E-Auto-Förderung 2026: Bis zu 6.000 Euro Zuschuss
Wer seit dem 1. Januar 2026 ein Elektroauto neu zugelassen hat, kann ab Mai einen staatlichen Zuschuss von bis zu 6.000 Euro beantragen. Das neue E-Auto-Förderprogramm der Bundesregierung unterscheidet sich von früheren Programmen durch eine einkommensabhängige Staffelung: Haushalte mit geringerem Einkommen und Kindern erhalten deutlich mehr als gutverdienende Singles. Das Online-Portal ist noch nicht geöffnet, doch rückwirkende Anträge für Käufe ab Januar sind ausdrücklich vorgesehen.
Wie die Förderung funktioniert
Die Basisförderung beträgt 3.000 Euro für rein elektrische Fahrzeuge und 1.500 Euro für Plug-in-Hybride. Antragsberechtigt sind Privatpersonen mit einem Haushaltseinkommen bis 80.000 Euro. Für Familien mit Kindern erhöht sich diese Grenze um jeweils 5.000 Euro pro Kind auf maximal 90.000 Euro.
Hinzu kommt die einkommensabhängige Staffelung: Haushalte unter 60.000 Euro Jahreseinkommen erhalten einen Zusatzbonus von 1.000 Euro, Haushalte unter 45.000 Euro bekommen nochmals 1.000 Euro obendrauf. Dazu kommt ein Familienbonus von 500 Euro pro Kind, höchstens 1.000 Euro insgesamt. Das Maximum liegt damit bei 6.000 Euro, erreichbar für Familien mit zwei Kindern und einem Haushaltseinkommen unter 45.000 Euro.
Konkret: Eine solche Familie, die ein Einstiegs-Elektroauto für 25.000 Euro kauft, erhält einen Zuschuss von 6.000 Euro, was 24 Prozent des Kaufpreises entspricht. Ein gutverdienender Single mit 75.000 Euro Jahreseinkommen bekommt dagegen nur die Basisförderung von 3.000 Euro.
Rückwirkende Anträge möglich
Das Online-Portal für die Antragstellung wird erst im Laufe des Mai 2026 auf der Website des Bundesumweltministeriums freigeschaltet. Wer bereits zwischen dem 1. Januar und der Portaleröffnung ein Elektroauto zugelassen hat, kann seinen Antrag rückwirkend einreichen. Das Ministerium empfiehlt, Kaufvertrag, Rechnung und Zulassungsbescheinigung sorgfältig aufzubewahren.
Als maßgebliches Datum gilt die Erstzulassung in Deutschland, nicht das Bestelldatum. Fahrzeuge, die zwar bestellt, aber noch nicht zugelassen sind, fallen nicht unter das Programm. Die Förderung gilt ausschließlich für Neufahrzeuge.
Drei Milliarden Euro, 800.000 Fahrzeuge
Das Gesamtbudget beläuft sich auf drei Milliarden Euro für den Zeitraum 2026 bis 2029. Das Ministerium rechnet damit, rund 800.000 Fahrzeuge fördern zu können. Sollte das Budget früher erschöpft sein, werden keine neuen Anträge mehr angenommen. Bereits bewilligte Förderungen bleiben davon unberührt.
Die frühere BAFA-Förderung, die Ende 2023 auslief, war einkommensunabhängig und förderte Elektroautos ebenfalls mit bis zu 6.000 Euro. Sie wurde eingestellt, nachdem 2022 ein starker Anstieg der Anträge das Budget weit überschritten hatte. Das neue Programm setzt auf strenge Einkommensgrenzen und ein festes Gesamtbudget, um eine vergleichbare Entwicklung zu verhindern.
Warum Plug-in-Hybride weniger bekommen
Plug-in-Hybride erhalten mit 1.500 Euro nur die halbe Basisförderung. Das Ministerium begründet das mit dem tatsächlichen Nutzungsverhalten: Studien des Umweltbundesamtes zeigen, dass dienstliche Plug-in-Hybride im Schnitt zu weniger als 30 Prozent elektrisch betrieben werden, weil viele Nutzer die Batterie schlicht nicht aufladen. Das Programm soll den Umstieg auf vollständige Elektromobilität fördern, nicht Fahrzeuge subventionieren, die im Alltag meist mit Verbrennungsmotor fahren.
Was jetzt zu tun ist
Kaufinteressenten sollten vor der Bestellung prüfen, ob ihr gewünschtes Modell förderfähig ist, da nicht alle Elektrofahrzeuge automatisch unter das Programm fallen. Das Ministerium wird mit der Portaleröffnung im Mai eine Liste förderfähiger Fahrzeuge veröffentlichen. Wer bereits ein Fahrzeug zugelassen hat, muss bis dahin nichts unternehmen, sollte aber alle Unterlagen griffbereit halten. Eine genaue Datumsangabe für die Portaleröffnung hat das Ministerium bislang nicht gemacht.