Rund 100 Festnahmen nach Ausschreitungen in Barcelona
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Rund 100 Festnahmen nach Ausschreitungen in Barcelona

In Barcelona hat die Polizei nach Ausschreitungen bei einer Jugenddemonstration laut WELT rund 100 Demonstranten festgenommen, etwa ein Viertel davon minderjährig. Die über soziale Medien einberufene Mobilisierung bezog sich laut elDiario.es auf eine Bewegung in Frankreich. Kataloniens Ministerpräsident Salvador Illa verurteilte laut WELT die Gewalt, Bürgermeister Jaume Collboni kündigte laut elDiario.es eine Beteiligung der Stadt an Gerichtsverfahren an.

Quellen (10)
  1. Randale: „Grundlose Gewalt und Vandalismus“ – Rund 100 Festnahmen bei Protesten in Barcelona - WELTwelt.de
  2. Altercados, saqueos y cargas en el centro de Barcelona en una protesta juvenil "contra el sistema"eldiario.es
  3. Perfiles de TikTok reclutan a jóvenes para replicar en Madrid y Barcelona los disturbios de Francianewtral.es
  4. Disturbios en el centro de Barcelona con jóvenes encapuchadoselindependiente.com
  5. La violencia de las protestas de Francia salta a Barcelona: barricadas en llamas y destrozos - Libertad Digitallibertaddigital.com
  6. Collboni y Parlon condenan los disturbios en Barcelona: "No permitiremos que lo que ha pasado quede impune"elnacional.cat
  7. Los disturbios en Barcelona: 30 detenidos por saqueos y barricadas incendiadas en plaza Catalunyamoncloa.com
  8. Plünderungen und Gewalt: 100 Festnahmen nach Jugendrandale in Barcelona - n-tv.den-tv.de
  9. Illa condena la violencia de los disturbios en la protesta de jóvenes en Barcelona - Infobaeinfobae.com
  10. Varios detenidos en los disturbios provocados por una protesta de jóvenes en Barcelona - Infobaeinfobae.com
25. Oktober 2026, 4:17 Uhr584 Wörter · 3 Min. Lesezeit

In Barcelona kamen Hunderte Jugendliche und junge Erwachsene zu einer Demonstration zusammen, bei der laut WELT etliche randalierten. Mehr als 220 Beamte waren laut WELT im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Aufruf über soziale Medien mit Bezug zu Frankreich

Die Jugendlichen waren laut Berichten einem Aufruf über soziale Medien zu dieser unangekündigten Demonstration gefolgt. Das Motto der Kundgebung lautete laut elDiario.es „Instituts Indignats“, eine Übersetzung des Namens der Bewegung „Lyceés Indignés“, die hinter den studentischen Mobilisierungen der vorangegangenen Wochen in Frankreich steht. Nach einer Analyse von Newtral begann die Anwerbung über TikTok-Profile unter dem Namen „Blocus“ bereits zwischen dem 18. und dem 19. Oktober, ein Profil veröffentlichte in 48 Stunden 59 Beiträge. Die wichtigsten identifizierten WhatsApp-Kanäle für Barcelona und Madrid hatten laut Newtral jeweils rund 700 Teilnehmende, zugänglich über Einladungen aus TikTok. Die staatlichen Sicherheitskräfte untersuchten laut Newtral die Aufrufe und eine mögliche Verbindung zu ausländischen Gruppen.

Plünderungen und brennende Müllcontainer

Nach Berichten von El País und dem Sender Betevé, die WELT wiedergibt, beschädigten die jungen Leute Straßenmobiliar, Fahrräder und Motorräder, plünderten Geschäfte und zündeten Müllcontainer an. Laut El Independiente brannten zudem Teile der Terrasse der Bar Zúrich und mehrere Papierkörbe auf der Plaça de Catalunya, während das Kaufhaus El Corte Inglés seine Türen schloss, obwohl sich noch Kunden im Inneren befanden. Bei Apple wurden ausgestellte Produkte in Sicherheit gebracht und Zara schützte seine Schaufenster, wie Libertad Digital berichtete. Nach einer Bilanz von Libertad Digital bis zur Nacht wurden rund 14 Geschäfte beschädigt.

Reaktionen aus der Politik

Kataloniens Ministerpräsident Salvador Illa verurteilte laut El País, zitiert von WELT, die Gewalttaten: Gewalt habe in Katalonien keinen Platz, Protestieren sei ein demokratisches Recht, Angriffe, Einschüchterungen und Sachbeschädigung hingegen nicht. Barcelonas Bürgermeister Jaume Collboni sprach von „grundloser Gewalt und Vandalismus“ und kündigte auf einer Pressekonferenz am späten Abend an, das Geschehene werde nicht ungestraft bleiben, sowohl für erwachsene Teilnehmer als auch für die Verantwortlichen der Minderjährigen. Núria Parlon bezifferte laut El Nacional die Zahl der an den Ausschreitungen Beteiligten auf etwa 500 Personen, die sich versammelt hätten, ohne Teil einer organisierten Demonstration zu sein. Sie bezeichnete die Vorfälle laut elDiario.es als einen Spiegeleffekt der Schüler- und Studierendenproteste in Frankreich und forderte Nulltoleranz gegenüber gewalttätigem Verhalten. Der Vorsitzende der Partido Popular, Alberto Núñez Feijóo, schrieb laut El Independiente auf der Plattform X, in einer Demokratie würden Differenzen mit Argumenten und niemals mit Gewalt oder dem Errichten von Mauern ausgetragen. Die Partei Vox machte laut El Independiente Regierungschef Pedro Sánchez für die Ausschreitungen verantwortlich und erklärte, er habe das in Frankreich und Italien herrschende Chaos nach Spanien gebracht.

Collboni versicherte laut El Nacional, die Behörden würden sowohl gegen erwachsene Beteiligte als auch gegen die gesetzlichen Verantwortlichen der festgenommenen Minderjährigen vorgehen. Nach spanischem Recht können Eltern laut elDiario.es nicht strafrechtlich für Taten ihrer Kinder belangt werden, ihnen drohen aber unter Umständen gerichtlich angeordnete Entschädigungszahlungen für von Minderjährigen verursachte Schäden. Laut Moncloa sollten die Festgenommenen in den folgenden Stunden der Justiz vorgeführt werden.

Teil einer europäischen Protestwelle

Auch in französischen und italienischen Städten kam es am selben Samstag erneut zu Protesten mit gewaltsamen Zwischenfällen, die Forderungen der Teilnehmenden reichten unter anderem von Kritik an hohen Lebenshaltungskosten bis zu anderen Anliegen. Frankreichs Innenminister Laurent Núñez bezifferte laut El Independiente die Festnahmen bei den Protesten in Frankreich auf landesweit rund 1.000 und kündigte einen deutlichen Anstieg der Zahl an. Die Ausschreitungen in Barcelona reihen sich laut Moncloa in eine Welle studentischer Mobilisierungen ein, die ursprünglich zur Verteidigung des öffentlichen Bildungswesens in Frankreich begann und in mehreren Städten in Unruhen mündete.

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