Mehr als 135 Millionen Dollar für Supergeothermie in Oregon
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Mehr als 135 Millionen Dollar für Supergeothermie in Oregon

Der texanische Geothermieentwickler Mazama Energy hat laut OPB mehr als 135 Millionen US-Dollar eingeworben, um superheiße Geothermie am Newberry-Vulkan in Oregon voranzutreiben. Finanziert werden soll Project Ceres, das laut Unternehmensangaben das Potenzial hat, 2027 eine elektrische Leistung von 15 Megawatt zu erzeugen.

Quellen (7)
  1. Texas geothermal company gets $135 million funding boost to continue superhot rock exploration at Oregon’s Newberry Volcano - OPBopb.org
  2. Mazama Energy raises $135M for superhot geothermal at… | Canary Mediacanarymedia.com
  3. EGS Pilot Demonstrations | Department of Energyenergy.gov
  4. Newberry SHR Demonstration Project – Bipartisan Infrastructure Law Enhanced Geothermal (EGS) Pilot Demonstration (CRADA 677) Abstract | Report | PNNLpnnl.gov
  5. Khosla-backed Mazama Energy just raised $135M to drill deeper into superhot-rock geothermal | TechCrunchtechcrunch.com
  6. A Major Milestone at Newberry, Oregon: Advancing Toward a Superhot Rock EGS Reservoirpangea.stanford.edu
  7. Mazama Energy Raises $135 Million to Scale the World?s Hottest Engineered Geothermal Systemrenewableenergymagazine.com
1. November 2026, 1:49 Uhr568 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Das eingeworbene Geld soll laut OPB vom 22. September 2026 tiefere Bohrungen am Newberry-Vulkan in Zentraloregon ermöglichen; es stammt laut Unternehmensangaben von großen Risikokapitalgesellschaften und Ölunternehmen. Laut Canary Media führten Centaurus Capital des Milliardärs John Arnold und Doerr Capital eine überzeichnete Serie B an, an der sich auch ConocoPhillips, Shell Ventures sowie die bestehenden Investoren Khosla Ventures und Gates Frontier beteiligten.

Wofür das Geld fließt

Project Ceres ist eine horizontale Bohrungsentwicklung; die angestrebte elektrische Leistung setzt OPB mit der Versorgung von 4.500 durchschnittlichen Haushalten gleich. Mazamas Newberry-Projekt gehört laut dem US-Energieministerium zu vier EGS-Demonstrationsprojekten, die der Infrastructure Investment and Jobs Act vorgibt und die unterschiedliche geologische Standorte in den USA testen. Die Ergebnisse sollen laut dem Ministerium helfen, gesicherte, flexible Geothermieenergie auf weitere Standorte auszuweiten.

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Wie die Technik funktionieren soll

Ein Engineered Geothermal System, kurz EGS, ist laut dem Newberry SHR Demonstration Project des Forschungsinstituts PNNL ein künstlich geschaffener Wärmetauscher, bei dem Wasser durch eine Injektionsbohrung in heißes Gestein geleitet wird und als Dampf durch eine Produktionsbohrung zur Stromerzeugung zurückkehrt; am Newberry-Standort soll das System mindestens zwei Bohrungen bis in 4,25 Kilometer Tiefe in Gestein mit 425 Grad Celsius umfassen. Erfolg misst PNNL daran, dass neue Technologien ihre Wirksamkeit beweisen und wirtschaftliche Dampfmengen von mehr als 40 Megawatt thermischer Leistung liefern. Laut TechCrunch wird Wasser bei rund 400 Grad Celsius unter hohem Druck zu einem überkritischen Fluid, das mehr Energie aufnimmt als gewöhnlicher Dampf. Das soll laut Mazama jeder Bohrung bis zum Zehnfachen der Leistung konventioneller Geothermie ermöglichen.

Was die bisherigen Tests zeigen

Canary Media beschreibt den Ansatz als aufkommend und weitgehend unerprobt; konventionelle Geothermie braucht laut OPB zur Stromerzeugung ein natürliches Reservoir aus heißem Wasser oder Dampf nahe der Erdoberfläche, was ihren Einsatz einschränkt. Ein im Februar 2026 veröffentlichter Konferenzbeitrag von Bonneville und Kollegen präsentiert die ersten Ergebnisse der Reservoirtests: Nach einer Stimulation mit Stützmitteln zeigten Zirkulations- und Diagnosetests eine stabile hydraulische Verbindung in Gestein mit 330 Grad Celsius, einen ersten Schritt zum eigentlichen Superhot-Ziel. Die Autoren selbst nennen die Schaffung und Aufrechterhaltung eines solchen Reservoirs unter Superhot-Bedingungen weiterhin unsicher, weil Stimulationen hydraulische Kurzschlüsse, übermäßigen Wasserverlust oder schnellen Temperaturrückgang vermeiden müssen. Tracer belegten Verbindungen zwischen den Klüften, bestimmten den Massenstrom einzelner Klüfte jedoch nicht, weshalb zusätzliche Produktionsmessungen folgten. Der Durchflusstest lieferte laut Bonneville und Kollegen bis zu 4,5 Megawatt thermische Leistung, was die Autoren mit einer elektrischen Leistung von etwa 0,7 Megawatt gleichsetzen; in den ersten vier Wochen wurde die Fließrate stufenweise verändert.

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Standortprognosen und Bohrfortschritte

Die Prognose für den Standort wuchs deutlich: Noch im Vorjahr nannte Investor Vinod Khosla laut TechCrunch ein Potenzial von 5 Gigawatt für den Standort; inzwischen spricht das Unternehmen von 10 Gigawatt. Diese Aussicht auf 10 Gigawatt ist eine langfristige, ausdrücklich vom Erfolg vorheriger Ausbauschritte abhängige Unternehmensprognose ohne festen Zeitpunkt. Auch beim Bohren zeigt sich Fortschritt: Mazama erreichte laut OPB im Vorjahr mehr als 10.000 Fuß Tiefe bei bis zu 629 Grad Fahrenheit; die zweite Bohrung auf gleiche Tiefe gelang in rund zwei Wochen, 80 Prozent schneller.

Drei Bedingungen entscheiden, ob Superhot-Geothermie gelingt

Ob sich die hohen Erwartungen erfüllen, hängt laut dem Renewable Energy Magazine von drei Herausforderungen ab: extreme Temperaturen ohne Schäden an der Ausrüstung zu erreichen, ein Reservoir zu schaffen, wo in der Natur keines existiert und Wärme effizient genug zu gewinnen, um Strom dauerhaft zu erzeugen. Bei der ersten Herausforderung näherten sich die Bohrlochtemperaturen bereits den Überlebensgrenzen herkömmlicher Messsysteme, weshalb das Team gestufte Zirkulation und isoliertes Bohrgestänge einsetzte.

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