
Penobscot Nation erhält 11.297 Acres zurück
Quellen (8)
- Penobscot Nation and Trust for Public Land Complete First Phase of Wáhsehtəkʷ Land Return - Trust for Public Landtpl.org
- Summary of the 1980 Maine Indian Land Claims Actmitsc.org
- Effort Will Result in Historic Tribal Land Return While Creating Vital Public Access to Popular National Monument - Trust for Public Landtpl.org
- Wáhsehtəkʷ | Dawnland Returndawnlandreturn.org
- & Land Trusts Yale Center for Business and the Environmentycej.yale.edu
- Penobscot Nation regains 11,297 acres in first phase of major land return - Tribal Business Newstribalbusinessnews.com
- 11,000 acres of ancestral homeland returned to the Penobscot Nation | Maine Publicmainepublic.org
- Penobscot Nation secures 11,000 acres near Katahdinsunjournal.com
Die Rückgabe betrifft angestammtes Land am East Branch des Penobscot River, wie die Nation und Trust for Public Land am 17. September 2026 mitteilten. Die zurückgegebene Fläche liegt nahe dem Fuß des Katahdin, eines Berges, der für Gemeinschaft und Kultur der Penobscot als heilig gilt. Laut der Mitteilung erhält die Nation damit erstmals seit über 200 Jahren wieder die Möglichkeit, dieses Land und seine Gewässer selbst zu betreuen und wiederherzustellen.
Chief Kirk Francis von der Penobscot Nation erklärte, die Rückgabe gebe der Nation die Möglichkeit, das Land für die eigene Bevölkerung und künftige Generationen zu betreuen. Dass die Fläche überhaupt zurückgegeben werden kann, hat eine lange Vorgeschichte.

Landansprüche und der Vergleich von 1980
Der Kongress regelte den Handel mit indigenen Stämmen 1790 im Non-Intercourse Act und verbot Übertragungen von Stammesland ohne seine Zustimmung, wie die Maine Indian Tribal-State Commission in ihrer Zusammenfassung des Landrechtsvergleichs von 1980 darlegt. Die Stämme machten in den frühen 1970er-Jahren geltend, Massachusetts und später Maine hätten ihr Land genau unter Verstoß gegen dieses Gesetz erworben. Der Landrechtsvergleich von 1980, den Präsident Carter am 11. Oktober 1980 unterzeichnete, ließ die Landansprüche der Stämme durch den Maine Indian Claims Settlement Act schließlich erlöschen und sah eine Entschädigung vor. Im September 2026 hielten die vier bundesrechtlich anerkannten Wabanaki-Nationen zusammen ein Prozent ihres angestammten Landes in Maine, wie Penobscot Nation und Trust for Public Land mitteilten.
Die Finanzierung lief weiter
Penobscot Nation und Trust for Public Land begannen im Herbst 2023 ihre Zusammenarbeit, um 32,5 Millionen Dollar für die Landrückgabe und einen neuen Zugang zum Katahdin Woods and Waters National Monument einzuwerben. Für die restlichen rund 20.000 Acres warb Trust for Public Land am 17. September 2026 um Spenden.

Übertragung ohne Schutzdienstbarkeit angekündigt
Die Partner kündigten 2023 an, ausdrücklich auf eine Schutzdienstbarkeit zu verzichten, um die indigene Selbstbestimmung über das Land zu stärken. Die Organisation Dawnland Return beschreibt das Land als ohne Einschränkungen zurückgegeben, was nach ihrer Einschätzung eine umfassendere Ausübung der Stammessouveränität im Naturschutz ermögliche. Das Yale Center for Business and the Environment hält in seinem im Juni 2025 veröffentlichten Toolkit fest, dass es zur Wiederherstellung voller Landsouveränität unangemessen sein kann, wenn Land Trusts rechtliche Interessen an dem Land behalten. Zugleich hielt die Penobscot Nation die neue Fläche am 17. September 2026 als „fee land“ und nicht im bundesstaatlichen Treuhandstatus, hoffte aber laut ihrem Naturressourcendirektor Chuck Loring Jr., sie später dort einzutragen. Das wäre nicht unbegrenzt möglich: Laut Sun Journal begrenzt der Vergleich von 1980 das Treuhandland der Penobscot Nation auf 150.000 Acres, wovon sie im September 2026 bereits 95.000 Acres hielt.
Im Vergleich: weitere Landrückgaben in Maine
Das Rückgabevorhaben Wáhsehtəkʷ ist eines von elf Projekten der Tributary Land Returns, in denen die vier bundesrechtlich anerkannten Wabanaki-Stämme mit sieben Naturschutzorganisationen insgesamt mehr als 50.000 Acres zurückgeben wollen, wie Tribal Business News berichtete. Nach Angaben von Betsy Cook, der Maine-Direktorin von Trust for Public Land, waren bei Erscheinen des Berichts bereits sieben der elf Projekte abgeschlossen. Der geschäftsführende Direktor der Wabanaki Commission on Land and Stewardship, Darren Ranco, bewertete das Vorhaben als Beginn der Wiedergutmachung für Generationen der Enteignung und als neue Möglichkeit für Jagd, Fischfang und Zeremonien am East Branch. Einen ähnlichen Schritt ging im Vorjahr der Appalachian Mountain Club, der mit der Penobscot Nation 1.700 Acres nahe Williamsburg zurückgab, wie die Sun Journal berichtete. Im Juni verdoppelte eine weitere Transaktion den Landbesitz der Mi'kmaq Nation.
Stand der weiteren Rückgabephasen und des geplanten Zugangs am 17. September 2026
Naturressourcendirektor Chuck Loring Jr. sagte laut Tribal Business News, der Abschluss der ersten Phase habe nach jahrelanger Arbeit neuen Schwung gebracht und die Nation sei für eine zweite Phase im kommenden Jahr gut aufgestellt. Ein zusätzlich erhoffter neuer südlicher Zugang zum Katahdin Woods and Waters National Monument bräuchte eine Zustimmung des US-Kongresses, damit der National Park Service die nötigen Wegerechte erwerben kann, wie die Sun Journal berichtete. Bis Mitte September 2026 hatten weder die Nation noch Trust for Public Land einen konkreten Termin für den Abschluss der weiteren Phasen genannt.
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