Forschungsausgaben 2024 auf 137,1 Milliarden Euro
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Forschungsausgaben 2024 auf 137,1 Milliarden Euro

Deutschlands Forschungsausgaben sind 2024 laut Statistischem Bundesamt um 3,8 Prozent gestiegen. Die Forschungsquote am Bruttoinlandsprodukt erreichte mit 3,17 Prozent den höchsten Stand seit Beginn der Zeitreihe; damit wurde das EU-Ziel übertroffen, während das nationale 3,5-Prozent-Ziel mit den Ergebnissen für 2024 noch nicht erreicht wurde.

Quellen (5)
  1. 3,8 % mehr Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Jahr 2024 - Statistisches Bundesamtdestatis.de
  2. Bundesbericht: FuE-Quote von 3,5 Prozent auf 2030 verschobenforschung-und-lehre.de
  3. Deutscher Bundestag Drucksache 21/6200 --- Bundesbericht Forschung und Innovation 2026dserver.bundestag.de
  4. Sachstandsbericht_2025gwk-bonn.de
  5. Gutachten zu Forschung, Innovation und Technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2026e-fi.de
31. Oktober 2026, 11:30 Uhr391 Wörter · 2 Min. Lesezeit

Deutschlands Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen 2024 bei 137,1 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am 27. März 2026 mitteilte. Die Zeitreihe beginnt 1995; 2023 lag der Anteil am Bruttoinlandsprodukt bei 3,13 Prozent. Deutschland übertraf damit erneut das Ziel der EU-Wachstumsstrategie Europa 2020 von mindestens 3 Prozent des BIP.

Die Wirtschaft trug mit 92,5 Milliarden Euro weiterhin mehr als zwei Drittel der gesamten Forschungsausgaben, ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Hochschulen gaben 24,1 Milliarden Euro aus, 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die rund 300 gemeinsam von Bund und Ländern geförderten außeruniversitären Einrichtungen ohne Erwerbszweck, darunter Institute der Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft, steigerten ihre Ausgaben um 4,6 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro.

Das Ziel von 3,5 Prozent wandert von 2025 auf 2030

Der Bundesbericht Forschung und Innovation 2026, der laut Forschung & Lehre vom Bundeskabinett verabschiedet wurde, hält als Ziel der Bundesregierung fest, bis 2030 gemeinsam mit Ländern und Wirtschaft 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung aufzuwenden. Noch am 6. Dezember 2024 hatten die Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern laut der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz bekräftigt, dieselbe Quote bereits bis 2025 erreichen zu wollen. Auch der Koalitionsvertrag zur 21. Legislaturperiode hält an der 3,5-Prozent-Marke fest, verschiebt die Frist aber auf 2030. Die Wissenschaftskonferenz bewertete das 3,5-Prozent-Ziel in ihrem Sachstandsbericht vom 28. Januar 2026 angesichts der damaligen Krisen als sehr ambitioniert und forderte ein abgestimmtes Zusammenwirken von Staat und Wirtschaft.

Laut Bundesbericht: Deutschland hinter Schweden und Österreich

Mit 3,17 Prozent lag Deutschland 2024 über dem OECD-Durchschnitt von 2,72 Prozent und dem EU-Durchschnitt von 2,13 Prozent. Zugleich liegt Deutschland nach Angaben von Forschung & Lehre hinter Ländern wie Schweden mit 3,6 Prozent, Belgien mit 3,4 Prozent und Österreich mit 3,3 Prozent sowie hinter Finnland, Israel, Südkorea, den USA und Japan. Laut Forschung & Lehre teilte der Bundestag anlässlich der Unterrichtung des Forschungsausschusses mit, Deutschland verliere bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung im internationalen Vergleich an Dynamik.

Die Expertenkommission Forschung und Innovation erklärte in ihrem Gutachten, eine ambitionierte Forschungs- und Innovationspolitik allein reiche nicht aus, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland zu steigern; dafür brauche es attraktive allgemeine Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln. Die Kommission forderte zudem, die finanziellen Anstrengungen der Bundesregierung für die Hightech Agenda Deutschland im geplanten 360-Grad-Monitoring offenzulegen. Nach ihrer Einschätzung hemmen Bürokratie, Fachkräftemangel und wirtschaftliche Risiken von Innovationsvorhaben die Innovationsaktivitäten mittelständischer Unternehmen.

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