
Indien verabreicht über 8 Millionen HPV-Impfdosen
Quellen (6)
- HPV vaccination drive crosses 8 mn doses as India targets cervical cancer | Health News - Business Standardbusiness-standard.com
- India administers 80 lakh HPV vaccine doses, marking major milestone in cervical cancer preventionaninews.in
- HPV vaccine: 120 adverse events after 56 lakh doses, Delhi HC declines to stay rollout | Delhi News - The Indian Expressindianexpress.com
- ITEM NO.7 COURT NO.1 SECTION PIL-W S U P R E M E C O U R T O F I N D I A RECORD OF PROCEEDINGSlivelaw.in
- WER101-34who.int
- Cervical Cancer Elimination in India: Progress, Gaps, and the Priorities - PMCpmc.ncbi.nlm.nih.gov
Business Standard und ANI berichteten am 11. September 2026 über Indiens nationale Impfkampagne. Die Kampagne sieht eine Einzeldosis des Impfstoffs vor, wie die Nachrichtenagentur ANI berichtete. Gebärmutterhalskrebs zählt laut Business Standard zu den häufigsten Krebsarten bei Frauen in Indien, mit jährlich fast 80.000 Neuerkrankungen und mehr als 42.000 Todesfällen.
Vom Privatpreis zur kostenlosen Kampagne
Laut Business Standard verabreicht der Staat den Impfstoff Gardasil-4 des Herstellers MSD, nachdem das oberste Impfgremium NTAGI seine Aufnahme ins nationale Programm empfohlen hatte. Nach Angaben von ANI verzeichnete Uttar Pradesh mit mehr als 22 Lakh geimpften Mädchen die meisten Impfungen unter den Bundesstaaten; Gujarat, Madhya Pradesh und Mizoram erreichten jeweils 100 Prozent ihrer erfassten Zielgruppen. Das indische Gesundheitsministerium nennt laut Business Standard zu diesen Abdeckungswerten jedoch keine absoluten Zahlen.

Gericht lehnt Aussetzung der Kampagne ab
Der Delhi High Court lehnte es im Juli ab, die Kampagne zu stoppen; die Zentralregierung hatte mitgeteilt, von rund 55,9 Lakh Dosen seien 120 Fälle unerwünschter Ereignisse gemeldet worden, wie The Indian Express berichtete. 42 dieser Fälle galten als ernst oder schwer, Todesfälle wurden nicht gemeldet und die Melderate lag laut Regierungsvertretern bei etwa 0,0022 Prozent der insgesamt verabreichten Dosen. Geklagt hatten die Gynäkologin Sujata Mittal und der Gesundheitsunternehmer Jitendra Chouksey; ihre Anwälte bemängelten fehlende Langzeitdaten und fehlende informierte Einwilligung, worauf das Gericht die Regierung zur eidesstattlichen Stellungnahme verpflichtete. Die Klage verwies zudem auf einen Impfversuch von 2009, der laut der Klage zu mehreren Todesfällen 2010 in einem Dorf in Khammam geführt habe. Die Organisation Universal Health Organisation warf dem Programm laut Business Standard Verletzungen von informierter Einwilligung, körperlicher Selbstbestimmung, Transparenz und Rechenschaftspflicht vor; nach einem Verfahrensprotokoll des Supreme Court vom 10. September zog sie ihre Klage zurück, nachdem das Gericht auf eine Abweisung zusteuerte. International bestätigte der Sicherheitsausschuss der WHO auf Grundlage zahlreicher sehr großer, hochwertiger Studien keine neuen besorgniserregenden Nebenwirkungen, mahnte aber, Sicherheitsbedenken könnten die Akzeptanz solcher Impfprogramme schwächen, weshalb weitere Überwachung wichtig bleibe.

Im Vergleich: Wachstum und Weltmaßstab
Zunächst meldete die Regierung laut der Übersichtsarbeit während der dreimonatigen Kampagne knapp 5 Millionen geimpfte Mädchen, mit 100 Prozent Abdeckung in Madhya Pradesh und Gujarat sowie 93 Prozent in Mizoram. Bei dieser Übersichtsarbeit handelt es sich um eine kritische narrative Zusammenfassung, deren Autoren ihre letzte Literatursuche im September 2026 durchführten und frühe Verwaltungs- oder Presseangaben mangels unabhängiger Überprüfung vorsichtig bewerten. Sieben Monate nach dem Start erreichten laut ANI Bihar, Andhra Pradesh und Assam über 90 Prozent sowie Karnataka über 85 Prozent Abdeckung ihrer identifizierten Zielgruppen. Weltweit hatten laut WHO bis Ende 2025 bereits 165 Länder einen HPV-Impfstoff eingeführt. Rund 80 Prozent der Mädchen weltweit haben Zugang zu einer solchen Impfung. Für 2026 geplante Einführungen sollen laut WHO den auf Länder mit eingeführter HPV-Impfung entfallenden Anteil der weltweiten Krankheitslast durch Gebärmutterhalskrebs von rund 70 auf rund 90 Prozent erhöhen.
Was die Impfquote laut Autoren bremsen könnte
Das Serum Institute hat zugesagt, das Programm ausreichend mit seinem Impfstoff Cervavac zu versorgen, sobald dessen Einzeldosiswirksamkeit nachgewiesen ist, was laut der Übersichtsarbeit noch offen ist. Die Übersichtsarbeit nennt als internationales Zwischenziel bis 2030, dass 90 Prozent der Mädchen bis zum Alter von 15 Jahren vollständig geimpft sind.
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