Saudi-Wasserstoffprojekt laut Acwa Power vor kommerziellem Start
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Saudi-Wasserstoffprojekt laut Acwa Power vor kommerziellem Start

Das Wasserstoffprojekt Neom Green Hydrogen Company in Saudi-Arabien hat laut Acwa Power die Bauphase abgeschlossen und befand sich im August in der Inbetriebnahme. Der kommerzielle Betrieb soll 2027 starten, die Anlage soll künftig bis zu 600 Tonnen Wasserstoff täglich produzieren, der zu grünem Ammoniak für den Export verarbeitet wird.

Quellen (7)
  1. Acwa Says Neom Green Hydrogen on Track for 2027 Start-Up | Energy Intelligenceenergyintel.com
  2. MEED | Construction completed on $8.5bn Neom hydrogen projectmeed.com
  3. ProjectxxDocTypexxIssuenghc.com
  4. Air Products Response to United Nations Human Rights Office (June 2023) About NEOM Green Hydrogen NEOM Green Hydrogen Company (NGHC), an equal joint venture by spcommreports.ohchr.org
  5. World’s Largest Green Hydrogen Plant Achieves 90% Overall Construction Completion Across All Sites - NGHCnghc.com
  6. Yara, Air Products finalise Saudi green ammonia deal | Latest Market Newsargusmedia.com
  7. Executive summary - Global Hydrogen Review 2026 - IEAiea.org
8. November 2026, 18:09 Uhr475 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Das 8,5 Milliarden US-Dollar schwere Wasserstoffprojekt der Neom Green Hydrogen Company (NGHC) im Nordwesten Saudi-Arabiens hat laut Acwa-Power-Chef Samir Serhan bei einer Ergebniskonferenz am 6. August die Bauphase abgeschlossen. Laut Acwa-Finanzchef Abdulhameed Al-Muhaidib liefen die Inbetriebnahmearbeiten bereits im August.

Von der Ankündigung 2020 zum Finanzierungsabschluss 2023

Das Vorhaben wurde 2020 angekündigt und war laut Air Products bereits seit vier Jahren in Entwicklung. Den Finanzierungsabschluss erreichte das Projekt im Mai 2023 mit 23 Banken und Investmentgesellschaften bei einem Gesamtinvestitionswert von 8,4 Milliarden US-Dollar, wie Air Products mitteilte.

saudi-arabien

Etwa vier Gigawatt Erzeugungskapazität für die Elektrolyse

Im März hatte NGHC mitgeteilt, die Bauarbeiten seien über alle Standorte hinweg zu 90 Prozent abgeschlossen, die Anlagen zur erneuerbaren Stromerzeugung mit Windpark, Solarpark und Übertragungsnetz zu rund 95 Prozent. Die Anlage stützt sich auf rund vier Gigawatt Solar- und Windstromerzeugung für die Elektrolyse; den Zuschlag für dieses Paket erhielt das indische Unternehmen Larsen & Toubro, dessen Auftrag auch einen Batteriespeicher mit 400 Megawatt und ein 190 Kilometer langes Übertragungsnetz umfasst. Nach Betriebsaufnahme soll die Anlage bis zu 1,2 Millionen Tonnen grünes Ammoniak pro Jahr für den Export produzieren; Air Products ist im Rahmen eines 30 Jahre laufenden Vertrags alleiniger Abnehmer. Im Juli vereinbarte Air Products zusätzlich mit dem norwegischen Düngemittelhersteller Yara, dass Yara einen Teil des Neom-Ammoniaks direkt vermarktet statt es zu Wasserstoff zu spalten, gegen eine Provision. Air-Products-Chef Eduardo Menezes erklärte, das Unternehmen erwarte einen langen Inbetriebnahmeprozess bis zur vollen Produktion und rechne im Zusammenhang mit dem Neom-Projekt für 2027 weder mit Gewinn noch mit Verlust.

Fortschritt konzentriert sich auf wenige Projekte

Die Internationale Energieagentur beziffert im Global Hydrogen Review 2026 die weltweite Produktion emissionsarmen Wasserstoffs 2025 auf knapp 1 Million Tonnen, ein Plus von 20 Prozent. Sie betont, dass sich der Fortschritt auf wenige Projekte konzentriert. Für 2026 erwartet die Agentur ein weiteres Rekordjahr und erstmals einen Anteil von mehr als 1 Prozent an der weltweiten Wasserstoffproduktion. Gleichzeitig schrumpfte die für 2030 angekündigte Projektpipeline auf 27 Millionen Tonnen, vor allem wegen Verschiebungen und Absagen; Projekte, die verbindlich beschlossen sind oder gute Aussichten auf einen Start bis 2030 haben, fielen gegenüber dem Vorjahresbericht von 10 auf knapp über 6 Millionen Tonnen. Neom erreichte den Finanzierungsabschluss bereits 2023; laut Air Products wird die Anlage jedoch erst nach einem langen Inbetriebnahmeprozess die volle Produktion erreichen.

Angekündigte Projekte mit 22 Millionen Tonnen potenzieller Produktion: Start bis 2030 ohne Investitionsentscheidungen bis Anfang 2027 auf der Kippe

Nach Einschätzung der IEA könnten angekündigte Projekte mit einer potenziellen Produktion von 22 Millionen Tonnen jede Chance auf einen Betriebsbeginn bis 2030 verlieren, wenn die Investitionsentscheidungen nicht bis Anfang 2027 fallen. Mehrere große Projekte würden zwar vor 2030 ans Netz gehen, doch brauche der Aufbau einer Größenordnung mit echtem Beitrag zur Energieversorgung und gemeinsamer Infrastruktur Zeit, so die Agentur. Die Erwartung eines langen Inbetriebnahmeprozesses bis zur vollen Produktion äußerte Air Products am 30. Juli 2026.

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