi und Parlamentspräsident Ghalibaf sind auch Sicherheitsratssekretär Ali Akbar Ahmadian und Zentralbankchef Abdolnaser Hemmati angereist. Die Zusammensetzung deutet darauf hin, dass Teheran Sanktionen und Finanzfragen zentral verhandeln will. Die USA sind durch Vance, Witkoff und Kushner vertreten. Pakistans Premier Sharif fungiert als Gastgeber und Vermittler.

10. April, 22:17 Uhr

US-Vizepräsident JD Vance verhandelt erstmals seit 47 Jahren direkt mit dem Iran in Islamabad. Der Waffenstillstand vom 8. April besteht auf dem Papier, an der Straße von Hormus erheben iranische Behörden weiterhin Transitgebühren von über einer Million Dollar pro Tanker. Vor dem Krieg passierten täglich mehr als 100 Tankerschiffe die Meerenge, heute sind es einzelne Schiffe gegen Gebühr. Trump reagierte öffentlich mit der Kritik, Iran leiste beim Öffnen der Meerenge einen sehr schlechten Job. Für Europa bedeutet das weiterhin hohe Energiepreise und Versorgungsunsicherheit.

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10. April, 13:12 Uhr

Der Ölpreisanstieg durch den Iran-Krieg füllt Putins Kriegskasse. Die russische Ölsorte Urals kletterte am 2. April auf 116 Dollar je Barrel, den höchsten Stand seit 13 Jahren. Das finnische Forschungszentrum CREA hat ausgerechnet, dass Russland in den ersten zwei Wochen seit Kriegsbeginn rund sechs Milliarden Euro zusätzlich aus Öl-, Gas- und Düngerexporten verdient hat. EU-Ratspräsident Costa bezeichnete Moskau als den bislang einzigen Gewinner des Krieges. Die Ukraine versucht mit Drohnenangriffen auf russische Ostseehäfen gegenzusteuern.

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10. April, 13:05 Uhr

Die deutsche Inflationsrate stieg im März 2026 auf 2,7 Prozent, den höchsten Stand seit Januar 2024. Diesel verteuerte sich um 22,6 Prozent, leichtes Heizöl um 44 Prozent. Der Anstieg ist laut Statistischem Bundesamt nahezu vollständig auf Energie zurückzuführen, Nahrungsmittel verteuerten sich nur um 0,9 Prozent. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel liegt stabil bei 2,5 Prozent. Ein Monatssprung von 0,8 Prozentpunkten wie von Februar auf März gab es zuletzt während der Energiekrise 2022.

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9. April, 22:11 Uhr

Ifo, IMK und IW haben ihre Wachstumsprognosen für 2026 deutlich gesenkt. Das Ifo-Institut erwartet nur noch 0,8 Prozent Wachstum im optimistischen und 0,6 Prozent im pessimistischen Szenario, nach ursprünglich 1,3 Prozent. Das IMK prognostiziert 0,9 Prozent. Das Institut der deutschen Wirtschaft beziffert den Gesamtschaden des Iran-Krieges für die deutsche Volkswirtschaft auf mindestens 40 Milliarden Euro bis Ende 2027. Diese Zahlen gelten unter der Annahme, dass der Konflikt nicht weiter eskaliert. Bei einer Eskalation droht der erneute Rückfall in die Rezession.

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9. April, 21:28 Uhr

Die Delegationen für Freitag sind bestätigt. Die USA schicken Vizepräsident JD Vance, Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Islamabad. Iran wird durch Außenminister Abbas Araghchi und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf vertreten. Ghalibaf erklärte auf X, Iran habe dem Verhandlungsprozess von Anfang an misstraut, die USA hätten bereits Verpflichtungen gebrochen. Die Warnung vor den Gesprächen signalisiert, dass Teheran in Islamabad eine harte Linie fahren will.

9. April, 18:17 Uhr

Bundeskanzler Merz hat die Erwartungen an kurzfristige Entlastungen gedämpft. Nach dem Krisengipfel am 10. April werde es keine schnellen Maßnahmen geben, sagte Merz und verwies auf gemeinsame Vorschläge von Finanzminister Lars Klingbeil und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Eine direkte Entlastung der Pendler durch eine höhere Pauschale lehnte die SPD weiter ab. Stattdessen diskutiert die Koalition eine befristete Senkung der Energiesteuer um 17 Cent pro Liter. Der Vorschlag soll beim Koalitionsausschuss am Sonntag beraten werden.

9. April, 15:45 Uhr

Iran hat die Straße von Hormus erneut für den Schiffsverkehr gesperrt. Auslöser waren israelische Luftangriffe auf den Libanon, bei denen 254 Menschen getötet wurden. Teheran bezeichnete die Angriffe als Verletzung des Waffenruhe-Rahmens. Das Weiße Haus nannte die erneute Schließung vollständig inakzeptabel und drohte mit Konsequenzen. Der Ölpreis sprang innerhalb von zwei Stunden um neun Prozent auf 106 Dollar pro Barrel.

9. April, 15:19 Uhr

Nach der Iran-Waffenruhe fiel der Ölpreis von 105 auf 97 Dollar pro Barrel Nordsee-Brent. An deutschen Zapfsäulen kam davon wenig an: Diesel kostet weiterhin 2,42 Euro, E10 knapp 2,16 Euro, rund 70 Cent mehr als vor dem Krieg. Bundeskartellamt-Präsident Andreas Mundt fordert die Mineralölkonzerne auf, den Ölpreisrückgang umgehend an die Zapfsäule weiterzugeben. Preiserhöhungen seien sehr schnell erfolgt, Senkungen müssten im selben Tempo folgen. Die Bundesregierung prüft erweiterte Eingriffsrechte des Kartellamts.

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9. April, 09:32 Uhr

Am Freitag treffen in Islamabad JD Vance, Jared Kushner und Steve Witkoff auf Irans Außenminister Araghchi und Parlamentspräsident Ghalibaf. Auf dem Tisch liegen Irans Zehn-Punkte-Forderungsliste und ein 15-Punkte-Gegenvorschlag aus Washington. Kurz vor den Gesprächen warnte Ghalibaf öffentlich: Iran habe dem Prozess von Anfang an misstraut, Washington habe bereits Verpflichtungen gebrochen. Es ist das erste direkte Gespräch auf dieser Ebene seit der Islamischen Revolution 1979. Die Waffenruhe läuft am 21. April aus.

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9. April, 09:05 Uhr

Iran verlangt ab sofort Transitgebühren von einem Dollar pro Barrel Ladung, zahlbar in Bitcoin oder Stablecoins. Für einen voll beladenen Supertanker mit zwei Millionen Barrel ergibt sich eine Maut von bis zu zwei Millionen Dollar pro Durchfahrt. Die iranische Marine warnt zudem vor Seeminen in der Meerenge und empfiehlt Ausweichrouten. Leere Tanker passieren gebührenfrei. Das Bezahlsystem über Kryptowährungen umgeht westliche Sanktionen und erlaubt Teheran, die Einnahmen in Minuten zu sichern.

9. April, 08:35 Uhr

Iran verlangt von Tankern, die die Straße von Hormus passieren, einen Dollar pro Barrel Ladung, zahlbar in Bitcoin oder Stablecoins. Für einen voll beladenen Supertanker ergibt das bis zu zwei Millionen Dollar Maut pro Durchfahrt. Der Ablauf folgt einem klaren Protokoll: Ladungsdaten werden per E-Mail übermittelt, eine mit den Revolutionsgarden verbundene Zwischenfirma prüft und berechnet, die Zahlung erfolgt auf eine Wallet-Adresse. Erst nach Zahlungseingang gibt die IRGC-Marine die Durchfahrt frei. Der Fall zeigt, wie Kryptowährungen zu einem geopolitischen Instrument zur Umgehung westlicher Sanktionen geworden sind.

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9. April, 00:17 Uhr

Irans Parlamentspräsident Ghalibaf benennt drei konkrete Verletzungen der Waffenruhe: die israelischen Angriffe auf den Libanon, eine angebliche Drohnenverletzung des iranischen Luftraums sowie die amerikanische Weigerung, Iran Urananreicherung zuzugestehen. US-Vizepräsident Vance reagierte mit einer ungewöhnlich scharfen Warnung an Teheran und drohte mit der Beendigung der Waffenruhe. Pakistan versucht zu vermitteln, Premier Sharif telefonierte mit Trump und Chamenei. Die Feuerpause steht weniger als 24 Stunden nach Inkrafttreten auf der Kippe.

8. April, 20:15 Uhr

Die angekündigte zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran löst eine globale Erleichterungsrally aus. Der Ölpreis Brent stürzt um rund 16 Prozent auf 92 Dollar, WTI verliert 18 Prozent, Diesel-Futures brechen um 23 Prozent ein. Der DAX springt über fünf Prozent nach oben, es ist die kräftigste Eintagsbewegung seit Beginn der Nahosteskalation. Der zentrale Faktor ist die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus unter iranischer Militäraufsicht. Die Rally korrigiert einen beträchtlichen Teil des Preisanstiegs seit Kriegsbeginn im März.

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8. April, 20:00 Uhr

Die Iran-USA-Waffenruhe steht nach wenigen Stunden bereits auf der Kippe. Vizepräsident Vance warnte Teheran mit ungewöhnlich scharfen Worten vor Verletzungen, während Israel mit mindestens 254 Toten die größte Angriffswelle auf den Libanon seit Jahren startete. Die zweiwöchige Feuerpause wurde am 8. April maßgeblich durch Pakistan vermittelt, Premier Sharif und Armeechef Munir intervenierten in letzter Minute bei Trump. Kern des Abkommens ist ein iranischer Zehn-Punkte-Vorschlag, den die USA zunächst ablehnten und in Islamabad überarbeiten ließen. Die Gespräche sollen am 11. April in Islamabad fortgesetzt werden.

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8. April, 19:15 Uhr

Iran hat die Straße von Hormus unter Bedingungen für den Schiffsverkehr geöffnet und kassiert Transitgebühren in Bitcoin. Ein Dollar pro Barrel Ladung verlangt Teheran, zahlbar in Kryptowährungen, für einen Supertanker ergibt das bis zu zwei Millionen Dollar pro Durchfahrt. Die iranischen Revolutionsgarden behalten die operative Kontrolle und warnen vor Seeminen in der Meerenge. Die Bundesregierung mahnt die Einhaltung internationaler Seerechtsabkommen an. Durch die Meerenge fließt rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung.

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8. April, 19:00 Uhr

US-Vizepräsident JD Vance reiste nach Islamabad, wo Pakistan als Vermittler zwischen Washington und Teheran fungiert. Begleitet wurde Vance von Sondergesandtem Steve Witkoff und Jared Kushner, auf iranischer Seite führte Außenminister Abbas Araghchi die Delegation. Es waren die ersten direkten Gespräche auf dieser Ebene seit der Islamischen Revolution 1979. Nach 21 Stunden endeten die Gespräche am 12. April ohne Einigung, Vance erklärte, Washington habe sein bestes und letztes Angebot vorgelegt. Pakistan warnt beide Seiten vor Verletzungen der Waffenruhe.

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