
Großbrand im Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden
Quellen (7)
- Berchtesgaden: Auf 1834 Metern Höhe - Kehlsteinhaus brennt - Bayern - SZ.desueddeutsche.de
- Großbrand in Berchtesgaden: Kehlsteinhaus am Obersalzberg steht in Flammen - SN.atsn.at
- Bayern - Kehlsteinhaus auf dem Obersalzberg in Berchtesgaden brenntdeutschlandfunk.de
- Des Kehlsteinhaus und seine Geschichtekehlsteinhaus.de
- Auf 1.834 Metern Höhe: Kehlsteinhaus in Berchtesgaden brenntt-online.de
- Auf 1.834 Metern Höhe: Kehlsteinhaus in Berchtesgaden brennt | Abendzeitung Münchenabendzeitung-muenchen.de
- Auf 1.834 Metern Höhe: Kehlsteinhaus in Berchtesgaden brenntnn.de
Um 21.52 Uhr trafen im Kehlsteinhaus am Obersalzberg bei Berchtesgaden erste Rettungskräfte ein und stellten einen Großbrand fest, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte. Die Löschmaßnahmen liefen laut SZ auf Hochtouren, auch gegen Mitternacht dauerte der Einsatz noch an. Nach vorläufigen Erkenntnissen hielt sich niemand im Gebäude auf, mit Verletzten wurde nicht gerechnet. Zur Brandursache konnte die Polizei zunächst keine Angabe machen, auch zur Zahl der eingesetzten Kräfte konnte sie gegen Mitternacht noch nichts mitteilen.
Die Anfahrt mit den Löschfahrzeugen sei schwierig gewesen, berichtete SN.at. Nach Angaben deutscher Medien, die SN.at wiedergibt, sollen rund 150 Einsatzkräfte vor Ort gewesen sein, eine eigene Bestätigung dieser Zahl durch die Polizei lag jedoch nicht vor. Der Grund für den Brand war zunächst unklar, der Deutschlandfunk berichtete von einem Verdacht auf Brandstiftung. Ein Polizeisprecher sagte laut Deutschlandfunk der „Bild“-Zeitung, den Einsatzkräften sei auf dem Weg zum Brandort ein Motorradfahrer entgegengekommen, der festgenommen worden sei.
Ein Gebäude aus der NS-Zeit am Obersalzberg
Das Kehlsteinhaus liegt auf rund 1.834 Metern Höhe und ist seit 1952 eine Berggaststätte. Das Gebäude wurde 1938 fertiggestellt und lag in einem abgeriegelten, für die Öffentlichkeit gesperrten Wohn- und Regierungsareal der nationalsozialistischen Führung, eine Ausstellung dort widmet sich seiner Geschichte. Laut SZ gehört es zu den bekanntesten Ausflugszielen der Region und sollte nach Angaben auf der Internetseite des Zweckverbands Bergerlebnis Berchtesgaden in dieser Saison noch bis zum 8. November geöffnet sein. Der Zweckverband beschreibt das 1937/38 erbaute, damals so genannte Teehaus als vorgesehenen politischen Repräsentationsort abseits der Öffentlichkeit, dessen tatsächliche Bedeutung jedoch gering blieb. Adolf Hitler habe dort Diplomaten oder andere ausländische Gäste empfangen, weit häufiger habe die am Obersalzberg versammelte NS-Entourage das Haus zur Erholung und für private Feiern genutzt.
Projekt Bormanns statt Geburtstagsgeschenk
In einer Darstellung auf der Internetseite des Kehlsteinhauses hieß es, das Gebäude sei ein Projekt Martin Bormanns gewesen und entgegen weit verbreiteter Annahme kein Geschenk zu Hitlers 50. Geburtstag im Jahr 1939. Hitler habe das Haus dieser Darstellung zufolge äußerst selten besucht. Die Bomben der Alliierten im Zweiten Weltkrieg trafen das Gebäude nicht, auch eine Sprengung nach Kriegsende unterblieb. Von 1952 bis 1962 verpachtete der Freistaat Bayern laut dieser Darstellung das Haus an den Deutschen Alpenverein, Sektion Berchtesgaden; am 17. Mai 1952 wurde es als Berggaststätte eröffnet und für Besucher zugänglich gemacht. Seit 1960 wurde es laut dieser Darstellung vom Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden verwaltet und von privaten Pächtern betrieben.
Kommentare