Lilly vereinbarte im April 2026 Kelonia-Kauf für Krebsgentherapie
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Lilly vereinbarte im April 2026 Kelonia-Kauf für Krebsgentherapie

Eli Lilly hat im April 2026 eine Übernahme des Biotechunternehmens Kelonia Therapeutics vereinbart, um dessen Gentherapie KLN-1010 weiterzuentwickeln. Die experimentelle Behandlung soll laut Lilly Myelomzellen direkt im Körper der Patienten angreifen, ohne dass Zellen im Labor verändert werden müssen. Sie befand sich laut Lillys Mitteilung vom April 2026 in einer frühen klinischen Studie.

Quellen (5)
  1. Lilly to acquire Kelonia Therapeutics to advance in vivo CAR-T cell therapiesprnewswire.com
  2. Eli Lilly to acquire cancer drug maker Kelonia in deal worth up to $7Bcnbc.com
  3. Eli Lilly Acquires Kelonia Therapeutics for Up to $7B, Making Bold Entry Into In Vivo CAR-T Cell Therapy - OncoDailyoncodaily.com
  4. Eli Lilly Enters $7 Billion Agreement to Acquire Kelonia Therapeutics | PharmExecpharmexec.com
  5. ClinicalTrials.gov: inMMyCAR Study (NCT07075185) – Phase 1 Studie zu KLN-1010clinicaltrials.gov
5. Oktober 2026, 8:26 Uhr375 Wörter · 2 Min. Lesezeit

Kelonias Anteilseigner sollen gemäß der Übernahmevereinbarung laut Lillys Mitteilung vom 20. April 2026 bis zu 7 Milliarden US-Dollar erhalten, darunter eine Vorauszahlung von 3,25 Milliarden US-Dollar und weitere Zahlungen, wenn bestimmte klinische, regulatorische und kommerzielle Meilensteine erreicht werden. Im Mittelpunkt steht Kelonias experimentelle Gentherapie KLN-1010, die laut Lillys Mitteilung vom 20. April 2026 in einer frühen klinischen Studie gegen rezidiviertes oder refraktäres multiples Myelom getestet wurde, eine Blutkrebsart, wie CNBC berichtet.

Wie die Gentherapie wirken soll

Kelonias Plattform iGPS nutzt speziell entwickelte, lentivirusbasierte Partikel, die laut Lilly gezielt in T-Zellen im Körper eindringen sollen und dem Körper ermöglichen sollen, CAR-T-Zellen zu erzeugen; bei KLN-1010 zielen diese laut Lilly auf das BCMA-Protein an der Oberfläche von Myelomzellen. Die Therapie soll laut Lilly einmalig intravenös verabreicht werden. Jacob Van Naarden, Präsident von Lilly Oncology, erklärte laut CNBC, die Therapie ziele auf die körpereigenen T-Zellen des Patienten, verwandle sie in krebsangreifende Zellen und benötige keine Vorkonditionierung.

krebstherapie

Im Vergleich: CAR-T-Medikamente

Ex-vivo-CAR-T-Therapien wie ciltacabtagene autoleucel und idecabtagene vicleucel haben die Behandlung des multiplen Myeloms laut OncoDaily bereits deutlich verbessert, sind aber weiterhin für viele der eigentlich geeigneten Patienten nicht zugänglich. Jacob Van Naarden beschrieb das Problem laut PharmExec so, dass Hürden bei Herstellung, Sicherheit und Zugang dazu führten, dass nur ein Teil der eigentlich geeigneten Patienten solche Therapien tatsächlich erhält.

Was die frühen Daten noch nicht zeigen

Frühe klinische Ergebnisse zu KLN-1010 wurden in der Plenarsitzung der ASH-Jahrestagung 2025 vorgestellt und von Lilly als ermutigend bewertet, mit vielversprechender Verträglichkeit. Kelonia-Geschäftsführer Kevin Friedman erklärte laut Lilly, sein Unternehmen habe tiefe Remissionen des multiplen Myeloms mit deutlich geringerer Komplexität und geringeren Kosten gegenüber Ex-vivo-CAR-T-Verfahren gezeigt. Der Berater Lorenz Mayr bewertete die ersten Daten laut OncoDaily als sehr vielversprechend, hielt aber zusätzliche Studien zur langfristigen Sicherheit und Dauerhaftigkeit der lentivirusbasierten Therapie für notwendig.

Die klinische Studie zu KLN-1010 begann laut Studienregister im Juli 2025, der primäre Abschluss ist für März 2027 geschätzt und der gesamte Studienabschluss für Mai 2042. Van Naarden selbst beschrieb die Plattform laut PharmExec als Ansatz mit Potenzial für schnelles, dauerhaftes Therapieansprechen in einem einfacheren Format, nannte die frühen Daten aber zugleich einen Machbarkeitsnachweis für Kelonias Technologie. Lilly erklärte in seiner Mitteilung vom 20. April 2026, es sei nicht garantiert, dass aus der Übernahme kommerziell erfolgreiche Produkte hervorgehen.

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