
Berngau: Zwei Tote, Verdächtiger gefasst
Quellen (10)
- Zwei Tote nach Waffenkontrolle in Bayern: Verdächtiger festgenommenberliner-zeitung.de
- Berngau in der Oberpfalz: Tödliche Schüsse bei Waffenkontrolle - Verdächtiger gefasst | DIE ZEITzeit.de
- Berngau in der Oberpfalz: Zwei Tote nach Schüssen bei Waffenkontrolle | tagesschau.detagesschau.de
- Schüsse in Berngau bei Neumarkt: Zwei Tote – Festnahme in der Nachtnuernberg.t-online.de
- Waffenkontrolle in Berngau endet tödlich: Zwei Behördenmitarbeiter sterben - Verdächtiger gefasstnordbayern.de
- Zwei Tote nach Schüssen bei Waffenkontrolle in Deutschland - news.ORF.atorf.at
- Tödliche Waffenkontrolle in der Oberpfalz - mutmaßlicher Täter festgenommen | Euronewsde.euronews.com
- Neumarktaktuell - Große Betroffenheit und Trauer im Landratsamt | 08.10.2026neumarktaktuell.de
- Kriminalität - Zwei Behördenmitarbeiter bei Waffenkontrolle in der Oberpfalz erschossen - Verdächtiger festgenommendeutschlandfunk.de
- Berngau in der Oberpfalz: Tödliche Schüsse bei Waffenkontrolle - Verdächtiger gefasst - Panorama - Rhein-Neckar-Zeitungrnz.de
Ein 45 Jahre alter Mitarbeiter und eine 54 Jahre alte Mitarbeiterin starben noch am Tatort. Die Polizei drang nach stundenlangen Verhandlungen gegen 2.20 Uhr in der Nacht in die Wohnung des mutmaßlichen 60-jährigen Schützen ein. Dabei wurde er durch Schüsse ins Bein leicht verletzt und anschließend medizinisch versorgt.
Ablauf des Einsatzes
Nach Angaben der Polizei wollten die beiden Mitarbeiter des Landratsamts bei dem Waffenbesitzer eine Routinekontrolle seines legalen Waffenbesitzes durchführen, bei der unter anderem die vorschriftsmäßige Lagerung der Schusswaffen geprüft wird. Gegen 14 Uhr meldeten mehrere Zeugen Schussgeräusche per Notruf bei Polizei und Rettungskräften. Einsatzkräfte fanden den 45-jährigen Mitarbeiter leblos vor dem Wohnhaus des Verdächtigen, er war bereits tot. Die Leiche seiner 54 Jahre alten Kollegin entdeckten Einsatzkräfte erst später im Gebäude, in dem sich der Mann weiterhin verschanzt hielt, ihr Tod wurde erst am Abend bekannt gegeben. Nach Einschätzung der Polizei starb sie bereits unmittelbar im Zuge der Schüsse; dafür spreche die Auffindesituation.
Stundenlange Verhandlungen vor dem Zugriff
Der Tatverdächtige meldete sich nach Polizeiangaben selbst telefonisch bei der Einsatzzentrale und gab an, in seiner Wohnung und im Besitz von Schusswaffen zu sein, er habe das Schießen zugegeben und angekündigt, nicht widerstandslos aufzugeben. Die Polizei setzte zunächst auf Kommunikation, ein Sprecher nannte als Ziel eine gewaltfreie Lösung. Rund 150 Polizisten einschließlich Spezialkräften sowie etwa 90 weitere Einsatzkräfte aus Rettung, Krisenintervention und THW waren laut Informationen des Bayerischen Rundfunks zwischenzeitlich im Einsatz; laut DIE ZEIT rückte ein Spezialeinsatzkommando mit gepanzertem Fahrzeug an und ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Gegen 2.20 Uhr drangen die Beamten schließlich unter Einsatz von Sprengmitteln in die Wohnung ein. Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberpfalz erklärte, der Zugriff sei nicht widerstandslos verlaufen, weil die Beamten auch hätten schießen müssen.
Motiv zunächst ungeklärt
Warum der Mann auf die beiden Kontrolleure geschossen haben soll, blieb zunächst unklar. Ermittler der Kripo Regensburg sollten ihn laut DIE ZEIT in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth dazu befragen.
Das Landratsamt teilte mit, Landrat Martin Meier reagiere gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamts mit großer Betroffenheit und Trauer auf den Tod seiner Mitarbeiter. Er bekundete der Familie und den Angehörigen des verstorbenen Kollegen sein Mitgefühl und seine Anteilnahme. Das Landratsamt Neumarkt blieb am Freitag für den Besucherverkehr geschlossen. Bürgermeister Thomas Meier sagte der Lokalzeitung Die Mittelbayerische, die Stimmung im Ort sei nach anfänglicher Verunsicherung wieder ruhig; zudem lobte er den Zusammenhalt der über Nachrichtenchats und soziale Medien vernetzten Bürger. Vereinstreffen und Trainings im Ort wurden abgesagt.
Offene Fragen vor der Befragung
Die angekündigte Befragung durch die Kripo Regensburg sollte auch das Motiv betreffen; der genaue Ablauf der tödlichen Kontrolle in Berngau war laut nordbayern.de noch ungeklärt.
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