
Stevens unterstützt Republikaner Rogers für Senat
Quellen (5)
- Haley Stevens auf X: „I am endorsing Mike Rogers for the United States Senate today.“ / Xx.com
- Democratic Rep. Haley Stevens endorses GOP candidate Mike Rogers in Michigan US Senate race - ABC Newsabcnews.com
- Abdul El-Sayed campaign doesn't want Haley Stevens at Senate race events before Election Day | LiveNOW from FOXlivenowfox.com
- Haley Stevens endorses Mike Rogers over Abdul El-Sayed in Michigan Senate raceclickondetroit.com
- Congressman Carter Condemns Haley Stevens’ Break with Democrats and Endorsement of GOP Candidate Mike Rogers | Representative Troy Cartertroycarter.house.gov
Auf X schrieb Stevens am 1. November 2026: „I am endorsing Mike Rogers for the United States Senate today.“ Noch in der vergangenen Woche hatte sie gegenüber CNN erklärt, sie werde für den demokratischen Kandidaten Abdul El-Sayed stimmen. Am Sonntag besuchte sie gemeinsam mit Rogers einen Gottesdienst in Detroit, wie ein Foto seines Wahlkampfteams zeigte.
Von scheinbarer Annäherung zum offenen Streit
El-Sayed und Stevens hatten sich zuvor einen erbitterten Vorwahlkampf geliefert, aber danach offenbar wieder angenähert. In den Tagen vor der Wahl flammte ein neuer Streit auf, nachdem Stevens von El-Sayed gefordert hatte, eine aus ihrer Sicht antisemitische Anzeige zu verurteilen. Die Anzeige stammte laut LiveNOW from FOX von Rebellion PAC und dem liberalen Kommentator Cenk Uygur und unterstellte Israel, die Preise für Familien in Michigan in die Höhe zu treiben, um Geld für die Tötung von Palästinensern zu schicken. El-Sayeds Wahlkampfteam hatte bereits am 31. Oktober verlangt, dass Stevens einem geplanten Kirchenbesuch und dem weiteren Wahlkampf bis zur Wahl fernbleibe.
Stevens begründet den Schritt
Stevens sagte in einem am Sonntag veröffentlichten Video, El-Sayed habe sie für seinen Wahlkampf als nicht mehr willkommen erklärt und aufgefordert, fernzubleiben. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz verteidigte sie die Entscheidung als richtig für Michigan: 90 Prozent ihrer Stimmen gingen an Demokraten, ihre Stimme für den Senat aber an Rogers, weil man zum Land stehen müsse. Sie habe von El-Sayed verlangt, die Anzeige bei einer Veranstaltung mit dem demokratischen Abgeordneten Jim Clyburn zu verurteilen; nach ihrer Darstellung habe El-Sayed geantwortet, sein Wahlkampfteam sei nicht mit der Anzeige verbunden. Außerdem kritisierte sie den politischen Streamer Hasan Piker, der bei Veranstaltungen El-Sayeds aufgetreten war: Man könne nicht zu Hass und nicht zu Piker stehen.
El-Sayeds Reaktion
Stevens hatte ursprünglich einen Gottesdienst gemeinsam mit El-Sayed und Clyburn besuchen sollen; El-Sayed besuchte eine andere Gemeinde. Nach der Unterstützungserklärung sagte El-Sayed, er denke nicht über Haley Stevens nach, sondern über die 9.999.998 Menschen, die nicht die beiden seien; ihn interessiere die Politik weniger als die Inhalte.
Der Leiter der Anti-Defamation League hatte die Anzeige laut Stevens als „Fallbeispiel für Antisemitismus“ bezeichnet.
Der Abgeordnete Troy Carter erklärte, El-Sayed habe dem Inhalt der Anzeige klar widersprochen. Der demokratische Senatsminderheitsführer Chuck Schumer nannte Stevens’ Schritt einen verabscheuungswürdigen Verrat und bezeichnete Rogers als Werkzeug von Präsident Donald Trump und milliardenschwerer Geldgeber. Virgie Rollins, Vorsitzende des Schwarzen Caucus im Democratic National Committee, warf Stevens vor, schwarze Einwohner Michigans für eine politische Inszenierung benutzt zu haben, während die Michigan-Abgeordnete Debbie Dingell dazu aufrief, weiter auf die Wahl demokratischer Kandidaten einschließlich El-Sayeds zu setzen. Carter selbst sagte, Stevens’ Entscheidung habe seiner Meinung nach mehr mit einem verletzten Ego als mit einer Verpflichtung gegenüber den Menschen, denen sie als gewählte Abgeordnete dienen solle, zu tun und erinnerte daran, dass Michigans Demokraten ihren Kandidaten bereits in der Vorwahl bestimmt hätten.
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