Prognosen: Demokraten erobern beide Kongresskammern zurück
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Prognosen: Demokraten erobern beide Kongresskammern zurück

Bei den US-Zwischenwahlen vom 3. November 2026 haben die Demokraten laut Prognosen von CNN und NBC News sowohl den Senat als auch das Repräsentantenhaus zurückgewonnen. US-Präsident Donald Trump erklärte, das Ergebnis akzeptieren zu wollen, machte aber Gouverneur Greg Abbott für dessen Niederlage verantwortlich.

Quellen (6)
  1. Election results 2026 live updates: Democrats win both Senate and Housenbcnews.com
  2. 2026 Midterm Election Results Live: Democrats take the control of Congress | CNN Politicsedition.cnn.com
  3. 2026 Midterm Elections: Live updates: Democrats flip Senate after winning Housecnbc.com
  4. Sensation in Texas: Talarico holt den Senatssitz für Demokraten – erstmals seit 1988tagesspiegel.de
  5. Trump spends Election Day behind closed doors after monthlong midterm pushwjla.com
  6. President Trump Completes Historic Travel Blitz: 30 Events, 20 States, 32 Days – The White Housewhitehouse.gov
4. November 2026, 5:40 Uhr691 Wörter · 4 Min. Lesezeit

Die Übernahme der Kontrolle ist laut NBC News für Januar prognostiziert. Die genaue Größe der künftigen Mehrheiten stand nach Angaben von CNN zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht fest, weil die endgültigen Ergebnisse noch ausgezählt wurden. Die künftige Mehrheit gibt den Demokraten mehr Macht, Ermittlungen zu führen und dafür Vorladungen auszusprechen und erlaubt es ihnen, Trumps Richterernennungen zu blockieren; an seinem Veto und der für die meisten Senatsgesetze nötigen Mehrheit von 60 Stimmen dürfte jedoch das meiste ihrer eigenen Gesetzgebungsagenda scheitern.

Einzelne Sitzgewinne in mehreren Bundesstaaten

Nach Projektionen der Associated Press, die CNBC veröffentlichte, flippten die Demokraten bislang republikanische Senatssitze in Iowa, Kansas, North Carolina, Ohio, South Carolina und Texas, während zwei bislang demokratische Sitze in Michigan und Minnesota noch ausgezählt wurden. Den Sitz in Minnesota prognostizierte NBC News inzwischen für die Demokratin Peggy Flanagan. In Texas gewann mit James Talarico erstmals seit 1988 wieder ein Demokrat einen Senatssitz, wie der Tagesspiegel berichtete. In Ohio setzte sich der Demokrat Sherrod Brown laut Prognosen von US-Medien gegen den republikanischen Amtsinhaber Jon Husted durch. In South Carolina unterlag die von Trump unterstützte Darline Graham Nordone Hochrechnungen zufolge der Demokratin Annie Andrews, wie NBC News und CBS News anhand von Stimmauszählungen und Wählerbefragungen berichteten. Mit dem Sitz in Iowa erreichten die Demokraten laut CNN-Projektion die für die Senatsmehrheit nötigen 51 Sitze.

Im Repräsentantenhaus prognostizierte CNBCs Election Desk den Demokraten mindestens 235 Sitze, deutlich mehr als die für die Kontrolle nötigen 218. Eine Analyse von NBC News bezifferte den Gewinn auf mindestens 252 Sitze, mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass die Schätzung noch leicht steigen oder fallen könne. Nach Projektionen des NBC News Decision Desk hatten die Demokraten bis dahin 20 Sitze hinzugewonnen, während die Republikaner keinen Sitz eroberten, obwohl diese laut NBC News in den vergangenen anderthalb Jahren in mehreren Bundesstaaten die Wahlkreisgrenzen neu gezogen hatten, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Auch die Gouverneurswahlen in Texas, Georgia, Ohio und Iowa gingen laut NBC News an die Demokraten.

Unzufriedene Wähler und ein Monat Wahlkampf

Nach Exit Polls von NBC News missbilligten 62 Prozent der Wähler Trumps Amtsführung, mehr als drei Viertel die Arbeit des Kongresses. Fast die Hälfte sah die Wahl als Gelegenheit, Trump eine Abfuhr zu erteilen. Trumps Zustimmungswert lag nach dem Durchschnitt von RealClearPolitics bei rund 39 Prozent, wie The National News Desk berichtete. Dem Wahltag war laut Weißem Haus ein Monat intensiven Wahlkampfs vorausgegangen: Zwischen dem 1. Oktober und dem 1. November besuchte Trump nach eigenen Angaben 30 Veranstaltungen in 20 Bundesstaaten innerhalb von 32 Tagen, darunter 21 Termine an 21 Tagen mit mindestens einem Auftritt täglich zwischen dem 19. und 30. Oktober. The National News Desk ordnete die Wahl zudem in den Kontext anhaltender Sorgen über Lebenshaltungskosten ein, die durch hohe Energiepreise und zusätzlich durch den Krieg im Iran verschärft würden.

Trump will niemandem die Schuld geben

Trump erklärte gegenüber der New York Times, er sei absolut bereit, die Ergebnisse zu akzeptieren. Man werde mit den Demokraten zusammenarbeiten und sich wahrscheinlich einigen, sagte Trump laut der New York Times. Gegenüber Politico erklärte Trump am Wahlabend, die Wähler hätten die Kandidaten in den meisten Fällen nicht gemocht, er wolle aber niemandem die Schuld an den Verlusten seiner Partei geben. Zugleich behauptete er, die Republikaner hätten „alles sehr leicht“ gewonnen, wäre er selbst auf dem Stimmzettel gestanden. Laut New York Times sagte er zudem, seine Unterstützung für Kandidaten wie Darline Graham und Ken Paxton nicht zu bereuen.

Trumps Schuldzuweisung an Gouverneur Abbott

Trotz seiner Ankündigung, niemandem die Schuld geben zu wollen, machte Trump auf Truth Social Texas' Gouverneur Greg Abbott persönlich für dessen Niederlage verantwortlich: Hätte Abbott sich in den letzten sechs Monaten seines politischen Lebens nicht zum „Republican in Name Only“ entwickelt, hätte er nicht verloren, schrieb Trump. Eine eigene Stellungnahme des Gouverneurs zu diesem Vorwurf liegt in den ausgewerteten Quellen nicht vor. Ein nicht namentlich genannter Vertreter des Weißen Hauses erklärte gegenüber CNN, die Qualität der Kandidaten sei wichtig, Trump habe viele von ihnen besser beworben, als diese sich selbst beworben hätten. Auf Truth Social kündigte Trump zudem an, künftig als „politischer Kommentator” die Gründe für Siege und Niederlagen der Kandidaten sowohl positiv als auch negativ zu beurteilen.

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