Ofwat fördert 19 Wasserprojekte mit 58 Millionen Pfund
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Ofwat fördert 19 Wasserprojekte mit 58 Millionen Pfund

19 Projekte erhalten zusammen 58 Millionen Pfund aus dem Water Innovation Fund der britischen Regulierungsbehörde Ofwat. Gefördert werden Entwicklungen und Erprobungen, die Wasserqualität und Infrastruktur verbessern sollen.

Quellen (11)
  1. Ofwat Awards £58 Million to 19 Water Innovation Projects - Kurrantkurrant.com
  2. Thames Water funded for innovative projects | Newsroom | Thames Waterthameswater.co.uk
  3. Water-purifying mushrooms, 3D printed infrastructure and AI-enabled microphones to monitor river life among winners of £58 million Water Breakthrough Challenge - Water Magazinewatermagazine.co.uk
  4. Ofwat unveils latest batch of Water Breakthrough Challenge winnersthewaterreport.co.uk
  5. Water Breakthrough Challenge awards £58m for innovation projectsh2oglobalnews.com
  6. SI12 Challenge | Innovation | Thames Waterthameswater.co.uk
  7. Water Breakthrough Challenge 7 will award £50m to accelerate transformational innovation | Envirotecenvirotecmagazine.com
  8. Information for winners - Water Innovation Fundwaterinnovation.challenges.org
  9. United Utilities is a double winner in Ofwat’s Water Breakthrough Challengeunitedutilities.com
  10. Smart Cities World - Water - £58m Water Breakthrough Challenge winners namedsmartcitiesworld.net
  11. Water Breakthrough Challenge 7 - Water Innovation Fundwaterinnovation.challenges.org
21. Oktober 2026, 8:52 Uhr885 Wörter · 5 Min. Lesezeit

Am 19. Mai 2026 hat Ofwat die Gewinnerprojekte der sechsten Water Breakthrough Challenge bekanntgegeben, darunter Projekte zu Pilzfiltern, akustischer Flussüberwachung, überkritischer Abfallbehandlung und 3D-gedruckter Betoninfrastruktur.

Ein Fonds mit 600 Millionen Pfund über zehn Jahre

Die Fördersumme stammt aus dem Water Innovation Fund von Ofwat, der nach Angaben von Thames Water über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt 600 Millionen Pfund in Projekte und Technologien zugunsten von Umwelt, Gesellschaft und Kunden investiert. Durchgeführt wird der Wettbewerb laut Thames Water von der Innovationspreisorganisation Challenge Works, einem Teil der Forschungsstiftung Nesta, zusammen mit Arup und Isle Utilities.

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Von Pilzfiltern bis Flussmikrofonen

Das Projekt Mycofiltration, geleitet von Anglian Water, erhält nach Angaben von 1.522.159 Pfund für Mycofiltration, um pilzbasierte Filter an Regenüberläufen und Abflussstellen zu erproben. Laut H2O Global News nutzt der Ansatz Pilzgeflecht filtert Schadstoffe, das Verunreinigungen physisch zurückhalten und zugleich Schwermetalle, Bakterien und Insektizide abbauen soll. Anglian Water erklärte über seinen Forschungs- und Innovationsleiter Phil Buckingham, die Förderung werde den Ausbau natürlicher Behandlungstechnologien im Wassersektor unterstützen.

Beim Projekt Good Vibrations sollen Severn Trent Water und Partner wie SUEZ und das UK Centre for Ecology and Hydrology Unterwassermikrofone einsetzen, um mithilfe künstlicher Intelligenz aus den Geräuschen von Flüssen Hinweise auf deren ökologischen Zustand zu gewinnen. Zur Fördersumme nennen die Berichte unterschiedliche Angaben: 1,5 Millionen Pfund laut Water Magazine und H2O Global News, 1,57 Millionen Pfund laut Kurrant, während The Water Report den Betrag mit genau 1.567.846 Pfund angibt.

Die laut Kurrant größte Einzelförderung der Runde, laut The Water Report 9.240.088 Pfund, geht an das von Anglian Water geleitete Projekt Hydrothermal Oxidation, das laut Kurrant organische Abfälle mit Wasser bei extremer Temperatur und hohem Druck ohne Verbrennung zerlegen soll.

Northumbrian Water erhält für das Projekt Printfrastructure 2.0 nach Angaben von The Water Report 1.911.437 Pfund, um den Beton-3D-Druck für Abwasserinfrastruktur weiterzuentwickeln. Das Vorhaben baut laut Water Magazine auf einem Vorgängerprojekt aus der dritten Förderrunde auf, das für Betoninfrastruktur eine Verringerung der CO2e-Emissionen um bis zu 50 Prozent und der Baukosten um 8 Prozent demonstriert habe.

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In Leicester ist ein zwölfmonatiges Pilotprojekt namens Smoke in the Water geplant, das Severn Trent Water mit dem University Hospitals of Leicester NHS Trust und weiteren Partnern leitet und das nach Angaben von The Water Report mit 2.000.000 Pfund gefördert wird. Es soll künstliche Intelligenz, klinische Daten und Messungen in der Kanalisation kombinieren, um Trends bei Antibiotikaresistenzen zu erkennen; nach Einschätzung der von Kurrant zitierten Forschenden könnte dies solche Trends Wochen früher sichtbar machen als klinische Überwachung allein.

In London soll das Projekt SuDS through Streetworks Market, an dem Thames Water und die Greater London Authority beteiligt sind, nach Angaben von Kurrant und The Water Report mit 6.869.054 Pfund dafür sorgen, dass nachhaltige Entwässerungssysteme wie Regengärten künftig im Zuge ohnehin geplanter Straßenarbeiten eingebaut werden. Jules Pipe, stellvertretender Bürgermeister der Greater London Authority, nannte Oberflächenwasserüberflutungen eine reale und wachsende Bedrohung für Londoner, von der über 320.000 Immobilien stark gefährdet seien. Thames Water prüft zudem nach eigenen Angaben im Projekt SI12, ob sich geplante Versorgungsunterbrechungen bei bestimmten vorab geplanten Rohrwartungsarbeiten von drei auf zwölf Stunden verlängern lassen, um Austauschverfahren innerhalb bestehender Leitungen zu ermöglichen und die Abhängigkeit von Arbeiten in offener Bauweise zu verringern. Nach eigenen Angaben begrenzt die bisherige Dreistundenregel zwar die Ausfallzeit am Tag, kann die gesamte Wartungsdauer aber über mehrere Tage ausdehnen und den Einsatz innovativer Verfahren einschränken. Das mit 150.000 Pfund von Ofwat finanzierte Projekt soll rund 40 Monate dauern und bis Ende Januar 2030 abgeschlossen sein. Laut Thames Water soll erst untersucht werden, welche Versorgungsunterbrechungen Kunden akzeptabel finden; die Kundenzufriedenheit soll während des Projekts eng überwacht werden.

Woran sich die neuen Verfahren noch beweisen müssen

Die Verschmutzung durch Regenüberläufe ist in England und Wales seit Jahren politisch umstritten; Ofwat und die Environment Agency haben ihre Durchsetzungserwartungen an Wasserunternehmen zuletzt verschärft. Biologische Filterverfahren wie die Mykofiltration gelten laut Kurrant als weniger kapitalintensive Alternative zu konventioneller grauer Infrastruktur, allerdings bleibe die Leistungsnachweislage im Feldmaßstab begrenzt, was der jetzt geförderte Versuch ausdrücklich klären solle. Auch die akustische Flussüberwachung könnte Belastungen von Ökosystemen nahezu in Echtzeit erkennbar machen, sofern sie im großen Maßstab validiert wird, wie Kurrant betont. Für die Biokohle aus Klärschlamm gilt laut Kurrant das Gleiche: Wenn sich das Verfahren bei der Entfernung von PFAS und Phosphor als wirksam erweist, könnten Wasserunternehmen eigenes Bindematerial herstellen.

Wie frühere Förderrunden sich entwickelt haben

Der aktuelle Jahrgang ist nicht der erste seiner Art: Aus der dritten Water Breakthrough Challenge ging bereits das Projekt Water Net Gain hervor, bei dem laut Lucia Grimm vom Westcountry Rivers Trust untersucht wird, wie man Wasser in Teichen zurückhält und es bei Trockenheit an Flüsse oder landwirtschaftliche Flächen abgibt. Aus einer früheren Runde stammt auch das Projekt Stream, das nach Angaben seiner unabhängigen Co-Leiterin Melissa Tallack nahezu in Echtzeit vorliegende Daten zu jedem Abwasserüberlauf in England veröffentlichte, Daten, die inzwischen umfangreich zur Planung von Gewässerverbesserungen genutzt würden.

Berichtspflichten für die Projekte

Für die sechste Runde sieht der Water Innovation Fund vor, dass jedes Projekt spätestens am 31. Dezember 2026 einen einmaligen Basisbericht mit aktualisierten Zielen, Zeitplan, Risiken und Partnerliste einreichen soll; bei Bedarf können Projekte um eine Fristverlängerung bitten. Danach sind halbjährliche, bei risikoreicher eingestuften Projekten vierteljährliche Fortschrittsberichte vorgesehen, die Risiken, Probleme und zentrale Lernerfahrungen dokumentieren sollen. Am Ende jedes Projekts steht laut Fondsregeln ein öffentlich zugänglicher Abschlussbericht, der den Erfolg und die Lehren aus dem jeweiligen Vorhaben reflektiert.

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