
Kyjiw: Wasser laut Betreiber wiederhergestellt
Quellen (6)
- ÐодопоÑÑаÑÐ°Ð½Ð½Ñ ÐиÑва повнÑÑÑÑ Ð²Ñдновлено!vodokanal.kyiv.ua
- Увага! Тимчасове припинення водопостачання у Києві! | Оболонська районна в місті Києві державна адміністраціяobolon.kyivcity.gov.ua
- Атаки РФ на энергетику Украины: в Киеве, регионах отключенияamp.dw.com
- Russian authorities committed crimes against humanity through attacks on Ukraine’s energy infrastructure and trafficked foreign nationals to fight with their armed forces in Ukraine, says UN Commissioukraine.un.org
- ВС РФ нанесли удары по Харьковской ТЭС, электроподстанциям "Змиевская" и "Лосево"interfax.ru
- Аудит захисту енергоінфраструктури - гроші не використали, роботи не закінчили - ZN.uazn.ua
Der Betreiber Kyjiwwodokanal erklärt, die Unterbrechungen seien durch den Stromausfall an Wasserversorgungsanlagen infolge feindlicher Angriffe auf die Energieinfrastruktur verursacht worden. Nach eigenen Angaben arbeiten alle Wasser- und Abwasserpumpstationen der Hauptstadt im Normalbetrieb, der Leitungsdruck entspreche wieder den vorgeschriebenen Werten.
Ein Ausfall bestand laut der Bezirksverwaltung Obolon am 3. November 2026, weil feindliche Angriffe und Schäden an der Energieinfrastruktur die wichtigsten Wasserversorgungsanlagen der Stadt stromlos gemacht hatten. Fachleute von Kyjiwwodokanal arbeiteten laut der Bezirksverwaltung gemeinsam mit Energiefachleuten an der Behebung; nach Rückkehr des Stroms werde zudem noch Zeit benötigt, um die Anlagen zu starten, die Leitungsnetze zu füllen und den Druck zu stabilisieren.
Notabschaltungen in mehreren Regionen
Am Morgen des 3. November 2026 meldete das Energieunternehmen DTEK laut einem Bericht der Deutschen Welle, dass auf Anordnung von Ukrenergo Notstromabschaltungen in Kyjiw sowie in den Gebieten Kyjiw und Dnipropetrowsk eingeführt worden seien. Der stellvertretende Energieminister Artem Nekrassow erklärte demnach, wegen beschädigter Ausrüstung und gesunkener Spannung im Hochspannungsnetz seien auch in den Gebieten Poltawa, Sumy, Tschernihiw, Tscherkassy und Charkiw Notabschaltungen nötig gewesen. Nekrassow nannte Energieanlagen in zehn Gebieten als angegriffen, darunter Winnyzja, Dnipropetrowsk und Charkiw; am schwierigsten sei die Lage in Winnyzja, Schytomyr und Charkiw gewesen. DTEK meldete zudem einen Angriff auf eine eigene Anlage im Süden des Gebiets Odessa mit erheblichen Zerstörungen, deren Wiederherstellung laut Unternehmen Zeit benötige.
UN-Kommission beschreibt Folgen der Angriffe für Zivilpersonen
Millionen Menschen seien bei Temperaturen bis minus 21 Grad Celsius von langen Ausfällen der Heizungs-, Strom-, Wasser- und Gasversorgung betroffen gewesen, ältere Menschen und Familien mit Kindern litten laut Kommission besonders. Kommissionsvorsitzender Erik Møse erklärte, die Angriffe hätten sich mit der nahenden kalten Jahreszeit erneut intensiviert, was ernste Sorgen um Leben und Gesundheit von Zivilpersonen auslöse. Das russische Verteidigungsministerium meldete laut Interfax für den 3. November eigene Angriffe auf Energieanlagen im Gebiet Charkiw, darunter das Wärmekraftwerk Charkiw und zwei Umspannwerke; zu den Vorwürfen der UN-Kommission liegt in den ausgewerteten Quellen keine russische Stellungnahme vor.
Prüfbericht: Schutzbauten blieben unvollendet
Ein von ZN.ua im Oktober 2025 beschriebener Prüfbericht des ukrainischen Rechnungshofs zum Schutzprojekt für Energieinfrastruktur 2023 bis 2024 kam zu dem Ergebnis, dass Schutzunterstände gegen Drohnen Ende 2024 zu weniger als 75 Prozent und Befestigungen gegen Raketen zu weniger als 25 Prozent des Geplanten fertiggestellt waren. Von ursprünglich vorgesehenen 35,9 Milliarden Hrywnja gingen demnach 29,97 Milliarden ein, verwendet wurden nur 18,71 Milliarden; etwa ein Drittel blieb ungenutzt. Die Prüfer bemängelten fehlende fachliche Expertise der koordinierenden Wiederaufbauagentur sowie ein Vergabeverfahren ohne offene Ausschreibungen; Stellungnahmen der Agentur, der regionalen Auftraggeber oder der Auftragnehmer liegen in den ausgewerteten Quellen nicht vor. Ob die von Kyjiwwodokanal gemeldete vollständige Wiederherstellung den von der Bezirksverwaltung Obolon gemeldeten Ausfall vom 3. November beendete oder sich auf einen anderen Zwischenfall bezieht, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht ablesen.
Kommentare