Artemis II: Crew nach Mondflug sicher zurück
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Artemis II: Crew nach Mondflug sicher zurück

Vier Astronauten sind nach einer 9 Tage, 1 Stunde und 32 Minuten dauernden Reise um den Mond laut NASA wohlbehalten zur Erde zurückgekehrt. Die NASA-Mission Artemis II war nach Angaben der Raumfahrtbehörde ihr erster bemannter Mondvorbeiflug seit 50 Jahren und sollte laut NBC News die Rakete SLS und das Raumschiff Orion testen.

Quellen (11)
  1. NASA Welcomes Record-Setting Artemis II Moonfarers Back to Earth - NASAnasa.gov
  2. Liftoff! NASA Launches Astronauts on Historic Artemis Moon Mission - NASAnasa.gov
  3. Artemis II: NASA’s First Crewed Lunar Flyby in 50 Years - NASAnasa.gov
  4. Artemis II launch recap: NASA launches first crewed moon mission since 1972nbcnews.com
  5. Artemis II Flight Day 6: Crew Ready for Lunar Flyby - NASAnasa.gov
  6. NASA on Track for Future Missions with Initial Artemis II Assessments - NASAnasa.gov
  7. Artemis III SLS stacking advances as Orion results confirm trajectory fix - NASASpaceFlight.comnasaspaceflight.com
  8. Artemis II startet zum Mond – mit deutscher und europäischer Technologie an Borddlr.de
  9. What’s Next for Artemis II AVATARs - NASA Sciencescience.nasa.gov
  10. The Artemis II mission | The Planetary Societyplanetary.org
  11. BIOLOGICAL & PHYSICAL SCIENCES A Virtual Astronaut Tissue Analog Response A small experiment flying aboard Artemis II could lead to big impacts in healthcare,assets.science.nasa.gov
5. Oktober 2026, 12:11 Uhr578 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Die Orion-Kapsel mit den NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie dem kanadischen CSA-Astronauten Jeremy Hansen wasserte am 10. April 2026 um 5:07 p.m. Ortszeit im Pazifik vor San Diego. Gestartet war die Besatzung laut NASA am 1. April mit der Rakete SLS vom Kennedy Space Center in Florida. Nach Angaben der NASA dauerte die gesamte Mission 9 Tage, 1 Stunde und 32 Minuten.

1. April: Kommunikationsstörung nach dem Start

Die SLS-Rakete hob mit 8.8 Millionen Pfund Schub von Startrampe 39B ab und brachte die Besatzung mit großer Genauigkeit in die vorgesehene Erdumlaufbahn. Rund 51 Minuten nach dem Start kam es laut NASA-Administrator Jared Isaacman bei einer geplanten Übergabe zwischen Satelliten zu einer vorübergehenden Kommunikationsstörung: Die Besatzung konnte die Missionskontrolle hören, diese empfing jedoch zeitweise keine Antworten aus dem Raumschiff. „Es gab keine Probleme mit dem Raumfahrzeug selbst“, erklärte Isaacman, die Verbindung zur Besatzung sei inzwischen wiederhergestellt worden.

artemis ii

Am fünften Flugtag trat das Raumschiff in den Einflussbereich des Mondes ein, wo die Anziehungskraft des Mondes stärker wirkte als die der Erde. Missionsspezialistin Christina Koch beschrieb den Moment als erstaunlichen Meilenstein: „Wir fallen nun zum Mond, statt uns von der Erde zu entfernen.“ Bei mehreren Flugdemonstrationen steuerte die Besatzung Orion manuell, um Daten für künftige Andockmanöver mit Mondlandefahrzeugen zu sammeln. Nach NASA-Angaben bestätigten die Tests der Lebenserhaltungssysteme erstmals mit Besatzung an Bord, dass Orion Menschen im tiefen Weltraum versorgen kann.

10. April: Wasserung vor San Diego

Orion setzte laut NASA 2.9 Meilen vom vorgesehenen Landeort entfernt im Pazifik auf; nach ersten Bewertungen lag die Geschwindigkeit beim Eintritt in die Atmosphäre innerhalb einer Meile pro Stunde der Vorhersage. Ein gemeinsames Team aus NASA und US-Militär barg die Besatzung im offenen Wasser und brachte sie per Hubschrauber zur USS John P. Murtha für erste medizinische Untersuchungen. NASA-Funktionär Amit Kshatriya erklärte: „Die Artemis-II-Crew ist zu Hause. Die Systeme für Eintritt, Abstieg und Landung haben wie vorgesehen funktioniert.“

nasa

Im Vergleich: Apollo 13 und der Hitzeschild von Artemis I

Mit einer größten Entfernung von 252,756 Meilen von der Erde übertraf die Besatzung laut NASA den bisherigen Rekord der Apollo-13-Astronauten, die 1970 bei ihrer Notfallrückkehr 248,655 Meilen erreicht hatten. Auch beim Hitzeschild zeigte sich ein deutlicher Fortschritt gegenüber der Vorläufermission Artemis I: Wie NASASpaceFlight am 7. September 2026 unter Berufung auf ein Mitglied des Aerospace Safety Advisory Panel berichtete, wies der Hitzeschild von Artemis I mehr als 100 Abplatzungsstellen auf, der von Artemis II dagegen nur neun, eine Reduktion um mehr als 90 Prozent allein durch die Änderung des Eintrittsprofils. Für diesen steileren Wiedereintritt ohne atmosphärischen Sprung verzichtete die NASA bewusst auf eine Neuherstellung des bereits installierten Hitzeschilds und nahm dafür höhere Wärmebelastungen sowie ein kleineres ansteuerbares Wasserungsgebiet in Kauf.

Einordnung: Europäische Technik und Forschung

Am Raumschiff war auch europäische Technik beteiligt: Das Servicemodul, das Orion mit Strom, Treibstoff, Sauerstoff und Wasser versorgt, wurde unter Führung von Airbus Defence and Space in Bremen gebaut, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mitteilte. Zu den wissenschaftlichen Zielen der Mission gehörte die Untersuchung AVATAR, die laut NASA mit Organ-Chips aus Zellen der Besatzung die Auswirkungen von Strahlung und Mikrogravitation auf die menschliche Gesundheit untersucht.

Vorbereitung auf den nächsten Flug

Dafür hat die NASA die Fertigung des Hitzeschildmaterials Avcoat bereits geändert, damit Gase beim Wiedereintritt besser entweichen können; die Änderung soll erstmals bei Artemis III fliegen. Auch der mobile Startturm, der laut NASA bei der Boosterzündung nur minimale Schäden erlitt, wurde zur Reparatur ins Vehicle Assembly Building zurückgebracht, um ihn für künftige Artemis-Missionen vorzubereiten.

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