
Tesla und SpaceX prüfen laut Musk Zusammenschluss
Quellen (11)
- Elon Musk says SpaceX and Tesla have formed special committees to discuss merger ideanbcnews.com
- SpaceX and Tesla boards form special committees to review merger | TechCrunchtechcrunch.com
- SpaceX (SPCX) Q3 2026 Earnings Call Transcript | The Motley Foolfool.com
- SpaceX (SPCX) Q3 2026 earnings report: Live updatescnbc.com
- Potenzieller Megadeal: Musk bestätigt: Tesla und SpaceX prüfen Zusammenschlusstagesspiegel.de
- Tesla and SpaceX take first step towards merger, would dilute all shareholderselectrek.co
- Gary Black auf X: „I’ve long felt that a $SPCX - $TSLA deal is inevitable since Elon controls 48% of $SPCX as-converted shares and 10.5% of TSLA shares. Since any deal would be $SPCX stock for $TSLA sx.com
- SpaceX verdoppelt Umsatz und prüft laut Elon Musk Zusammenschluss mit Tesla - DER SPIEGELspiegel.de
- SpaceX Reports Third Quarter 2026 Results • Delivered revenue of $14.6 billion, up 161% year-over-year, fueled by our Super Intelligence (SI) segment and acceles21.q4cdn.com
- Wirtschaft - Musk bestätigt: Tesla und SpaceX prüfen Zusammenschlussdeutschlandfunk.de
- Gary Black auf X: „Gary Black Predicts $SPCX to Offer $420 Per Share For $TSLA in a Stock-For-Stock Deal, Calls Tesla-SpaceX Merger ‘Inevitable’ Summary by Bloomberg AI ▪Gary Black predicted that a pox.com
Am 20. Oktober 2026 äußerte sich Elon Musk während der Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen von SpaceX gegenüber Wall-Street-Analysten zu der Fusionsidee. Laut TechCrunch bestehen die Ausschüsse aus unabhängigen Vorstandsmitgliedern und wurden auf Wunsch von Aktionären eingerichtet. Eine Einigung über die Bedingungen einer möglichen Transaktion gebe es bislang nicht, sagte Musk laut The Motley Fool. „Ich denke, manche Leute gehen davon aus, dass eine Fusion von SpaceX und Tesla sicher ist; das wäre übertrieben“, sagte Musk laut NBC News.
Vom Börsengang zum fliegenden Roadster
Über eine Fusion von Tesla und SpaceX wird laut der Deutschen Presse-Agentur schon lange spekuliert; Musk habe sich dazu bislang ausweichend geäußert. Laut CNBC kursierten Spekulationen, seit SpaceX im Juni an die Börse ging; Betriebschefin Gwynne Shotwell hatte vor dem Börsengang gesagt, ein Zusammenschluss könnte Musks Leben erleichtern. Tesla hatte im Januar angekündigt, rund 2 Milliarden Dollar in das KI-Start-up xAI zu investieren, das inzwischen zu SpaceX gehört; die Beteiligung wurde später in SpaceX-Aktien umgewandelt. Verstärkt wurde laut CNBC die Fusionsbegeisterung unter Musk-Anhängern durch eine Vorführung der nächsten Tesla-Roadster-Generation in der Vorwoche: Das gemeinsam mit SpaceX entwickelte Fahrzeug nutzt dessen Kaltgastriebwerke, um abzuheben, zu schweben und sich in der Luft zu überschlagen. Beide Unternehmen kooperieren zudem bereits an der Chipfabrik Terafab, für die laut dpa bislang erst das Grundstück freigemacht wird.
Superintelligenz als Begründung
Musk selbst befürwortet einen Zusammenschluss; laut TechCrunch nannte er als Beispiele mögliche Zusammenarbeit bei KI-Software, Robotik, SpaceX' orbitalem Rechenzentrumsprojekt Starmind und dem gemeinsamen Chipprojekt Terafab. Als Begründung verwies er auf die „Superintelligenz-Singularität“, in der man sich aus seiner Sicht bereits weitgehend befinde und bei der viel durch Zusammenarbeit zu gewinnen sei. Zugleich betonte Musk laut NBC News, dass er wegen seines Interessenkonflikts nach den Wertpapiervorschriften nicht Mitglied eines der Ausschüsse sei und nicht an den Gesprächen teilnehme.
Die Hürde heißt Aktionärsabstimmung
Nach Musks eigener Darstellung benötigt ein Zusammenschluss bei Tesla die Zustimmung von 50 Prozent aller Aktien, nicht nur der tatsächlich Abstimmenden, eine aus seiner Sicht hohe Hürde. Bei SpaceX kontrolliert Musk nach dessen Börsengang mehr als 50 Prozent der Stimmrechte, was laut TechCrunch eine Zustimmung der SpaceX-Aktionäre erleichtern würde. Laut Electrek bezieht sich die Tesla-Schwelle auf alle ausstehenden Aktien, nicht auf die Zahl der Aktionäre; nach einer Zustimmung der Verwaltungsräte müssten anschließend die Aktionäre beider Unternehmen separat zustimmen.
Zweifel an der Unabhängigkeit
Musk nannte keine einzelnen Mitglieder der Sonderausschüsse, sondern sprach laut TechCrunch allgemein von unabhängigen Vorstandsmitgliedern beider Unternehmen. Zu Teslas unabhängigen Vorstandsmitgliedern zählen laut der Proxy-Unterlage des Unternehmens vom 19. Oktober unter anderem Verwaltungsratsvorsitzende Robyn Denholm, Ira Ehrenpreis, der frühere Technikchef JB Straubel, Joe Gebbia, Jack Hartung, James Murdoch und Kathleen Wilson-Thompson; Musk und sein Bruder Kimbal Musk gelten nicht als unabhängig. Bei SpaceX führt das Unternehmen Ira Ehrenpreis, Randy Glein, Donald Harrison, Steve Jurvetson, Luke Nosek und Roelof Botha als unabhängige Mitglieder; der Risikokapitalgeber Ehrenpreis sitzt damit in beiden Verwaltungsräten. Electrek stellte die tatsächliche Unabhängigkeit der Ausschussmitglieder jedoch infrage und setzte das Wort in Anführungszeichen.
Kurssprung und Prognosen
Nach der Ankündigung legte die Tesla-Aktie im nachbörslichen Handel laut dpa um gut zwei Prozent zu. SpaceX ist an der Börse aktuell mehr als 1,9 Billionen Dollar wert, Tesla rund 1,48 Billionen Dollar; ein Zusammenschluss wäre laut dpa die bisher gewichtigste Fusion zweier Unternehmen. Laut dpa argumentierte der Investor Gene Munster bei CNBC, der Zusammenschluss könne wirtschaftlich Sinn ergeben, weil Tesla über Fahrzeuge und Roboter eine Möglichkeit biete, Künstliche Intelligenz mit der realen Welt interagieren zu lassen, die SpaceX bislang fehle; er erwarte deshalb die Zustimmung der Aktionäre.
Ob es überhaupt zu einem Zusammenschluss kommt, hängt damit nach Musks eigenen Worten von einer Einigung der Sonderausschüsse und der Zustimmung der Aktionäre beider Unternehmen ab; die Zustimmungsschwelle bei Tesla bezeichnete er selbst als hohe Hürde.
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