ARSO und inABLE entwickeln Standard für barrierefreie IKT
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ARSO und inABLE entwickeln Standard für barrierefreie IKT

ARSO und inABLE entwickeln nach eigenen Angaben einen gemeinsamen afrikanischen Standard für barrierefreie digitale Produkte und Dienstleistungen, der auf Kenias Standard KS2952:2022 aufbaut. Der Entwicklungsprozess, gestartet auf der Inclusive Africa Conference, soll laut inABLE afrikaweit einen einheitlichen Ansatz für barrierefreie Technik schaffen.

Quellen (7)
  1. Accessibility Policy and Standards | What We Do | inABLEinable.org
  2. Inclusive Africa Conference 2026: Advancing AI & digital accessibility - CGTNnewsaf.cgtn.com
  3. Africa Harmonised Standard for ICT Products and Services to Fast-Track Digital Accessibility for Persons with Disabilities – Del Reportdelreport.com
  4. KENYA STANDARD (KS 2952-1:2022 and KS 2952-2:2022)_ Accessibility ― ICT products and servicescms.icta.go.ke
  5. 14 African countries announce support for Africa Digital Inclusivity Standard Harmonisationkbc.co.ke
  6. INCLUSIVE AFRICA CONFERENCEcontent.inable.org
  7. Kenya Joint Disability Inclusion Strategy 2025–2027 | United Nations in Kenyakenya.un.org
3. November 2026, 17:35 Uhr529 Wörter · 3 Min. Lesezeit

An dem harmonisierten afrikanischen Standard für barrierefreie Informations- und Kommunikationstechnologie, kurz IKT, arbeiten nach eigenen Angaben ARSO (die Organisation für Standardisierung in Afrika) und die Organisation inABLE gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen. Laut CGTN kamen bei der Inclusive Africa Conference am 2. Juni 2026 in Nairobi Regierungen, Innovatoren, Entwicklungspartner und Zivilgesellschaft zusammen und brachten dort Maßnahmen für digitale Barrierefreiheit voran; dabei wurde der Entwicklungsprozess gestartet. Irene Mbari-Kirika, Geschäftsführerin von inABLE, rief die Beteiligten auf, den digitalen Wandel des Kontinents inklusiv zu gestalten. Laut CGTN erklärte sie, der Standard solle Barrierefreiheit in digitalen Produkten und Dienstleistungen in ganz Afrika verankern; die Entwicklung werde voraussichtlich rund zwei Jahre dauern.

Vorbild ist Kenias Standard von 2022

Vorbild für den kontinentalen Anlauf ist KS2952:2022: Kenia wurde damit laut inABLE das erste afrikanische Land mit einem nationalen Standard für barrierefreie IKT, entwickelt unter Leitung des Kenya Bureau of Standards und von inABLE. Der Standard besteht laut Kenya Bureau of Standards aus zwei Teilen (Anforderungen und Konformitätsprüfung) und entstand als Reaktion auf Kenias nationale IKT-Politik von 2019 durch eine gemeinsame Arbeitsgruppe. Bei der Erarbeitung zog das Gremium nach eigenen Angaben den europäischen Standard EN 301-549 für barrierefreie IKT-Produkte und Dienstleistungen heran, denselben Bezugsrahmen, auf den sich auch der künftige afrikanische Standard stützen soll.

barrierefreiheit

Bis zum 3. Mai hatten 14 Länder zugesagt

Beim Ministerrundtisch zur digitalen Inklusion auf dem Connected Africa Summit 2026 kündigten laut KBC mehrere Regierungen ihre Unterstützung an; vertreten waren unter anderem Kenia, Angola, Tschad, Malawi und Südsudan. ARSO-Technikdirektor Reuben Kisore erklärte dort, 14 Länder hätten ihre Teilnahme am Harmonisierungsprozess bestätigt, weitere würden erwartet. Südsudans Minister für Information, Kommunikationstechnologie und Postdienste Ateny Wek Ateny bestätigte das Engagement seines Landes und verwies auf eine bestehende südsudanesische Förderpolitik, die Menschen mit Behinderungen 10 Prozent der Möglichkeiten zuweist. Angolas Staatssekretär für Telekommunikation und Informationstechnologien Ângelo Miguel Buta João forderte stärkere kontinentale Zusammenarbeit und erklärte, eine Ausrichtung an globalen Maßstäben werde afrikanischen Innovationen internationale Märkte erschließen. Eine eigene Einschätzung der am Prozess beteiligten Menschen mit Behinderungen zu ihrer Mitwirkung liegt in den ausgewerteten Quellen nicht vor.

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Was auf dem Spiel steht

Laut inABLE stoßen mehr als 80 Millionen Afrikaner mit Behinderungen auf Barrieren beim Zugang zu Bankwesen, Bildung, Gesundheitsversorgung, Verkehr, staatlichen Dienstleistungen und Beschäftigung, wenn digitale Produkte ohne Rücksicht auf Barrierefreiheit gestaltet werden. In einem Rückblick vom 29. Juli 2026 erklärte die Inclusive Africa Conference, Menschen mit Behinderungen seien beim digitalen Wachstum des Kontinents häufig ausgeschlossen worden, weil Barrierefreiheit nicht von Anfang an eingeplant wurde; genau diese Lücke solle der Prozess schließen. Kenias Kabinettssekretär für IKT und digitale Wirtschaft William Kabogo forderte Entwickler auf, Barrierefreiheit zentral mitzudenken, besonders weil künstliche Intelligenz zunehmend in Bildung, Gesundheitsversorgung, öffentliche Dienstleistungen und Beschäftigung einfließe. Kenias umfassendere Kenya Joint Disability Inclusion Strategy 2025 2027 nennt digitale Stärkung als eine von fünf strategischen Säulen und wurde laut den Vereinten Nationen in Kenia durch Konsultationen mit 78 Partnerorganisationen entwickelt.

H2 Leitung der Initiative und Erfahrungen aus Kenia

Geleitet wird die Initiative nach Angaben von Del Report von ARSO und GIZ, mit technischer Leitung durch inABLE. Nach Einschätzung von inABLE zeigt die kenianische Erfahrung, wie Normungsorganisationen, Fachleute, Regierung, Wirtschaft und Menschen mit Behinderungen gemeinsam praxisgerechte Anforderungen entwickeln können, die über Kenia hinaus als Vorlage dienen.

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