
Pentagon: Fort-Hood-Hinrichtung wird live übertragen
Quellen (10)
- Pentagon says firing squad execution of Fort Hood shooter will be livestreamed | PBS Newspbs.org
- Hegseth says firing squad execution of Fort Hood shooter will be ‘public’ | Death Penalty News | Al Jazeeraaljazeera.com
- Pentagon says the firing squad execution of Fort Hood shooter Nidal Malik Hasan will be livestreamed - Federal News Networkfederalnewsnetwork.com
- Trump approves firing squad execution of Fort Hood shooter : NPRnpr.org
- Fort Hood shooter Nidal Hasan's execution will be live-streamed, Pentagon official says - ABC Newsabcnews.com
- Fort Hood shooter's execution will be livestreamed, Pentagon says - CBS Newscbsnews.com
- Army sets date, location for execution of Nidal Malik Hasanmilitarytimes.com
- Fort Hood shooting survivors, victims' families grapple with Nidal Hasan's Dec. 3 execution - CBS Texascbsnews.com
- Todesstrafe in den USA: Hinrichtung soll live übertragen werdenzdfheute.de
- Pentagon says the firing squad execution of Fort Hood shooter Nidal Malik Hasan will be livestreamed – Houston Public Mediahoustonpublicmedia.org
Pentagon-Vertreter haben am Donnerstag bestätigt, dass die Hinrichtung Nidal Malik Hasans durch ein Erschießungskommando per Livestream übertragen werden soll. Das Pentagon kündigte weitere Einzelheiten zur Übertragung erst für später an. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Mittwoch dem Fernsehsender Real America's Voice News, die Exekution solle am 3. Dezember in Fort Hood stattfinden. Laut PBS News wurde Hasan verurteilt, weil er 2009 bei einem Angriff auf dem Militärstützpunkt 13 Menschen tötete und 32 weitere verletzte.
Anschlag auf dem Stützpunkt Fort Hood in Texas
Hasan war Major und Psychiater der Army, als er am 5. November 2009 ein medizinisches Gebäude in Fort Hood betrat, in dem Soldaten auf Impfungen und die medizinische Freigabe für einen Einsatz warteten. Er rief „Allahu akbar” und eröffnete mit einer Pistole mit Laservisier das Feuer, auch auf die Rücken fliehender Soldaten. Ermittler fanden später 146 Patronenhülsen im Gebäude. Nach Angaben von NPR schossen zivile Sicherheitskräfte zurück und lähmten ihn dabei von der Taille abwärts, laut ABC News waren es dagegen Militäroffiziere, die ihn während des Angriffs überwältigten. Hasan erklärte, er habe die Soldaten daran hindern wollen, nach Afghanistan zu gehen und muslimische Glaubensbrüder zu töten, ein Militärrichter untersagte ihm, dies im Prozess als Verteidigung vorzubringen. Eine Militärjury sprach ihn schuldig, im August 2013 wurde er zum Tode verurteilt.
Die Genehmigung durch Trump
Pentagon-Sprecher Sean Parnell erklärte, Hegseth habe die Hinrichtung durch ein Erschießungskommando der Army empfohlen und Präsident Trump habe sie genehmigt. Laut einem von Army Secretary Adam Telle veröffentlichten Memorandum genehmigte Trump die Anordnung bereits am 2. Oktober, öffentlich machte Parnell sie erst am folgenden Montag. Bereits im vergangenen September hatte Hegseth erklärt, er sei vollständig entschlossen, die Todesstrafe gegen Hasan zu vollstrecken, Opfer und Überlebende verdienten Gerechtigkeit ohne Verzögerungen. Fragen zu den Planungen verwies das Weiße Haus an das Pentagon.
Warum die Hinrichtung öffentlich sein soll
Hegseth begründete die öffentliche Übertragung damit, dass Menschen verstehen müssten, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen hätten. Aus Hegseths Äußerungen ging nicht klar hervor, ob Soldaten, Zuschauer oder Militärvertreter persönlich anwesend sein würden. Eine Vorschrift der Army sieht vor, dass mindestens zwei Medien als Zeugen ausgewählt werden. Laut CBS News war es in jüngerer Geschichte nahezu unbekannt, dass eine Hinrichtung in den USA für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich war.
Kritik eines Juristen
Der Jura-Professor Geoffrey Corn von der Texas Tech University, der selbst im Judge Advocate General's Corps der Army diente, sagte CBS News, der Plan werfe erhebliche moralische Fragen auf, die über die allgemeinen Fragen zur Todesstrafe hinausgingen. Normalerweise begrenze ein Protokoll den Kreis der Beobachter, der üblicherweise Menschen aus dem Umfeld der Opfer und bestimmte Medienvertreter umfasse, erklärte er. Eine Hinrichtung zum öffentlichen Spektakel zu machen, erinnere an eine Vergangenheit, die man eigentlich hinter sich gelassen zu haben scheine, kritisierte Corn. Elisabeth Semel von der Death Penalty Clinic der UC Berkeley Law sagte, die Ankündigung werfe Fragen zur Würde des Verurteilten und zu den Absichten der Regierung auf. Sie könne sich trotz langjähriger Debatten über Fernsehübertragungen von Hinrichtungen an keinen Fall erinnern, in dem eine Regierung dies selbst eingeführt habe.
Offener Rechtsweg
Militärrechtsexperten zufolge könnte Hasan noch Widerstand leisten und einen Habeas-Corpus-Antrag vor einem zivilen Gericht stellen, was die Hinrichtung erheblich verzögern könnte. Sein Anwalt John Galligan bezeichnete einen solchen Antrag als konkrete Möglichkeit, eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen sei aber noch nicht getroffen. Robin Maher vom Death Penalty Information Center betonte, Trumps Genehmigung bringe Hasan einen Schritt näher an die Hinrichtung, bedeute aber nicht, dass diese unmittelbar bevorstehe. Der Supreme Court hatte bereits im Vorjahr abgelehnt, sich mit einem früheren Antrag Hasans zu befassen.
Rückkehr nach Fort Hood für Überlebende
Viele Überlebende des Angriffs kündigten an, zu der für Dezember geplanten Hinrichtung nach Fort Hood zurückzukehren. Die Army-Reserve-Veteranin Keara Torkelson, die bei dem Angriff zweimal getroffen wurde, sagte, sie wolle andere Überlebende unterstützen, aber der Hinrichtung nicht beiwohnen. Leila Hunt Willingham, deren Bruder J.D. Hunt bei dem Angriff erschossen wurde, will der Hinrichtung nicht beiwohnen, ihr Frieden komme aus ihrem Glauben, sagte sie. Sollte Termin und Methode tatsächlich umgesetzt werden, wäre es laut NPR die erste Hinrichtung eines Militärangehörigen durch das US-Militär seit 1961 und die erste durch ein Erschießungskommando seit dem Zweiten Weltkrieg.
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