
USA und Südkorea kürzten Übung Ulchi Freedom Shield
Quellen (8)
- (LEAD) S. Korea-U.S. combined exercise to conclude ahead of schedule after Trump order | Yonhap News Agencyen.yna.co.kr
- US Forces Korea commander stresses readiness after sharp reduction in joint drills | Stars and Stripesstripes.com
- (2nd LD) JCS chief describes DMZ mine blast as 'provocation'; vows to review response measures | Yonhap News Agencym-en.yna.co.kr
- US-led drills to end six days early, South Korea says, amid Trump push for Kim Jong-un talks | South Korea | The Guardiantheguardian.com
- Donald Trump: Wie der US-Präsident mit seiner Politik China glücklich macht - WELTwelt.de
- STATEMENT: Rep. Dave Min on President Trump’s Order to Reduce U.S.–ROK Joint Military Exercises | Representative Dave Minmin.house.gov
- N.K. leader's sister says reduced military exercise put Seoul 'in poor plight of canceling war games' | Yonhap News Agencyen.yna.co.kr
- Cheong Wa Dae says N. Korea's derogatory remarks unhelpful to building mutual trust | Yonhap News Agencym-en.yna.co.kr
Mit der Kürzung entfielen die gewöhnlich in der zweiten Woche vorgesehenen Gegenangriffsübungen, sodass sich die Übung in diesem Jahr vorwiegend auf Verteidigungsoperationen konzentrierte. Trump begründete den Schritt mit den Kosten der Übung, seinem guten Verhältnis zum nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un und der Sorge, die Manöver könnten Pjöngjang eine „unangemessene und feindselige“ Botschaft senden.
¶ Laut Stars and Stripes war der Abschluss der Hauptübung ursprünglich für den 27. August vorgesehen. Südkoreas Generalstab hatte das vorzeitige Ende zuvor auf Wunsch der US-Seite angekündigt. Die sieben verbliebenen Geländeübungen sollten nach Angaben eines Vertreters des Generalstabs bis zum 28. August laufen, die übrigen sieben aus dem Programm genommenen Übungen sollten mit Washington neu terminiert werden.
H2 Militärische und wirtschaftliche Bedeutung des Bündnisses
Ulchi Freedom Shield ist eine von zwei großen gemeinsamen Übungen auf Kriegsschauplatzebene, die Südkorea und die USA jährlich zur Vorbereitung auf Eventualfälle gegenüber Nordkorea durchführen. Auf der koreanischen Halbinsel sind laut WELT 28.500 US-Soldaten stationiert, die Basis in Pyeongtaek gilt als größter US-Stützpunkt außerhalb der Vereinigten Staaten. Die Präsenz dient laut WELT auch als Bollwerk gegen China. Als zusätzliche Begründung für die Kürzung nannte Trump nach WELT-Angaben, Südkorea habe eine angebliche Bitte abgelehnt, bei der Denuklearisierung des Iran zu helfen. Er sagte, er habe Südkoreas Präsidenten um Hilfe im Iran-Krieg gebeten, dieser habe mit „Nein, danke“ geantwortet und verwies auf die nach seinen Angaben 39.000 in Südkorea stationierten US-Soldaten mit der Frage: „Warum helfen wir euch?“ Der US-Abgeordnete Dave Min erklärte in einer Pressemitteilung vom 20. August, die Partnerschaft mit Südkorea sei entscheidend für die US-Wirtschaft und die strategischen Interessen der USA in Ostasien und im Pazifik.
Kritik aus Washington, Gelassenheit aus Pjöngjang
Frühere Kürzungen und Absagen gemeinsamer Übungen, etwa 1992, 1994 und nach Trumps erstem Gipfel mit Kim 2018, wurden laut The Guardian jeweils vor Beginn der Übungen beschlossen; die aktuelle Entscheidung fiel dagegen während einer bereits laufenden Übung. Südkoreas Außenminister Cho Hyun sagte bei einer parlamentarischen Anhörung, Seoul sei von Trumps Anweisung überrascht worden; weder südkoreanische noch amerikanische Regierungsvertreter hätten vorab davon gewusst. Min warf Trump vor, mit seinen Äußerungen das Bündnis zu untergraben und den seit Jahrzehnten bestehenden Frieden zu gefährden. Nordkorea reagierte dagegen gelassen: Pjöngjang erklärte, die Kürzung ändere nichts am aggressiven Charakter der Übung. Kim Yo-jong, die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un, bezeichnete die Kürzung in einer am 20. August verbreiteten Erklärung als Schwierigkeit für Seoul und warf Präsident Lee Jae Myung doppelzüngige Äußerungen vor. Das südkoreanische Präsidialamt wies die Vorwürfe in einer kurzen Erklärung vom 21. August zurück, abfällige Bemerkungen trügen nicht zum gegenseitigen Vertrauen bei und bekräftigte die Zusammenarbeit mit Washington. Der Kommandeur der US-Streitkräfte in Südkorea, Xavier Brunson, bekräftigte am 17. September 2026 die Verpflichtung zu Abschreckung und gemeinsamer Einsatzbereitschaft, ging aber nicht ausdrücklich auf die Kürzungen ein.
¶ Am 8. Oktober erklärte Jin Yong-sung laut Yonhap vom 8. Oktober, die sechs nachzuholenden Geländeübungen seien neu angesetzt worden und sollten noch in jener oder der folgenden Woche beginnen. Trump sagte an einem Mittwoch im August nach US-Zeit im Weißen Haus, er erwarte noch im selben Jahr ein Treffen mit Kim. Nach einem im August veröffentlichten Bericht des Wall Street Journal, den The Guardian wiedergab, erörterte Trump privat ein persönliches Treffen während seiner nächsten Asienreise, die im November stattfinden könnte, wenn er am Apec-Gipfel in Shenzhen teilnimmt.
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