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International
Vor dem 21. April: USA und Iran planen zweite Verhandlungsrunde in Islamabad

Vor dem 21. April: USA und Iran planen zweite Verhandlungsrunde in Islamabad

Sieben Tage vor dem Ablauf der Waffenruhe kehren USA und Iran an den Verhandlungstisch zurück. Trump signalisierte Gespräche binnen zwei Tagen. Parallel fanden in Washington die ersten direkten Gespräche zwischen Israel und Libanon seit 1993 statt.

14. April 2026, 16:32 Uhr 622 Wörter · 4 Min. Lesezeit

Sieben Tage nach dem Scheitern der ersten Islamabad-Gespräche wollen USA und Iran noch in dieser Woche eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan stattfinden lassen. US-Präsident Trump ließ am Dienstag gegenüber der New York Post durchblicken, eine Einigung sei in den nächsten zwei Tagen möglich. Gleichzeitig empfing Außenminister Marco Rubio in Washington erstmals seit über 30 Jahren die Botschafter Israels und des Libanons zu direkten Gesprächen. Am 21. April läuft die Waffenruhe aus. Ohne ein neues Abkommen fehlt danach die rechtliche Grundlage für weitere Gespräche.

Wie die erste Runde scheiterte

Die Islamabad-Gespräche am 11. und 12. April dauerten 21 Stunden und umfassten sowohl indirekte als auch zwei direkte Verhandlungsrunden. Sie scheiterten am Kernstreit: Die USA forderten, dass der Iran für 20 Jahre auf jede Urananreicherung verzichte. Teheran lehnte ab. Vizepräsident JD Vance erklärte die Gespräche am 12. April für gescheitert, Trump kündigte die Blockade der Straße von Hormus unmittelbar danach an. Seit dem 14. April stoppt die US-Marine alle Schiffe mit iranischen Zielhäfen. Pakistan hat die Vermittlung jedoch nicht aufgegeben.

Pakistan treibt zweite Runde voran

Pakistanische Regierungsvertreter informierten die Associated Press, Islamabad stehe in intensivem Kontakt mit Washington und Teheran und habe beiden Seiten eine Fortsetzung der Gespräche angeboten. Aus US-Kreisen verlautete, amerikanische und iranische Verhandlungsteams würden noch in dieser Woche in die pakistanische Hauptstadt zurückkehren. Vier mit den Vorgängen vertraute Personen bestätigten gegenüber CNN, ein zweites Treffen sei entweder vor Ablauf der Waffenruhe am 21. April oder mit einer Verlängerung denkbar.

Trump selbst gab in einem Telefoninterview mit der New York Post am Dienstag ein ungewöhnlich deutliches Signal und ließ durchblicken, Gespräche in Pakistan seien binnen zwei Tagen möglich. Ob das eine echte Bereitschaft zu Zugeständnissen signalisiert oder Verhandlungstaktik ist, lässt sich anhand der öffentlichen Äußerungen nicht beurteilen: Am selben Tag hatte Trump auch gedroht, iranische Schiffe zu eliminieren.

Historische Premiere in Washington: Israel trifft Libanon

Parallel dazu fand am Dienstag in Washington eine diplomatische Premiere statt: Außenminister Marco Rubio empfing die Botschafter Israels und des Libanons zu einem gemeinsamen Gespräch im State Department. Es sind die ersten direkten bilateralen Gespräche beider Länder seit 1993. Rubio bezeichnete das Treffen als historische Zusammenkunft, auf die man aufbauen wolle.

Im Mittelpunkt stehen eine mögliche Waffenruhe und die Frage der Entwaffnung der Hisbollah. Die Positionen bleiben weit auseinander: Der Libanon will zunächst eine Feuerpause vereinbaren, Israel besteht auf konkreten Entwaffnungsschritten als Vorbedingung. Die Hisbollah lehnte die Gespräche ab und forderte Beirut auf, sie abzusagen. Die Gespräche finden inmitten aktiver Kämpfe und einer israelischen Bodenoperation im Südlibanon statt.

Warum der Iran trotz Blockade verhandelt

Dass Teheran gesprächsbereit bleibt, hat einen handfesten wirtschaftlichen Hintergrund. Irans Ölexporte sind durch Blockade und internationale Zurückhaltung drastisch gesunken. Die iranische Währung, der Rial, hat seit Kriegsbeginn weiter an Wert verloren. Teheran braucht außerdem eine Verlängerung der Waffenruhe: Ohne sie drohen erneute US-israelische Angriffe auf verbliebene Militärinfrastruktur. Verhandlungen sind für Teheran günstiger als eine weitere Eskalation, solange der Iran keine neuen Positionen zur Urananreicherung signalisiert.

Trumps Strategie ähnelt der Nordkorea-Diplomatie von 2018 und den Iran-Atomgesprächen von 2015: maximaler Druck, parallele Gesprächskanäle, knappe Fristen. Kritiker weisen darauf hin, dass der Iran seine Position zur Urananreicherung bislang als unverhandelbar behandelt hat. In keiner der bisherigen Verhandlungsrunden hat Teheran in dieser Kernfrage nachgegeben. Genau das ist auch in der zweiten Islamabad-Runde die entscheidende Frage.

Ausblick: Sieben Tage bis zur Entscheidung

Die zweite Islamabad-Runde soll noch in dieser Woche stattfinden. Am 21. April läuft die Waffenruhe aus. Drei Szenarien sind dann möglich: eine verlängerte Waffenruhe mit laufenden Gesprächen, ein vorläufiges Rahmenabkommen oder eine Rückkehr zu aktiven Kampfhandlungen. Für europäische Flughäfen und die Treibstoffversorgung der Luftfahrt, die sich bereits in einer Rationierungslage befindet, hängt viel vom Ausgang dieser Woche ab. An der Straße von Hormus entscheidet sich in den nächsten sieben Tagen mehr als ein Handelsdisput.

KI-gestützt erstellt

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