
AMD meldet Umsatzwachstum im Rechenzentrumsgeschäft
Quellen (7)
- AMD Reports Third Quarter 2026 Financial Results :: Advanced Micro Devices, Inc. (AMD)ir.amd.com
- November 3, 2026 - EX-99.2 - 8-K: Current report | Advanced Micro Devices, Inc. (AMD)ir.amd.com
- Q3 2026 GAAP and Non-GAAP Earnings Tables.xlsxd1io3yog0oux5.cloudfront.net
- Intel Reports Third-Quarter 2026 Financial Results :: Intel Corporation (INTC)intc.com
- AMD Reports Second Quarter 2026 Financial Results :: Advanced Micro Devices, Inc. (AMD)ir.amd.com
- AMD forecast eases AI spending fears as data-center sales surge - CNAchannelnewsasia.com
- AMD (AMD) Q3 earnings report 2026cnbc.com
Laut dem Quartalsbericht von AMD legte das operative Ergebnis im dritten Quartal 2026 um 123 Prozent auf 2.832 Millionen Dollar zu. Der Gesamtumsatz kletterte um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und um 16 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 13.377 Millionen Dollar. Treiber war laut AMD auch das Rechenzentrumsgeschäft, dessen Umsatz um 97 Prozent auf 8,5 Milliarden Dollar stieg, getragen von EPYC-Prozessoren und den neuen Instinct-MI450-GPUs.
Zum Rechenzentrumssegment zählt AMD nach eigenen Angaben neben KI-Beschleunigern auch Serverprozessoren, Grafikprozessoren, KI-Netzwerkkarten und weitere Chips für Rechenzentren. AMD-Chefin Lisa Su erklärte, der Quartalsumsatz habe die obere Grenze der eigenen Prognose übertroffen. Sie kündigte an, die Nachfrage nach Instinct- und EPYC-Produkten habe weiter zugenommen und erwartete eine weitere Wachstumsbeschleunigung im vierten Quartal beim Hochfahren von Helios und „Venice“.
Gaming schwächelt, Embedded wächst
Im Segment Client und Gaming sank der Umsatz um 8 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar: Der Client-Umsatz stieg dank mobiler Ryzen-Prozessoren um 7 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar, während die Gaming-Umsätze wegen geringerer Umsätze mit Semi-Custom-Produkten und Grafikchips um 40 Prozent auf 773 Millionen Dollar einbrachen. Die Embedded-Sparte wuchs dagegen um 29 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar, angeführt von Luftfahrt und Raumfahrt, Verteidigung, Automobil, Kommunikation und Industrie.
Wie AMD im Vergleich zu Intel abschneidet
Auch Intel meldete für das dritte Quartal Wachstum: Der Umsatz stieg laut Intels Quartalsbericht um 21 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar, der Umsatz der Sparte Data Center and AI sogar um 78 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar. Der dem Unternehmen zurechenbare GAAP-Nettogewinn sank bei Intel dagegen um 18 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Intel-Finanzchef David Zinsner erklärte, Umsatz, Bruttomarge und Gewinn je Aktie hätten die eigene Prognose übertroffen und das Unternehmen habe das stärkste Umsatzwachstum im Rechenzentrumsgeschäft seit 15 Jahren erzielt. Intel-Chef Lip-Bu Tan sagte, die Nachfrage nach den eigenen Prozessoren bleibe trotz Gegenwinden in der PC-Branche robust. Während AMD seinen Nettogewinn fast verdoppelte, blieb er bei Intel unter dem Vorjahreswert, auch wenn beide Unternehmen im Rechenzentrumsgeschäft deutlich zulegten.
Im zweiten Quartal 2025 musste AMD laut einer Fußnote seines Berichts zum zweiten Quartal 2026 noch 800 Millionen Dollar an Bestandsbelastungen und damit zusammenhängenden Aufwendungen verbuchen, weil die US-Regierung den Export der Instinct-MI308-GPUs eingeschränkt hatte.
Vierte Quartal und der Blick auf 2027
Für das vierte Quartal 2026 erwartet AMD einen Umsatz von rund 17 Milliarden Dollar, plus oder minus 3 Prozent; am Mittelpunkt dieser Spanne entspräche das einem Wachstum von etwa 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr; die Non-GAAP-Bruttomarge solle bei rund 55 Prozent liegen. Laut CNA liegt diese Umsatzprognose über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 16,23 Milliarden Dollar nach Daten von LSEG. Su sagte Analysten laut CNA, AMD erwarte für 2027 einen Anstieg des Gesamtumsatzes um mehr als 80 Prozent, während Analysten 77 Prozent Wachstum schätzten; rund 80 Prozent der Erlöse sollten dann aus Rechenzentrumschips stammen. Laut CNA trägt die Verlagerung von KI-Anwendungen hin zum realen Einsatz von Modellen zur steigenden Nachfrage nach AMDs Grafikprozessoren und Zentralprozessoren bei. Nach Angaben von CNBC rechnet Su für 2027 mit einer Verdoppelung des Serverumsatzes gegenüber dem Vorjahr; AMDs Server-Prozessoren seien für agentische KI-Anwendungen wichtig, weil sie virtuelle Maschinen antreiben und stundenlang eigenständig laufen können. AMD-Kunden wie Meta, Microsoft, Anthropic, OpenAI und Oracle beginnen laut CNBC, die firmeneigenen Helios-Systeme einzusetzen. Ob sich dieses Tempo halten lässt, hängt auch von der Lieferkette ab: Su sagte laut CNBC, AMD habe entlang seiner Lieferkette daran gearbeitet, Wafer, Substrate, fortschrittliche Verpackungstechnik und Speicher zu sichern, um das für 2027 erwartete höhere Wachstum zu stützen.
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