Irische Ökofläche wächst 2024 auf 221.400 Hektar
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Irische Ökofläche wächst 2024 auf 221.400 Hektar

Irlands ökologisch bewirtschaftete Fläche ist 2024 deutlich gewachsen, zeigen neue Zahlen des Central Statistics Office. EU-weit ist der Anteil der Ökofläche laut Europäischem Rechnungshof von 2014 bis 2022 kontinuierlich gestiegen, während er in Schweden zurückgeht.

Quellen (8)
  1. Land Use Environmental Indicators Ireland 2025 - Global Context and Climate - Central Statistics Officecso.ie
  2. Background Notes Environmental Indicators Ireland 2025 - Global Context and Climate - Central Statistics Officewww-cloud.cso.ie
  3. Special report 19/2024: Organic farming in the EUeca.europa.eu
  4. Agricultural area under organic farming in Europe | Indicators | European Environment Agency (EEA)eea.europa.eu
  5. Ekologisk växtodling 2025 - Jordbruksverket.sejordbruksverket.se
  6. Voluntary Report – Voluntary - Public Distribution Date: February 05, 2026 Report Number: E42026-0008 Report Name: EU Organic Market Rebounds as Inflation Slowsapps.fas.usda.gov
  7. REPLIES OF THE EUROPEAN TO THE EUROPEAN COURT OF AUDITORS’ SPECIAL REPORTeca.europa.eu
  8. New policy aims to expand share of agricultural land under organics to 10%irishexaminer.com
8. November 2026, 19:35 Uhr693 Wörter · 4 Min. Lesezeit

Irlands ökologisch bewirtschaftete Fläche ist nach Angaben des Central Statistics Office von 179.400 Hektar oder 3,8 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche im Jahr 2023 auf 221.400 Hektar oder 4,8 Prozent im Jahr 2024 gestiegen. Die Zahlen stammen aus dem Basic Income Support for Sustainability Scheme des Department of Agriculture, Food and the Marine. Laut CSO beruhen diese nationalen Zahlen auf einer anderen Datengrundlage als die Eurostat-Statistik, die auch Flächen in Umstellung erfasst; beide Werte weichen deshalb geringfügig voneinander ab.

Seit 2014 stieg der Anteil EU-weit

Laut dem Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofs ist der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche an der gesamten Agrarfläche der EU seit 2014 kontinuierlich gestiegen. 2022 waren es rund 17 Millionen Hektar oder 10,5 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche, 2023 nach Schätzung der Europäischen Umweltagentur rund 17,4 Millionen Hektar oder 10,8 Prozent. Der im September 2024 veröffentlichte Bericht prüfte den Zeitraum 2014 bis 2022; die zugrunde liegenden Eurostat-Flächendaten für 2022 wurden im Juni 2024 abgerufen. Die Umstellung dauert je nach Kultur typischerweise zwei bis drei Jahre, bevor ein Betrieb als ökologisch zertifiziert gilt. Zwischen den Mitgliedstaaten bestehen laut dem Rechnungshof erhebliche Unterschiede: Der Anteil reichte von 0,6 Prozent in Malta bis 25,7 Prozent in Österreich. Die Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ und die EU-Biodiversitätsstrategie setzen das unverbindliche Ziel, bis 2030 einen Anteil von 25 Prozent zu erreichen.

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In Schweden sank die Fläche sechs Jahre in Folge

Nicht überall wächst die Ökofläche: Nach Angaben der schwedischen Agrarbehörde Jordbruksverket ist die ökologisch bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche Schwedens seit dem Höchststand 2019 sechs Jahre in Folge gesunken, insgesamt um 139.900 Hektar oder knapp 23 Prozent. 2024 waren es 54.500 Hektar weniger als im Jahr davor. 2025 setzte sich der Rückgang fort: Die Fläche sank um weitere 21.400 Hektar auf 474.300 Hektar, ihr Anteil an der gesamten schwedischen Landwirtschaftsfläche fiel von 16,6 auf 15,9 Prozent. Auch im europäischen Vergleich zeigt sich der Trend: Zwischen 2020 und 2023 sank Schwedens Anteil von 20,31 auf 18,44 Prozent, während er in Polen im selben Zeitraum von 3,45 auf 4,35 Prozent stieg. Ein Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums führt den Rückgang in Schweden auf niedrige Erzeugerpreise für Biobauern zurück, die viele Landwirte zum Wechsel zur konventionellen Produktion veranlasst hätten; der Bericht gibt nach eigenen Angaben nicht die offizielle Position des Ministeriums wieder.

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¶ Dass die Ökofläche in der EU wächst, sagt laut dem Rechnungshof noch nichts darüber, ob die EU-Förderpolitik für den ökologischen Landbau auch ihre Umweltziele und Marktziele erreicht. Die Gemeinsame Agrarpolitik habe zur Vergrößerung der Fläche beigetragen, doch die Einbeziehung dieser Ziele in die EU-Ausgaben bleibe eine Herausforderung; die Wirkung der Förderung lasse sich wegen ungeeigneter Instrumente nicht bewerten. Bereits im August 2024 hatte die Europäische Kommission erklärt, sie arbeite mit den Mitgliedstaaten kontinuierlich an besseren Daten zum Biosektor und akzeptierte die Empfehlung, den Bedarf an detaillierteren Daten bis Ende 2028 zu analysieren. Laut der Umweltagentur zählte Irland 2023 zu den Ländern mit dem niedrigsten Anteil in der EU, zusammen mit Bulgarien und Malta; nach Eurostat-Zahlen lag der irische Anteil 2023 bei 3,6 Prozent, der drittniedrigste unter den 27 Mitgliedstaaten. Im Bericht von September 2024 bleibt offen, welche Wirkung die EU-Förderung tatsächlich hat, da sich dies laut Rechnungshof mangels geeigneter Instrumente nicht bewerten lässt.

Irlands Ziel: 10 Prozent bis 2030

Die irische Regierung setzte sich mit der Politik „Our Rural Future“ das Ziel, den Ökosektor bis 2030 auf 10 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche auszuweiten, um Landwirten Diversifizierung von Produktion und Einkommen zu ermöglichen und Vorteile für Biodiversität, Bodengesundheit und Wasserqualität zu erzielen, wie der Irish Examiner am 29. Oktober 2026 berichtete. Unter einer fünften Säule verpflichtet sich die Politik außerdem, Landwirte, Fischer und Forstwirte beim Übergang zu nachhaltigeren Produktionssystemen zu unterstützen, in erneuerbare Energien und die Bioökonomie zu investieren und der Kreislaufwirtschaft in Irland mehr Gewicht zu geben. Für die EU insgesamt rechnet derselbe Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums mit einem Anstieg der Ökofläche von 18,3 Millionen Hektar 2024 auf 18,5 Millionen Hektar 2025, einem Plus von 1,2 Prozent und für 2026 mit einem weiteren Zuwachs von rund 1,5 Prozent gegenüber 2025. Nach Einschätzung desselben Berichts dürfte die Fläche 2024 und 2025 in fast allen Mitgliedstaaten steigen oder stagnieren, mit Ausnahme von Frankreich und Schweden, wo ein geringfügiger Rückgang erwartet wird.

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