Mäusestudie: CAR-T-Zellen direkt im Körper erzeugt
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Mäusestudie: CAR-T-Zellen direkt im Körper erzeugt

Forschende der University of California San Francisco berichten von einem Verfahren, das krebsbekämpfende Immunzellen künftig mittels programmierbarer, ortsspezifischer DNA-Integration ohne wochenlange Laborherstellung direkt im Körper entstehen lassen könnte. Belegt ist das in Tierversuchen; laut GEN vom 18. März 2026 war eine erste Anwendung beim Menschen bis Ende 2027 geplant.

Quellen (9)
  1. Nature: Nyberg, Bernard et al. – "In vivo site-specific engineering to reprogram T cells" (Nature 652, 712–721, 2026)doi.org
  2. Scientists create cancer-fighting immune cells right in the body | EurekAlert!eurekalert.org
  3. Dual-Vector System Generates CAR T Cells In Vivogenengnews.com
  4. Reprogramming T Cells: The Promise of In Vivo Site-Specific CAR Engineering | CancerNetworkcancernetwork.com
  5. Biotech startup shows signs of success with in vivo CAR-T therapy| STATstatnews.com
  6. In vivo site-specific engineering to reprogram T cells - PMCpmc.ncbi.nlm.nih.gov
  7. Endpoints 11 2026 winner Azalea melds gene editing and CAR-Tendpoints.news
  8. Lilly, AbbVie climb aboard in vivo CAR T train—but safety remains a hurdle - BioSpacebiospace.com
  9. In Vivo CAR T Causes Serious Toxicities in All Patients of Early Trial | Inside Precision Medicineinsideprecisionmedicine.com
9. Oktober 2026, 12:33 Uhr439 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Mit dem System bauten die Forscher eine CAR-Gensequenz gezielt in das Erbgut von T-Zellen ein und kontrollierten damit in mehreren humanisierten Mausmodellen das Wachstum verschiedener Tumorarten. Die Technologie muss laut der undatierten Mitteilung der Universität noch für die Anwendung beim Menschen skaliert werden; klinische Studien sind erforderlich, um Sicherheit und Wirksamkeit zu prüfen.

Wie das Zweivektorsystem im Körper wirkt

Ein Vektor, ein sogenanntes Enveloped Delivery Vehicle, verpackt einen fertigen Cas9-Genscheren-Komplex und wird laut Eyquem gegenüber dem Fachmagazin GEN durch ein verändertes Fusionsprotein und ein Anti-CD3-Antikörperfragment gezielt auf T-Zellen ausgerichtet. Die CAR-Bauanleitung ist laut Eyquem promoterlos und wird erst aktiv, wenn sie exakt und im richtigen Leseraster in den körpereigenen, nur in T-Zellen aktiven Genort TRAC eingebaut wird.

krebsforschung

Was die Tierversuche zeigen

Im ersten Versuch fanden sich 14 Tage nach der Behandlung bei rund drei Prozent der T-Zellen in der Milz CAR-Integrationen, verbunden mit einer Unterdrückung von B-Zellen als Funktionsnachweis. Dieser erste Effekt mit der ursprünglichen Vektorkombination beruhte jedoch auch auf einer Immunreaktion menschlicher Spenderzellen gegen die Mäuse; ohne diese Reaktion zeigte ein Kontrollmodell laut den Autoren weder nachweisbare CAR-T-Zellen noch die B-Zell-Unterdrückung. Nach Optimierung beider Vektoren erreichten die Forscher laut dem Fachmagazin CancerNetwork eine CAR-Integration in bis zu 19,7 Prozent der T-Zellen in der Milz und kontrollierten das Tumorwachstum in mehreren humanisierten Mausmodellen. Laut einem Bericht des Fachmagazins GEN beseitigte bei Mäusen mit aggressiver Leukämie eine einzige Injektion innerhalb von zwei Wochen bei nahezu allen Tieren jeden nachweisbaren Krebs. In Modellen für eine Form von Blutkrebs namens B-ALL und multiples Myelom sprachen laut CancerNetwork 18 von 20 beziehungsweise alle behandelten Mäuse vollständig an; erste Reaktionen bei einem Sarkom-Modell wurden als vorläufig bezeichnet.

Herkömmliche CAR-T-Therapien erfordern laut Angaben der Universität die Entnahme von Immunzellen des Patienten, deren genetische Veränderung in einer Spezialeinrichtung und eine vorbereitende Chemotherapie, die manche Patienten schwer vertragen. Sieben solcher Therapien waren laut GEN am 18. März 2026 von der US-Arzneimittelbehörde FDA für Blutkrebs zugelassen. Eyquem bezeichnete den Zugang laut GEN als globales Problem, weil viele Patienten sich die Therapie nicht leisten oder nicht schnell genug erhalten könnten. Eyquem ist nach eigenen Angaben vergüteter Mitgründer des Unternehmens Azalea Therapeutics, das die Plattform kommerziell weiterentwickelt und dafür laut GEN vom 18. März 2026 bis Ende 2027 die erste Anwendung am Menschen plante.

Im Vergleich: Andere In-vivo-CAR-T-Ansätze

Azalea Therapeutics war laut dem Fachportal STAT vom 18. März 2026 nicht die einzige Gruppe, die CAR-T-Zellen künftig direkt im Körper erzeugen wollte.

Offene Fragen bis zur ersten Patientenstudie

Die bisherigen Daten belegen einen im Tierversuch wirksamen Ansatz, der die Herstellung von CAR-T-Zellen verändern könnte; laut der undatierten Mitteilung der Universität sind klinische Studien erforderlich, um Sicherheit und Wirksamkeit zu prüfen.

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