
Microsoft bietet rund 60.000 Beschäftigten Abfindung an
Quellen (14)
- Introducing a Voluntary Exit Offer - The Official Microsoft Blogblogs.microsoft.com
- Microsoft offers voluntary buyouts as AI leads to efficiency pushcnbc.com
- Microsoft makes new 'voluntary exit' offer to about a quarter of its workforce, including some execs – GeekWiregeekwire.com
- Microsoft streicht Tausende Jobs - news.ORF.atorf.at
- Continuing Our Reset - XBOX Wirenews.xbox.com
- Microsoft bietet 60.000 Mitarbeitern Goldenen Handschlag | heise onlineheise.de
- Microsoft bietet 60'000 Mitarbeitern Abgangsentschädigung an - News - SRFsrf.ch
- Software: Microsoft bietet rund 60.000 Mitarbeitern Abfindungen anhandelsblatt.com
- Microsoft offers buyouts to around 60,000 employees | TechCrunchtechcrunch.com
- Microsoft offers buyouts to 60,000 workers as it pours money into AI - CBS Newscbsnews.com
- Microsoft: Windows-Konzern bietet 60.000 Angestellten Abfindung anwiwo.de
- Microsoft: 4800 Jobs werden gestrichenwiwo.de
- Microsoft (MSFT) Q1 earnings report 2027cnbc.com
- Microsoft cuts hundreds more jobs, shifts next 'Halo' game to Activision in Xbox overhaul – GeekWiregeekwire.com
Das Angebot solle Beschäftigten, die einen Wechsel außerhalb des Unternehmens erwägen, einen unterstützten Übergang ermöglichen, erklärte Personalchefin Amy Coleman in einer Mitteilung an die Belegschaft. Berechtigt sind laut Microsoft Beschäftigte bis zur internen Stufe 70 in ausgewählten Teams in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien. Nach Angaben einer mit der Sache vertrauten Person gegenüber CNBC sind rund 60.000 Menschen berechtigt, etwa 27 Prozent der für Ende Juni genannten weltweiten Belegschaft von 223.000 Personen. Wer teilnehmen will, muss sich laut CNBC bis Anfang Dezember entscheiden; Teilnehmende scheiden am 31. Dezember aus.
Vom Ruhestandsprogramm zum neuen Angebot
Laut Microsoft baut das neue Angebot auf den Erfahrungen des freiwilligen Ruhestandsprogramms von früher im selben Jahr auf. Jenes erste Programm in der Unternehmensgeschichte stand laut GeekWire US-Beschäftigten bis zur Senior-Director-Stufe 67 offen, deren Alter und Betriebszugehörigkeit zusammen eine Mindestschwelle erreichten. Rund 30 Prozent der etwa 8.750 Berechtigten nahmen das Angebot an; das habe laut Coleman den Umfang der im Juli angekündigten Entlassungen verringert. Im Juli kündigte Microsoft die Streichung von 4.800 Stellen an, rund zwei Prozent der weltweiten Belegschaft, wie der ORF berichtete. Bei der Videospielsparte Xbox sollten rund 3.200 Arbeitsplätze wegfallen; Xbox-Chefin Asha Sharma bezeichnete dies als den bedeutendsten Umbau der Xbox-Geschichte. Nach Angaben von Matt Booty war diese Umstrukturierung bis zum 22. September ungefähr zu drei Vierteln abgeschlossen.
Wer das neue Angebot nutzen kann
Laut GeekWire setzt das Austrittsangebot kein Mindestalter und keine Mindestbetriebszugehörigkeit voraus; die Leistung der Beschäftigten spiele keine Rolle. Es reicht bis zur internen Stufe 70 und schließt auch einige Beschäftigte mit Vice-President-Titel ein, nicht aber Corporate Vice Presidents. Microsoft überlässt den Geschäftsbereichsleitungen die Entscheidung über die Teilnahme; die Vertriebsorganisation, einige Entwicklungsgruppen und Unternehmensfunktionen machen nicht mit. Nach Medienberichten, die heise online anführt, sind zudem KI-Rechenzentren, IT-Sicherheit, Quantencomputing und die Sparte Commercial Business ausgeschlossen. Personalchefin Amy Coleman schrieb den Beschäftigten, die Teilnahme richte sich nach den Prioritäten, Kundenverpflichtungen und dem Personalbedarf des jeweiligen Geschäftsbereichs.
Abfindung ohne die verlängerte Krankenversicherung des Frühjahrsprogramms
Nach Unternehmensangaben an GeekWire entspricht das Paket Microsofts Standardabfindung: Grundvergütung nach Betriebszugehörigkeit und Einstufung, fortgesetztes Unverfallbarwerden von Aktienansprüchen, Krankenversicherung für einen festgelegten Zeitraum und Unterstützung beim beruflichen Übergang. Die verlängerte Krankenversicherung, die beim Ruhestandsprogramm ein wichtiger Anreiz war, ist diesmal nicht enthalten. Wie hoch die Abfindungen konkret ausfallen, teilte Microsoft nach Angaben von SRF nicht mit.
Der teure Ausbau der KI-Infrastruktur
Laut CNBC soll das Programm helfen, den kostspieligen Ausbau der KI-Infrastruktur mit Kapitaleffizienz in Einklang zu bringen. Microsoft liefert Cloud-Dienste unter anderem an Anthropic und OpenAI. Für das Septemberquartal hatte Microsoft im Juli Investitionsausgaben von über $50 billion erwartet; im Vorjahresquartal lagen Investitionsausgaben und Finanzierungsleasing zusammen bei $34.9 billion. Im zweiten Quartal verbuchte Microsoft einen positiven freien Cashflow von $19.64 billion, 23% weniger als ein Jahr zuvor; die Cloud-Konkurrenten Alphabet und Amazon meldeten im selben Zeitraum jeweils einen negativen freien Cashflow. Das Unternehmen betont nach GeekWire-Angaben, das Angebot sei kein Zeichen geringeren Personalbedarfs, sondern eine von mehreren Anpassungen an veränderte Geschäftsanforderungen. Entlassungen ersetze das Angebot nicht; sie blieben laut Unternehmen je nach Geschäftslage weiterhin Teil des Vorgehens.
Quartalszahlen an diesem Mittwoch
Microsoft sollte seine nächsten Quartalsergebnisse laut CNBC an diesem Mittwoch veröffentlichen. Laut GeekWire könnten diese Zahlen auch Kostenschätzungen für das neue Austrittsangebot enthalten; für das frühere Ruhestandsprogramm hatte Microsoft im April eine Belastung von $900 million ausgewiesen. heise online hielt es für möglich, dass Beschäftigte, die das Angebot ablehnen, im kommenden Jahr unter weniger günstigen Bedingungen gekündigt werden könnten. Nach Angaben einer informierten Person gegenüber CNBC hat Microsoft für das neue Programm keine zahlenmäßige Zielgröße.
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