142 von 175 ausgewählten US-Beständen Ende März 2026 ohne Überfischung
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142 von 175 ausgewählten US-Beständen Ende März 2026 ohne Überfischung

Der Fish Stock Sustainability Index von NOAA Fisheries bildet 175 für die US-Fischerei wichtige Bestände ab, die laut Behörde für über 80 Prozent des gesamten US-Fangs stehen. Im Quartalsbericht zum ersten Quartal 2026 war der Überfischungsstatus bei einem Teil der Bestände unbekannt. NOAA Fisheries unterscheidet dabei zwischen Überfischung als zu hoher Fangrate und einem überfischten Bestand als zu niedriger Populationsgröße.

Quellen (11)
  1. Subject:fisheries.noaa.gov
  2. Fish Stock Sustainability | NOAA Fisheriesfisheries.noaa.gov
  3. Status of Stocks 2024 | NOAA Fisheriesfisheries.noaa.gov
  4. Status of the Stocks: Record-Low Number of Stocks On Overfishing List In 2023 | NOAA Fisheriesfisheries.noaa.gov
  5. NOAA Fisheries’ overfishing list shrinks to record low | SeafoodSourceseafoodsource.com
  6. NOAA Fisheries Takes A ‘Sharp Turn Away From Science’ - Inside Climate Newsinsideclimatenews.org
  7. NEWS: “America’s Fishing Future is at Risk”: Report Identifies Key Challenges to U.S. Fisheries Amid Fast-Changing Ocean Conditions - Ocean Conservancyoceanconservancy.org
  8. National Marine Fisheries Service - 2nd Quarter 2026 Update Table A. Summary of Stock Status for FSSI Stocks Jurisdiction FMP Stock Overfishing Overfished Progrfisheries.noaa.gov
  9. NOAA Fisheries Announces Revised 2026 Atlantic Mackerel Fishery Specifications | NOAA Fisheriesfisheries.noaa.gov
  10. 94% of US stocks are not subject to overfishing, report says - WeAreAquacultureweareaquaculture.com
  11. Stock SMARTapps-st.fisheries.noaa.gov
24. Oktober 2026, 6:46 Uhr612 Wörter · 4 Min. Lesezeit

135 der insgesamt 175 Bestände galten zudem als nicht überfischt. Zehn Bestände waren dagegen von Überfischung betroffen, 21 überfischt. Der Index erfasst 175 für die Fischerei wichtige Bestände und steht laut NOAA Fisheries für über 80 Prozent des gesamten US-Fischfangs.

Ein Index mit unbekannten Werten

Bei 23 der 175 Bestände war der Überfischungsstatus zum Stichtag unbekannt. Beim überfischten Zustand traf das auf 19 Bestände zu. NOAA Fisheries unterscheidet dabei zwischen Überfischung und überfischtem Bestand: Überfischung bezeichnet eine zu hohe Fangrate, ein überfischter Bestand eine zu niedrige Populationsgröße.

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Einzelne Bestände bewegen sich in unterschiedliche Richtungen

Die Atlantische Makrele im Gebiet Golf von Maine bis Cape Hatteras wechselte im ersten Quartal 2026 vom Status überfischt zu nicht überfischt und befand sich zum Quartalsende im Wiederaufbau; von Überfischung war sie weiterhin nicht betroffen. Die Schneekrabbe im Beringmeer entwickelte sich gegenläufig: Sie galt zuvor als nicht überfischt im Wiederaufbau, wechselte aber zu überfischt, blieb jedoch ohne laufende Überfischung. Beim Nördlichen Kurzflossenkalmar an der nordwestlichen Atlantikküste wechselte der Überfischungsstatus im selben Zeitraum von „nicht von Überfischung betroffen“ zu „unbekannt“. Ein überfischter Zustand entsteht laut NOAA Fisheries oft durch Überfischung, kann aber auch mit einem veränderten Verständnis der Bestandsproduktivität zusammenhängen; als weitere Faktoren, die Populationsgröße verringern können, nennt die Behörde Lebensraumverschlechterung, Verschmutzung, Klimawandel und Krankheiten.

Warum die 94 Prozent hier nicht passen

Das ist ein anderer Umfang und ein anderer Zeitraum als die 175 FSSI-Bestände des Quartalsberichts für das erste Quartal 2026. SeafoodSource berichtete, der Jahresbericht für 2023 habe 94 Prozent der Bestände mit bekanntem Überfischungsstatus als nicht von Überfischung betroffen eingestuft.

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NOAA kündigte Anfang September 2026 Kurswechsel an, Kritiker warnten

Anfang September 2026 kündigte NOAA nach eigenen Worten neue Behördenprioritäten an, die Bürokratie abbauen, die Wissenschaft modernisieren und Fischereigemeinden vorrangig berücksichtigen sollen. Die Reform soll laut Inside Climate News als Fahrplan zur Umsetzung der im April 2025 von Präsident Donald Trump unterschriebenen Verordnung Restoring American Seafood Competitiveness dienen. Zur Überprüfung stehen laut dem Bericht vier der zehn gesetzlich vorgeschriebenen nationalen Standards, darunter die Verhinderung von Überfischung und die Anwendung bester Wissenschaft. Geprüft werden soll zudem, ob die Freizeitfischerei weiterhin denselben Standards unterliegen soll. Andrea Treece von Earthjustice erklärte, die Behörde wende sich scharf von der Wissenschaft ab. Meredith Moore von Ocean Conservancy äußerte Sorge, dass selbst die Definition von Überfischung und die Anwendung bester Wissenschaft angetastet werden könnten; einzelne Schritte wie die Modernisierung von Datensystemen bewerteten laut Inside Climate News Umweltschützer positiv. Die frühere NOAA-Fisheries-Direktorin Janet Coit nannte Regulierung das Rückgrat nachhaltigen Fischereimanagements und warnte vor Folgen für die Fischpopulationen künftiger Generationen. Das National Fisheries Institute begrüßte dagegen die angekündigte Rückkehr zu einer risikobasierten Regulierung; Verbandspräsidentin Lisa Wallenda Picard gratulierte NOAA Fisheries und der Regierung zu den Bemühungen. Ein NOAA-Sprecher verwies auf die eigene Pressemitteilung, in der Behördenvertreter Eugenio Piñeiro Soler schrieb, man bewege sich hin zu einem wissenschaftsbasierten System und weg von Vorschriften, die heimische Fischer wie ein Problem behandelten; Fragen zu verbleibenden Schutzvorkehrungen blieben unbeantwortet.

Bereits im April 2026 hatte die Naturschutzorganisation Ocean Conservancy berichtet, das Weiße Haus habe eine Kürzung der NOAA-Mittel um 1,6 Milliarden Dollar vorgeschlagen. Im selben Bericht hieß es, die Personaldecke der Behörde sei 2025 bereits um 20 Prozent gesunken, viele Stellen seien weiterhin unbesetzt. Vizepräsident Jeff Watters von Ocean Conservancy erklärte, Kürzungen kämen angesichts der Verwundbarkeit amerikanischer Fischereien zu einem besonders schlechten Zeitpunkt. Der Bericht verwies zudem darauf, dass 42 Bestände weiterhin als überfischt gelten und bei 65 Prozent der Bestände in Wiederaufbauplänen die Populationsschätzungen stagnierten oder sanken.

Der Blick auf das zweite Quartal 2026

Für das zweite Quartal 2026 liegt bereits eine Aktualisierung des National Marine Fisheries Service vor, die für den Atlantischen Hering an der nordwestlichen Atlantikküste keine laufende Überfischung, aber einen überfischten Zustand ausweist.

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