FDA lässt Rasonque bei vorbehandeltem metastasiertem Pankreaskrebs zu
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FDA lässt Rasonque bei vorbehandeltem metastasiertem Pankreaskrebs zu

Die FDA hat daraxonrasib (Rasonque) für Erwachsene mit metastasiertem Pankreasadenokarzinom zugelassen, die bereits eine systemische Therapie erhalten haben oder für eine systemische Kombinationstherapie nicht infrage kommen. Grundlage ist eine Studie, in der das mediane Gesamtüberleben bei bereits vorbehandelten Patienten gegenüber Standardchemotherapie stieg.

Quellen (7)
  1. Daraxonrasib for Pancreatic Cancer: What to Know | Dana-Farber Cancer Instituteblog.dana-farber.org
  2. FDA approves Rasonque, pancreatic cancer drug expected to extend livesstatnews.com
  3. ClinicalTrials.gov: Phase 3 Study of Daraxonrasib (RMC-6236) in Patients With Previously Treated Metastatic PDAC (RASolute 302)clinicaltrials.gov
  4. FDA Approves Daraxonrasib for Metastatic Pancreatic Adenocarcinoma - The ASCO Postascopost.com
  5. FDA approves breakthrough pancreatic cancer drug – an oncologist explains how daraxonrasib nearly doubles survivaltheconversation.com
  6. FDA approves breakthrough drug to treat advanced pancreatic cancer - ABC Newsabcnews.com
  7. How Significant Is the Approval of Daraxonrasib in Pancreatic Cancer? | CancerNetworkcancernetwork.com
28. Oktober 2026, 7:15 Uhr653 Wörter · 4 Min. Lesezeit

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat daraxonrasib für Erwachsene mit metastasiertem Pankreasadenokarzinom zugelassen, die mindestens eine vorherige systemische Therapie erhalten haben oder für eine systemische Kombinationstherapie nicht infrage kommen, wie das Dana-Farber Cancer Institute zur Zulassung am 26. August 2026 mitteilte. Das Mittel des Unternehmens Revolution Medicines soll unter dem Handelsnamen Rasonque verkauft werden und ist laut dem Nachrichtendienst STAT die erste Behandlung gegen eine genetische Ursache des aggressiven Krebses. Grundlage ist die randomisierte, offene Phase-3-Studie RASolute 302, in der laut The ASCO Post 500 Patienten im Verhältnis 1:1 daraxonrasib oder einer vom Arzt gewählten Standardchemotherapie zugeteilt wurden. Untersucht wurden Patienten mit Krankheitsprogression nach genau einer vorherigen systemischen Therapielinie.

Von den Patienten, bei denen zwischen 2015 und 2021 metastasierter Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert wurde, starben etwa 97% innerhalb von fünf Jahren, berichtet The Conversation. Das liegt auch daran, dass wirksame Früherkennungstests fehlen und frühe Stadien selten auffällige Symptome verursachen; treten Gelbsucht oder Bauchschmerzen auf, hat sich der Krebs häufig schon ausgebreitet. Nach Angaben der FDA, zitiert von ABC News, macht das Pankreasadenokarzinom etwa 3.2% aller Krebsdiagnosen aus, verursacht aber einen unverhältnismäßig hohen Anteil der Krebstodesfälle, was die Behörde auf späte Erkennung, einen aggressiven Krankheitsverlauf und historisch begrenzte Behandlungsmöglichkeiten zurückführt. Mehr als 90% der Bauchspeicheldrüsentumoren werden von Mutationen im Gen KRAS angetrieben, das Proteine kodiert, die normalerweise als Schalter das Zellwachstum steuern und bei einer Mutation laut The Conversation dauerhaft eingeschaltet bleiben. Jahrzehntelang galt KRAS unter Wissenschaftlern als medikamentös nicht angreifbar, weil seine Oberfläche laut Artikel außergewöhnlich glatt ist und die für die Bindung üblicher Medikamente nötigen molekularen Taschen fehlen.

bauchspeicheldrüsenkrebs

Wie die Tablette den Krebsschalter blockiert

Daraxonrasib wird laut Studienregister als orale Tabletten eingenommen. Statt direkt an KRAS zu binden, lagert sich der Wirkstoff laut The Conversation an ein Molekül namens Cyclophilin A an, das bei der Faltung von Proteinen hilft; der entstehende Komplex kann dann an das aktive KRAS-Protein binden und dessen Signal zur Vermehrung von Krebszellen unterbinden.

Was die Zulassungsstudie zeigte

In der Gesamtpopulation der Studie lag das mediane Gesamtüberleben unter daraxonrasib bei 13.2 Monaten gegenüber 6.7 Monaten unter Standardchemotherapie, Hazard Ratio 0.40. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 7.2 gegenüber 3.6 Monaten, die objektive Ansprechrate 30% gegenüber 11%. Die Verschreibungsinformation nennt Warnhinweise zu Toxizität von Haut und Weichteilen, Stomatitis, Durchfall, Magen-Darm-Perforation, interstitieller Lungenerkrankung und embryofetaler Toxizität; empfohlen werden 300 Milligramm einmal täglich bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder bis zu nicht akzeptabler Toxizität. Laut The Conversation litten mehr als 86% der Studienteilnehmer unter einem Hautausschlag, häufig kamen außerdem Stomatitis, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen vor. Patienten brachen die Behandlung jedoch deutlich seltener wegen schwerer Nebenwirkungen ab als unter Chemotherapie und hatten eine bessere Lebensqualität und weniger Schmerzen, so der Artikel. Die Angaben zu Therapieabbrüchen, Lebensqualität und Schmerzen sind qualitative Beschreibungen aus einem Bericht über eine offen durchgeführte Studie. Studienleiter Brian Wolpin vom Dana-Farber Cancer Institute betonte, das Mittel sei keine Heilung: Die meisten Patienten mit metastasierter Erkrankung entwickelten letztlich eine Resistenz, sodass der Krebs trotz Behandlung weiterwachsen könne.

Im Vergleich zur bisherigen Standardbehandlung

Die Vergleichsgruppe der Studie soll laut Register eine von vier etablierten Chemotherapien erhalten: Gemcitabin und nab-Paclitaxel, modifiziertes FOLFIRINOX, liposomales Irinotecan mit 5-Fluorouracil oder FOLFOX. Der Onkologe Andrew Ko von der University of California, San Francisco, bezeichnete laut STAT die neue Therapie als die größte Entwicklung in der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs seit Jahrzehnten. Hornstein nannte daraxonrasib im Gespräch mit CancerNetwork die erste wirksame systemische Therapie gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs außerhalb der Chemotherapie und verwies darauf, dass die Zulassung keine RAS-Mutation voraussetze.

Warum die Behandlung keine Heilung ist

Wolpin verwies am 26. August 2026 laut Dana-Farber Cancer Institute auf eine Vielzahl laufender Studien, die untersuchen, wie Bauchspeicheldrüsentumoren Resistenzen gegen daraxonrasib und andere RAS-gerichtete Therapien entwickeln; die Identifikation dieser Mechanismen könnte die Grundlage für neue Gegenstrategien liefern. Hornstein zufolge hat Revolution Medicines bereits eine Entwicklungspipeline aufgebaut, um Resistenzmechanismen zu untersuchen. The Conversation erwartete am 26. August 2026 mehr klinische Studien, die KRAS-Hemmer wie daraxonrasib mit anderen Medikamenten kombinieren, um Resistenzen zu verhindern und das Überleben weiter zu verlängern.

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