
USA ordnen Abzug eines Teils ihres Personals aus Saudi-Arabien an
Quellen (10)
- Wahl in Israel: Angriffe der Huthi: USA ziehen Botschaftspersonal aus Saudi-Arabien ab - Politik - SZ.desueddeutsche.de
- Saudi-Arabien: USA ziehen Botschaftspersonal aus Riad ab - DER SPIEGELspiegel.de
- Saudi-Arabien: USA räumen Botschaft in Riad – Eskalation mit den Huthis droht - WELTwelt.de
- US orders diplomats to depart Saudi Arabia amid Houthi strikes - AL-MONITOR: The Middle Eastʼs leading independent news source since 2012al-monitor.com
- U.S. ordering some government staff to depart Saudi Arabia, reducing military footprint in Middle East - CBS Newscbsnews.com
- Saudi-led coalition intercepts Houthi missile launched towards Riyadh | News | Al Jazeeraaljazeera.com
- Security Alert: U.S. Mission to Saudi Arabia - October 19, 2026 - U.S. Embassy & Consulates in Saudi Arabiasa.usembassy.gov
- US orders departure of some embassy staff and families from Saudi Arabia amid Houthi threat | CNN Politicsedition.cnn.com
- Travel Advisory Update: Saudi Arabia October 10, 2026 - U.S. Embassy & Consulates in Saudi Arabiasa.usembassy.gov
- Dammam - Saudi-Arabien: Mindestens ein Toter nach neuen Angriffen auf Flughafen - US-Regierung zieht Personal aus Botschaft abdeutschlandfunk.de
Die USA haben am 21. Oktober 2026 nach anhaltenden Huthi-Angriffen den Abzug eines Teils ihres diplomatischen Personals aus Saudi-Arabien angeordnet, betroffen sind laut US-Außenministerium nicht dringend benötigte Regierungsmitarbeiter und deren Familienangehörige. Außenministeriumssprecher Tommy Pigott begründete den Schritt mit zunehmenden Feindseligkeiten der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz gegen Saudi-Arabien, darunter Angriffe auf Flughäfen mit zivilen Opfern und schweren Beeinträchtigungen des Reiseverkehrs. Pigott stellte zugleich klar, dass die angeordnete Ausreise ausschließlich Saudi-Arabien betrifft. Nach der Anordnung meldete die saudische Luftfahrtbehörde laut einem Reuters-Bericht einen Angriff auf den Flughafen King Fahd International in Dammam, bei dem ein Mensch getötet und acht weitere verletzt wurden. Zahlreiche Angaben zu Kämpfen und Opferzahlen lassen sich laut SZ nicht unabhängig überprüfen.
10. Oktober: Anschlag auf den Flughafen in Riad
Vorausgegangen war am 10. Oktober ein Angriff der Huthi-Miliz auf den internationalen Flughafen in Riad, bei dem nach Angaben des SPIEGEL 13 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt wurden. CBS News sprach von 12 Toten bei einem Angriff auf den Flughafen in Riad; Al Jazeera berichtete von 14 Toten bei mehreren Angriffen auf den Flughafen am Wochenende.
Am 14. Oktober erklärte die saudisch geführte Koalition laut Al Jazeera, sie habe eine auf Riad gerichtete ballistische Rakete der Huthi-Miliz abgefangen, während die Miliz erklärte, weitere Angriffe auf Saudi-Arabien ausgeführt zu haben. Das saudische Energieministerium bestätigte zudem einen Treffer auf ein Verwaltungsgebäude des Ölkonzerns Aramco in Dhahran. Parallel begannen von Saudi-Arabien unterstützte jemenitische Regierungstruppen eine Gegenoffensive, um Küstengebiete nahe der Meerenge Bab al-Mandeb von den Huthi zurückzuerobern.
19. Oktober: Sonderfreigabe für jeden Flughafen
Am 19. Oktober verlangte die US-Mission in Saudi-Arabien von ihren Regierungsmitarbeitern nach jüngsten Raketen- und Drohnenangriffen eine Sondergenehmigung des Missionschefs für die Nutzung jedes Flughafens im Königreich. Der Flughafen King Khalid in Riad blieb nach Angaben der Mission außer Betrieb, während die Flughäfen in Dschidda und Dammam mit Verspätungen und Annullierungen weiterliefen. Landgrenzen wie der King Fahd Causeway nach Bahrain sowie die internationalen Flughäfen in Bahrain (BAH), Jordanien (AMM), Oman (MCT), Katar (DOH) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (AUH, DXB, SHJ) blieben nach Angaben der Mission nutzbar.
Neue Angriffe und internationale Reaktionen
Das saudische Energieministerium teilte laut CBS News am Dienstag mit, die saudische Luftabwehr habe einen Drohnenangriff auf das Ölfeld Schaiba abgewehrt, zwei Menschen seien dabei durch herabfallende Trümmer getötet und zwei weitere verletzt worden. Laut CNN erklärte Saudi-Arabien am Mittwoch, mindestens sieben Drohnen abgefangen zu haben, darunter eine auf Schaiba gerichtete. Über die Reichweite der Anordnung gab es Uneinigkeit: Nach Angaben aus Diplomatenkreisen, über die WELT berichtete, wurden auch Familienangehörige von Botschaftsmitarbeitern in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien, Katar und Bahrain zur Ausreise aufgerufen. Pigott stellte auf der Plattform X klar, die angeordnete Ausreise gelte ausschließlich für Saudi-Arabien. London hatte im Vormonat bereits Luftbetankung saudischer Kampfflugzeuge zugesagt. Ägypten hatte laut CNN zudem in den vorangegangenen Tagen alle notwendigen und möglichen Formen der Unterstützung zugesagt. Saudi-Arabien bat die USA laut CNN um mehr Unterstützung bei offensiven Operationen, Präsident Donald Trump hatte sich bis dahin gegen Angriffe auf die Huthi entschieden, schloss sie aber nach dem Anschlag vom 10. Oktober nicht aus und sagte Reportern, dies sei möglich.
Der Krieg im Jemen im Hintergrund
Im September führten verschärfte Kämpfe zum Zusammenbruch einer seit 2022 weitgehend haltenden, von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenruhe im Jemen, wie Al Jazeera berichtete. Die Huthi kontrollieren laut CBS News seit mehr als einem Jahrzehnt einen großen Teil des Jemen einschließlich der Hauptstadt Sanaa, während Saudi-Arabien laut SPIEGEL die international anerkannte Regierung im Kampf gegen die Miliz unterstützt. Marwan Ali Noman, politischer Berater des jemenitischen Außenministers, warnte laut CBS News, die Huthi könnten ihre Angriffe fortsetzen, wenn ihnen nicht entgegengetreten werde; zudem erklärte er, die jemenitische Regierung suche internationale Unterstützung. Die Huthi berichten laut SZ auch über zivile Todesopfer saudischer Luftangriffe im Jemen.
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