
NOAA: Schätzungsweise über 30.000 Coho-Lachse zurückgekehrt
Quellen (11)
- Record 30,000 Endangered California Coho Salmon Return to Mendocino Coast Rivers | NOAA Fisheriesfisheries.noaa.gov
- Central California Coast Coho Salmon | NOAA Fisheriesfisheries.noaa.gov
- Endangered Salmon Move into Newly Restored Habitat on the Mendocino Coast | NOAA Fisheriesfisheries.noaa.gov
- Restoration efforts spark remarkable comeback for coho salmon on Mendocino Coast • The Mendocino Voice | Mendocino County, CAmendovoice.com
- In Mendocino, river restoration pays off for salmon - High Country Newshcn.org
- How do we know how many salmon returned to spawn? Implementing the California coastal salmonid monitoring plan in Mendocino County, Californianrm.dfg.ca.gov
- Coho salmon are making a comeback in the Russian River for the first time in 30 years | Governor of Californiagov.ca.gov
- Governor Newsom announces major progress in salmon recovery efforts | Governor of Californiagov.ca.gov
- 2023 5-Year Review of Central California Coast Coho salmonmedia.fisheries.noaa.gov
- Recovery Plan for the Evolutionarily Significant Unit of Central California Coast Coho Salmon | NOAA Fisheriesfisheries.noaa.gov
- Defiantly Optimistic: The Recent Wildlife Wins You Almost Missed | Born Free USAbornfreeusa.org
Für die Laichsaison 2024 2025 schätzten Monitoringteams die Rückkehr auf mehr als 30.000 erwachsene Central California Coast Coho-Lachse in Flüsse der Mendocino-Küste, wie NOAA Fisheries in seinem Bericht zur Rekordrückkehr an die Mendocino-Küste mitteilt. Das ist doppelt so viel wie der bisherige Rekord von 15.000 Tieren in der Saison davor, nachdem im vergangenen Jahrzehnt teilweise nur 3.000 Fische pro Jahr zurückgekehrt waren. Die Art gilt nach dem US-amerikanischen Endangered Species Act als vom Aussterben bedroht; NOAA Fisheries führt sie als eine von neun besonders gefährdeten Arten im Programm Species in the Spotlight auf.
Laut einem Bericht über wiederhergestellte Lebensräume von NOAA Fisheries wurden Flüsse und Bäche von Überschwemmungsflächen abgeschnitten; zudem fehlt weiten Teilen des Einzugsgebiets Gewässerstruktur, nachdem große Redwood-Bäume und umgestürzte Stämme in den vergangenen zwei Jahrhunderten durch Holzeinschlag und andere menschliche Eingriffe aus den Bächen entfernt worden waren. Junge Coho-Lachse verbringen ein bis zwei Jahre im Süßwasser und müssen trockene Sommer überstehen, in denen Bäche zu getrennten Tümpeln austrocknen können, sowie winterliche Hochwasser, bei denen ihnen ohne langsam fließende Seitenarme die Spülung ins Meer droht.

Wie die Bäche ihre Struktur zurückbekamen
Für Habitatrestaurierungen an der Mendocino-Küste bewilligte das Office of Habitat Conservation laut NOAA Fisheries 2023 mit Mitteln aus dem Infrastructure Investment and Jobs Act 14,5 Millionen Dollar an The Nature Conservancy und Trout Unlimited für Projekte, deren Umsetzung sich über mehrere Jahre erstrecken sollte. Ein Beispiel: Trout Unlimited beseitigte 2024 eine Barriere im Neefus Gulch (einem Nebenbach des North Fork Navarro River) und stellte dabei 1.600 Fuß Bachlauf wieder her und machte flussaufwärts gelegenen Laichlebensraum wieder zugänglich. Bereits 2021 hatte die Organisation im Neefus Gulch eine weitere Barriere entfernt. Am Dry-Dock-Durchlass ersetzte eine NOAA-finanzierte Baumaßnahme die alten Straßendurchlässe durch einen zehn Fuß breiten und 68 Fuß langen Aluminiumdurchlass. Im Herbst 2023 schaffte es dort ein von einer Robbe verfolgter Steelhead hindurch und das Monitoringteam von Trout Unlimited fand oberhalb zusätzlich einen jungen Coho-Lachs. Projektleiterin Anna Halligan hält es für möglich, dass Fische dort 70 bis 100 Jahre keinen Zugang zum Lebensraum oberhalb des Durchlasses hatten. Planung und Entwurf für das Projekt dauerten laut Halligan zehn Jahre.
Rekordrückkehr am Ten Mile River
Besonders deutlich zeigt sich die Erholung am Ten Mile River: Dort kehrten laut NOAA Fisheries in der Laichsaison 2023 2024 rekordverdächtige 5.574 Central California Coast Coho-Lachse zurück. In derselben Saison überschritt der Fluss erstmals das NOAA-Erholungsziel von 3.700 Fischen. Eine Streichung der Central California Coast Coho-Lachse von der Liste gefährdeter Arten käme laut NOAA Fisheries infrage, falls sich ein längerfristiger Aufwärtstrend in mehreren Einzugsgebieten zeigt. The Nature Conservancy konzentrierte sich am unteren Ten Mile River sechs Jahre lang auf die Wiederherstellung von Winterlebensraum für Jungfische. Projektmanager Peter van de Burgt berichtet von starker Nutzung der Restaurierungsstandorte: Fische dort wüchsen deutlich schneller, seien fitter und hätten bessere Überlebenschancen. Studien zufolge seien nur noch 5 Prozent des historischen Winterlebensraums für Lachse verfügbar, so van de Burgt; dieser bestehe üblicherweise aus funktionierenden Feuchtgebieten und Überschwemmungsflächen und sei fast vollständig verschwunden.
Mehr als ein einzelner Faktor
Im Winter 2023 2024 verzeichnete sie mit 15.000 zurückgekehrten Coho-Lachsen den bis dahin höchsten Wert. Im Winter 2024 2025 habe sich diese Zahl vorläufigen Schätzungen zufolge nahezu verdoppelt. High Country News nennt im Zusammenhang mit Aussagen von Sarah Gallagher, die das Monitoringprogramm der CDFW leitet, Restaurierungen sowie gute Meeresbedingungen und eine Unterbrechung der mehrjährigen Dürre als gemeinsam begünstigende Faktoren für den starken Coho-Zulauf. Einen großen Teil der Restaurierungsarbeit sowie Gallaghers Coho-Monitoring unterstützte laut dem Bericht der Pacific Coastal Salmon Recovery Fund der NOAA.

Im Vergleich
Eine Monitoringstudie aus dem Jahr 2012 bezifferte die durchschnittliche Zahl erwachsener Coho-Lachse an der gesamten Mendocino-Küste über drei Jahre auf schätzungsweise 1.167 Tiere. Das Konfidenzintervall der Schätzung reichte von 488 bis 2.068 Tieren. Für das Jahr 2008 wurde laut The Mendocino Voice der gesamte Coho-Bestand Kaliforniens auf 5.000 Fische geschätzt. Das entsprach laut dem Bericht einem Prozent des historischen Bestands. Im Winter 2024/25 wurden allein im Mendocino County mehr als 30.000 Coho-Lachse gezählt. Im oberen Einzugsgebiet des Russian River bestätigte ein Wasserspezialist der Pinoleville Pomo Nation im Sommer 2025 erstmals seit 1991 die natürliche Fortpflanzung von Coho-Lachsen, wie eine Mitteilung des Gouverneursbüros vom 11. Dezember 2025 festhält. Im Jenner Headlands Reserve an der Sonoma-Küste wurden Coho-Lachse in der Woche der Veröffentlichung dieser Mitteilung erstmals seit rund 60 Jahren wieder gesichtet. Insgesamt umfasst die California Salmon Strategy laut einer Mitteilung des Gouverneursbüros zum zweiten Fortschrittsbericht der CDFW 71 Maßnahmen zum Schutz der Lachsbestände. Bis zum Sommer 2026 waren laut dem Bericht 49 Prozent dieser Maßnahmen vollständig abgeschlossen. Bei weiteren 51 Prozent habe der Staat zumindest teilweise Fortschritte erzielt.
Ein Bruchteil historischer Bestände
Die sich erholende Population bleibt ein Bruchteil historischer Bestände: Früher kehrten laut High Country News jährlich Hunderttausende Coho-Lachse in kalifornische Flüsse zurück. Naturschützer selbst mahnten laut The Mendocino Voice vom 24. Januar 2026 zur Vorsicht: Es sei noch zu früh, die Zahlen der damals laufenden Saison zu beurteilen, auch wenn es nach einem weiteren guten Jahr aussehe.
Was den Erfolg wieder gefährden könnte
Den NOAA-Haushalt wollte die Trump-Regierung einem Bericht von High Country News vom 13. November 2025 zufolge zuvor im selben Jahr mit tiefen Kürzungen belegen. Hunderte weitere Meilen der Bäche an der North Coast benötigen laut dem Bericht Holz. Und eine Streichung der gesamten geschützten Einheit von der Liste gefährdeter Arten käme laut NOAA Fisheries infrage, wenn sich der Aufwärtstrend längerfristig in mehreren Einzugsgebieten etabliert.
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