US-Jugendbefragung: Anteil mit ernsthaften Suizidgedanken gesunken
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US-Jugendbefragung: Anteil mit ernsthaften Suizidgedanken gesunken

Der neue CDC-Bericht zur Gesundheit von Highschool-Schülern zeigt für 2025 gegenüber 2023 einen Rückgang der Anteile mit anhaltender Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit, ernsthaften Suizidgedanken und Suizidversuchen. Vera Feuer wertet das als ermutigend; Dave Anderson rät mit Blick auf eine mögliche Korrektur des Pandemiestresses zur Vorsicht.

Quellen (9)
  1. CDC Data Shows Improvement in Teen Mental Health and Suicide Riskschoolsecurityleadership.org
  2. Teen Mental Health Is Improving, CDC Finds. Then Why Are Experts Still Concerned?edweek.org
  3. Youth Health in Focus: Findings From the National Youth Risk Behavior Surveycdc.gov
  4. MAHA issues move to center stage in CDC report on youth : NPRnpr.org
  5. Teen mental health moving in better directionspectrumlocalnews.com
  6. CDC’s teen behavior report focuses on nutrition, downplays sex and drug usenbcnews.com
  7. CDC's Latest Youth Behavior Report Offers a Narrower Look at Teen Healthedweek.org
  8. Attorney General Bonta Secures Preliminary Injunction Continuing to Block Trump Administration’s Plan to Terminate School Mental Health Funding | State of California - Department of Justice - Office ooag.ca.gov
  9. Teen Mental Health in 2026: The Crisis Persists — But There Are Early Signs of Progressmedicaldaily.com
28. Oktober 2026, 18:02 Uhr786 Wörter · 4 Min. Lesezeit

Für den Zweijahresvergleich fand die Behörde einen deutlichen Rückgang: Der Anteil der Schüler mit anhaltender Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit sank von 40 Prozent im Jahr 2023 auf 33 Prozent im Jahr 2025, wie das Fachportal School Security Leadership aus dem Bericht berichtete. Auch ernsthafte Suizidgedanken, Suizidpläne und Suizidversuche gingen im selben Zeitraum zurück.

Der Rückgang in Zahlen

Auch der Anteil der Schüler mit schlechter psychischer Gesundheit sank: 2025 waren es laut Education Week 23 Prozent, nach jeweils 29 Prozent in den Jahren 2021 und 2023. Einen Suizidplan erstellten 2025 zwölf Prozent der Befragten, gegenüber 16 Prozent im Jahr 2023; einen tatsächlichen Suizidversuch berichteten sechs Prozent, nach neun Prozent im Jahr 2023. Grundlage ist die Youth Risk Behavior Survey, die CDC alle zwei Jahre unter einer national repräsentativen Stichprobe von Highschool-Schülern durchführt; an der Befragung für 2025 nahmen laut Education Week mehr als 10.700 Schüler teil.

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Vorsichtiger Optimismus bei Fachleuten

Die Kinder- und Jugendpsychiaterin Vera Feuer, leitende klinische Direktorin am Child Mind Institute, nannte die Ergebnisse laut NPR „ermutigend“; dem Sender zufolge bedeuten die Prozentwerte weiterhin eine große Zahl betroffener Jugendlicher. Der Kinderarzt Scott Hadland, Leiter der Jugendmedizin am Mass General Brigham for Children in Boston, sprach von einer wirklich schönen Verbesserung bei vielen Indikatoren seit 2021 und nannte das einen Grund für Optimismus. Der Psychologe Dave Anderson vom Child Mind Institute zeigte sich gegenüber dem Sender Spectrum News vorsichtig optimistisch: Die guten Trends bei Suizidalität könnten auch eine Korrektur des Pandemiestresses sein, denn über zehn Jahre seien die Werte relativ gleichmäßig geblieben. Mädchen waren 2025 deutlich stärker betroffen als Jungen: 43 Prozent der Schülerinnen berichteten anhaltende Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit, bei den Jungen waren es 24 Prozent. Die Harvard-Dozentin Ariel Beccia merkte laut NBC News an, insgesamt würden die Dinge zwar besser, oft profitierten davon aber eher ohnehin begünstigte Gruppen. Im Bericht selbst findet sich dazu kaum ein Hinweis: Er erwähnt weder LGBTQ+-Jugendliche noch sexuelle oder geschlechtliche Identität, obwohl diese Gruppen an der Befragung teilgenommen hatten, wie auch Education Week in einem späteren Bericht feststellte. Der CDC-Verantwortliche Mike Underwood erklärte laut NPR, die angesprochenen LGBTQ+-Daten seien erhoben worden und auf der YRBS-Website öffentlich verfügbar.

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Anhaltende Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit: Fortschritt seit 2023, aber nicht seit 2015

Laut Education Week wirkt der Rückgang vor allem im Vergleich zu den Pandemiejahren groß: 2015 lag der Anteil der Schüler mit anhaltender Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit bei 30 Prozent, 2017 bei 31,5 Prozent und 2019 bei 37 Prozent, bevor er 2021 mit 42 Prozent seinen Höchststand erreichte. „Wenn man die Jahre der Pandemie herausrechnet, wäre die Verbesserung nicht in diesem Ausmaß zu erkennen“, sagte John Malloy, Vizepräsident des Zentrums für Führung und Lernen bei AASA. Über den gesamten Zehnjahreszeitraum fand die CDC zudem keine signifikante Veränderung bei den Anteilen der Schüler mit ernsthaften Suizidgedanken, Suizidplänen oder Suizidversuchen; verbessert hat sich der Anteil der Schüler mit behandlungsbedürftigen Verletzungen bei einem Suizidversuch. Wie konkrete schulische Hilfe aussehen kann, zeigt der Schulbezirk Fort Worth: Gemeinsam mit der Organisation Texas Community Hope baute er im Schuljahr 2024/2025 fünf regionale Zentren für Verhaltensgesundheit auf, aus denen laut CDC mehr als 4.000 Vermittlungen an psychologische Hilfe und direkte Therapie für mehr als 1.700 Schüler hervorgingen. Fachleute vermuten laut Education Week, dass mehr schulisches Personal für psychische Gesundheit zu den Verbesserungen beigetragen hat.

Was den Fortschritt gefährden könnte: Streit um Fördermittel

Ein Teil der schulischen Hilfsangebote hängt an Bundesfördermitteln, um die seit Monaten gestritten wird: Die Regierung von Donald Trump strich im April 2025 mehr als 200 bereits bewilligte Förderungen des Bildungsministeriums, die Schulen beim Einstellen und Ausbilden von Fachkräften für psychische Gesundheit unterstützen sollten; sie begründete dies mit einem Widerspruch zu eigenen politischen Prioritäten, darunter dem Vorgehen gegen Diversitätsprogramme. Nach der Blockade eines früheren Beendigungsversuchs legte das Bildungsministerium laut dem am Verfahren beteiligten kalifornischen Justizministerium einen neuen Plan auf Grundlage einer anderen Vorschrift vor, der die weitere Klage und die einstweilige Verfügung auslöste. Generalstaatsanwälte mehrerer Bundesstaaten klagten gegen die Kürzungen; eine Koalition von 15 Generalstaatsanwälten unter Beteiligung von Rob Bonta erwirkte laut einer Pressemitteilung des am Verfahren beteiligten kalifornischen Justizministeriums vom 26. September 2026 im September 2026 vor einem Bundesbezirksgericht eine einstweilige Verfügung, die den Beendigungsversuch des Ministeriums zu diesem Zeitpunkt weiter blockierte. Das Gericht stellte laut der Mitteilung des kalifornischen Justizministeriums fest, dass das Ministerium Fördermittel anhand neuer Prioritäten neu bewerten wollte und den betroffenen Förderempfängern weder die vorgeschriebene Mitteilung noch eine Gelegenheit zur Anhörung gewährt hatte. Vaillancourt Strobach vom Berufsverband der Schulpsychologen sieht in den CDC-Zahlen einen Beleg dafür, dass dauerhafte Investitionen wirken, äußerte aber Sorge, wie die Befragungsdaten nach dem Wegfall der Mittel in einigen Jahren ausfallen würden. Die CDC selbst wertet die Entwicklung als Beleg dafür, dass Fortschritt möglich ist, fordert aber dauerhafte, evidenzbasierte Strategien, um mehr Jugendlichen die Unterstützung zu sichern, die sie brauchen.

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