Trump richtet Taskforce für Frauengesundheit ein
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Trump richtet Taskforce für Frauengesundheit ein

US-Präsident Donald Trump hat am 19. Oktober 2026 eine Taskforce fürs Weiße Haus und eine neue Abteilung für Frauengesundheit bei den National Institutes of Health angeordnet, um die Forschungskoordination zu stärken und Erkenntnisse schneller in bessere Gesundheitsergebnisse für Frauen zu übertragen. Die Anordnung selbst nennt dafür laut Al Jazeera keine konkreten Finanzierungsziele oder Dollarbeträge; sie steht laut Erlass unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel.

Quellen (7)
  1. Federal Register Presidential Documents Vol. 91, No. 203 Thursday, October 22, 2026whitehouse.gov
  2. Trump signs executive order creating women's health division within NIH - CBS Newscbsnews.com
  3. Trump launches women’s health initiative at National Institutes of Healthnbcnews.com
  4. Trump signs order launching women’s health division at NIH, White House | Donald Trump News | Al Jazeeraaljazeera.com
  5. Federal Register / Vol. 89, No. 56 / Thursday, March 21, 2024 / Presidential Documents 20095 Presidential Documents Executive Order 14120 of March 18, 2024govinfo.gov
  6. First Lady Melania Trump Champions New U.S. Women’s Health Initiative – The White Housewhitehouse.gov
  7. Endocrine Society applauds Administration’s commitment to improve women’s health across the lifespan | Endocrine Societyendocrine.org
29. Oktober 2026, 12:11 Uhr556 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Trump unterzeichnete im Rosengarten des Weißen Hauses die Executive Order 14437. Begründet wird der Schritt damit, dass viele Krankheiten, die Frauen überproportional oder ausschließlich betreffen, bislang weniger Forschung, klinische Aufmerksamkeit und Behandlung erhalten hätten als andere Leiden. Innerhalb von 90 Tagen soll laut dem Erlass außerdem eine neue Abteilung für Frauengesundheit in einem geeigneten Institut oder Zentrum der National Institutes of Health, kurz NIH, entstehen.

Aufgaben der Taskforce und der neuen NIH-Abteilung

Der Taskforce gehören laut der Anordnung neben ihren Vorsitzenden, dem Gesundheitsminister und dem Assistenten des Präsidenten und Stabschef, die Minister für Krieg, Landwirtschaft, Arbeit, Bildung und Veteranenangelegenheiten an, ebenso die Leitungen von EPA, FDA, CDC, NIH, ARPA-H und CMS. Die Vorsitzenden können zudem weitere Regierungsmitglieder einladen und öffentliche Anhörungen sowie Treffen mit Fachleuten aus Frauengesundheit, Wissenschaft und Privatwirtschaft abhalten. Die neue NIH-Abteilung soll in Abstimmung mit dem bestehenden Office of Research on Women’s Health unzureichend erforschte Frauengesundheitsthemen in allen Lebensphasen untersuchen, mehr Frauen und Mädchen in klinische Studien einbeziehen und Erkenntnisse schneller in die klinische Praxis bringen. Die neue Abteilung ersetzt, wie Reuters berichtet, nicht das bestehende Office, sondern erhält ein breiteres Mandat, das über reine Forschung hinausgeht.

frauengesundheit

Einen eigenen Forschungsetat legt der Erlass nicht fest: Das Gesundheitsministerium muss die Verwaltungskosten der Taskforce tragen, die Umsetzung insgesamt steht unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel. Wie viel Geld tatsächlich fließt, war auch am Tag der Unterzeichnung offen: Laut CBS News blieb unklar, wie viel in Forschung, schnellere Therapien oder bezahlbare Behandlungen fließen soll. NIH-Direktor Jay Bhattacharya berichtete im Sender, First Lady Melania Trump habe deutlich gemacht, sich auf vernachlässigte Themen wie Endometriose und die Menopause konzentrieren zu wollen und sehr wahrscheinlich werde dafür neues Geld bereitgestellt.

Fünf Prioritäten und eine aufgehobene Vorgängerinitiative

Die Executive Order 14120 vom 18. März 2024 verpflichtete die beteiligten Behörden ausdrücklich dazu, ihren Finanzbedarf zu melden, die Leitungen von OMB und Gender Policy Council dazu, gemeinsam mit der White House Initiative on Women’s Health Research Finanzierungslücken zu identifizieren und dem Präsidenten zusätzliche Mittel vorzuschlagen und die Haushaltsbehörde OMB dazu, die Bundesförderung für Frauengesundheitsforschung jährlich zu berechnen. Melania Trump nannte bei der Unterzeichnung laut CBS News fünf Ziele, darunter Forschungsmittel gezielt auf Krankheiten auszurichten, die Frauen besonders betreffen, den Einsatz künstlicher Intelligenz für medizinische Entdeckungen und bezahlbare medizinische Durchbrüche unabhängig vom Einkommen. Ihre eigene Unterschrift auf dem Dokument hat keine rechtliche Bedeutung; Trump schrieb ihr nach eigenen Worten die Idee für die neue NIH-Abteilung zu.

usa

Kritik: Sparkurs beim NIH und umstrittene Schritte bei einer Langzeitstudie

Kritiker, über die Al Jazeera berichtet, bezweifeln die Wirksamkeit der Initiative angesichts des Personalabbaus beim Bund: Allein am NIH wurden laut dem Bericht Tausende Stellen gestrichen, der Personalbestand liegt nach Angaben von Kaiser Health News auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten.

Die Endocrine Society äußerte sich dagegen positiv: Ihre Präsidentin Nanette Santoro begrüßte die Anordnung und bot die Zusammenarbeit an. Der Verband verwies zugleich auf einen von ihm unterstützten Strategierahmen, der eine Investition von 20 Milliarden Dollar zum Schließen der Versorgungslücke bei Frauengesundheit fordert.

Frist, Geld und ein Gerichtsverfahren

Die NIH-Abteilung muss laut der Anordnung innerhalb von 90 Tagen nach der Unterzeichnung am 19. Oktober 2026 stehen, ohne dass im Erlass laut Al Jazeera eine Finanzierungssumme festgelegt ist. ARPA-H-Direktorin Alicia Jackson kündigte laut CBS News für das laufende Jahr mehrere Vorhaben an und nannte dabei Beträge von 100 und 200 Millionen Dollar für einzelne Maßnahmen.

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