Obama attackiert Trump zehn Tage vor den Zwischenwahlen
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Obama attackiert Trump zehn Tage vor den Zwischenwahlen

Barack Obama ist zehn Tage vor den Zwischenwahlen für die Demokraten auf Wahlkampftour gegangen und hat Donald Trump scharf kritisiert. In Cleveland sprach er von einer Regierung aus Chaos, Korruption und Inkompetenz; in Michigan nannte er die Abstimmung eine „Notbremse“. Trump reagierte laut ntv am Morgen mit Vorwürfen gegen seinen Vorgänger.

Quellen (8)
  1. Demokrat spottet über Weißes Haus: Obama bringt Trump mit Saddam-Hussein-Vergleich auf die Palme - n-tv.den-tv.de
  2. Obama describes Trump as an agent of ‘chaos and cruelty’ in midterm elections pitchnbcnews.com
  3. Obama assails cruelty, indecency from Trump and allies in midtermscnbc.com
  4. Midterm election: Obama slams Trump for years of ‘chaos and cruelty’ | CNN Politicsedition.cnn.com
  5. In Cleveland, Obama says road to block Trump's agenda runs through Ohio | Ideastream Public Mediaideastream.org
  6. Donald J. Trump: "Obama was a grossly incompetent President! He paid off Iran with $Billions, ... - Trump’s Truthtrumpstruth.org
  7. 'Campaigning for jihadist:' Trump slams Obama over El-Sayed endorsement | Israel National Newsisraelnationalnews.com
  8. Dr. Abdul El-Sayed auf X: „He says the name just fine when he’s begging the Qataris for a personal jet or the Saudis for funding for his son-in-law’s private equity firm. Wonder what’s changed?“ / Xx.com
25. Oktober 2026, 6:45 Uhr604 Wörter · 4 Min. Lesezeit

Bei den Kongress-Zwischenwahlen werden alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses und 35 der 100 Senatoren neu gewählt und die Demokraten hoffen, den Republikanern die Mehrheit in beiden Kammern zu entreißen.

In Cleveland warb er zugleich für die Gouverneurskandidatin Amy Acton und den früheren Senator Sherrod Brown, wie NBC News berichtet. Trumps Regierungszeit beschrieb er als zwei Jahre voller Chaos, Grausamkeit, Korruption und Inkompetenz, wie CNN berichtet.

Spott über Gold und Umbauarbeiten im Weißen Haus

Obama spottete, Trump habe das Weiße Haus so aussehen lassen, als hätte Saddam Hussein eine Cheesecake Factory eröffnet; er fragte, was es mit dem vielen Gold auf sich habe. Er nannte den gepflasterten Rosengarten, den neuen Hubschrauberlandeplatz auf dem South Lawn und den Bau eines Ballsaals. Trump solle bei HGTV auftreten, so sehr konzentriere er sich auf Hausrenovierungen, sagte Obama; beim Cheesecake-Factory-Vergleich und weiteren Pointen brach das Publikum im nahezu ausgelasteten Auditorium mit mehr als 10.000 Plätzen in Gelächter aus.

Vorwürfe zu Kosten, Zöllen und dem Krieg mit Iran

Obama machte die Regierung für steigende Kosten verantwortlich und sagte, der Präsident habe bewusst einen unnötigen Krieg begonnen, den niemand verlangt und für den niemand gestimmt habe. Er verurteilte Trumps Zölle auf Kanada und nannte das Land ironisch ein „wohlbekanntes Reich des Bösen“, das Martin Short und Ahornsirup hervorgebracht habe. Trump sei gewarnt worden, die Zölle würden die Preise treiben, genau das sei eingetreten, sagte Obama, der auch Verteidigungsminister Pete Hegseth als nicht seriös bezeichnete. Der Iran habe durch die Politik der Regierung mehr wirtschaftlichen Einfluss gewonnen und kontrolliere die Straße von Hormus, sagte Obama; die gestiegenen Ölpreise seien Folge des Kriegs, die Zwischenwahlen könnten dafür ein Gegenmittel sein.

Streit um einen Wahlwerbespot gegen Amy Acton

Scharf äußerte sich Obama auch zu einem Werbespot des republikanischen Gouverneurskandidaten Vivek Ramaswamy, in dem Actons entfremdete Mutter ihre Tochter eine Lügnerin nennt. Der Spot löste laut NBC News parteiübergreifende Kritik aus, weil er auf die schmerzhafte Familiengeschichte mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs zurückgreift; Ohios Gouverneur Mike DeWine forderte seine Rücknahme, während Trump und Vance ihn verteidigten. Acton selbst warf Ramaswamy vor, ihre Kindheit absichtlich für seinen schwächelnden Wahlkampf auszunutzen. Ramaswamy verteidigte den Spot als legitimes Wahlkampfmittel, Trump nannte die Aussage der Mutter eine „bessere Referenz“, die man kaum bekommen könne.

Trumps Beitrag auf Truth Social

Trump veröffentlichte nach Mitternacht eine Tirade auf Truth Social und bezeichnete Obama als „grob inkompetenten Präsidenten“, der Iran mit Milliarden Dollar bezahlt und ihm den Weg zu einer Atomwaffe geebnet habe. Er erinnerte zudem daran, dass Obama sich für Hillary Clinton und später für Kamala eingesetzt habe, die beide verloren hätten. Den von Obama unterstützten El-Sayed bezeichnete Trump unbelegt als „Dschihadisten der Muslimbruderschaft“ und als „falschen Arzt“ mit angeblich schlechtester Klinik Amerikas, wie Israel National News berichtet. Trump rief laut Israel National News zur Wahl des republikanischen Senatskandidaten Mike Rogers auf. Bereits am 18. Oktober hatte El-Sayed auf X auf frühere Attacken Trumps gegen seinen Namen geantwortet, dieser spreche ihn richtig aus, wenn er die Katarer um einen Privatjet oder die Saudis um Finanzierung für die Private-Equity-Firma seines Schwiegersohns bitte; El-Sayed fragte, was sich geändert habe.

Enger gewordene Umfragen in Ohio

Obamas Besuch in Ohio fiel in eine Phase deutlich enger gewordener Umfragen, in denen Brown und Acton leicht vor ihren Gegnern lagen. Diese Wahl sei die letzte und beste Chance, zumindest einen Teil der Torheiten dieser Regierung einzudämmen, sagte Obama in Cleveland. Man habe die Trump-Regierung noch zwei weitere Jahre, das mache die eigene Partei aber nicht machtlos, betonte er und warb für einen Kongress, der Widerstand leistet.

Laut einer Reuters/Ipsos-Umfrage vom August glauben 69 Prozent der Amerikaner, dass Trumps politische Entscheidungen von seinen privaten Geschäftsinteressen beeinflusst werden.

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