
Anthropic laut Bloomberg größter SpaceX-Kunde
Quellen (6)
- SpaceXâs Largest, $3 Billion-a-Month âCustomer Bâ Is Anthropicnews.bloomberglaw.com
- Nicht mehr die US-Regierung: Anthropic jetzt größter Kunde von SpaceX | heise onlineheise.de
- Higher usage limits and a SpaceX compute deal \ Anthropicanthropic.com
- New Compute Partnership with Anthropic | SpaceXSIx.ai
- How Muskâs toxic data empire is powering Anthropicâs⦠| TBIJthebureauinvestigates.com
- Partnerships Between Cloud Service Providers and AI Developersftc.gov
Der berichtete Umsatzanteil Anthropics bezog sich auf das dritte Quartal und den Umsatz von Elon Musks Unternehmen für künstliche Intelligenz, Satelliten und Raketen. SpaceX habe laut einer Einreichung der Vorwoche erklärt, dass der einzelne Kunde die inzwischen Super Intelligence genannte KI-Sparte bezahlt und dafür Rechenleistung erhält. Darin sei der Kunde nur als „Customer B“ bezeichnet worden; die Person, die ihn gegenüber Bloomberg als Anthropic identifizierte, wollte anonym bleiben, weil die Einzelheiten privat seien. Heise online schrieb dazu am 30. Oktober 2026, die Abkehr von der US-Weltraumagentur NASA nehme damit an Fahrt auf.
Die Rechenpartnerschaft seit Mai
Grundlage ist eine Vereinbarung, die Anthropic und SpaceXSI am 6. Mai 2026 bekanntgaben: Anthropic sicherte sich darin die gesamte Rechenkapazität des Rechenzentrums Colossus 1, mehr als 300 Megawatt mit über 220.000 NVIDIA-GPUs, die laut Anthropic noch im selben Monat zugänglich werden sollten und die Kapazität für Abonnenten von Claude Pro und Claude Max verbessern sollten. SpaceXSI nannte in seiner eigenen Mitteilung dieselbe GPU-Zahl und ergänzte, dazu gehörten Beschleuniger der Typen H100, H200 und GB200. Die Rechercheorganisation TBIJ berichtete im August 2026, Anthropic habe vereinbart, die Kapazität von Colossus zu einem Preis von 1,25 Milliarden Dollar pro Monat zu kaufen.
Möglicherweise erschwerter Anbieterwechsel laut einem älteren Kartellbericht
Ein Stabsbericht der US-Kartellbehörde FTC vom 14. Januar 2025 hatte zuvor drei andere Partnerschaften zwischen Cloudanbietern und KI-Entwicklern untersucht (Microsoft-OpenAI, Amazon-Anthropic und Google-Anthropic) und dabei festgestellt, dass solche Verträge KI-Entwickler verpflichten können, einen großen Teil der Investitionen ihres Cloudpartners für dessen eigene Clouddienste auszugeben. Nach Einschätzung der Behörde können vertragliche Bindungen und technische Hürden die Wechselkosten erhöhen und den Wechsel des Anbieters erschweren; die Autoren betonten zugleich, der Bericht beruhe auf Informationen bis September 2024 sowie auf öffentlich verfügbaren Informationen bis Januar 2025 und sei keine formelle rechtliche oder wirtschaftliche Analyse.
Kritik an Umweltfolgen in Memphis
Keshaun Pearson, Anwohner und Leiter der Umweltgerechtigkeitsorganisation Memphis Community Against Pollution, sagte TBIJ, die als vorübergehend angekündigten methanbetriebenen Turbinen bei Colossus liefen nach fast zwei Jahren weiterhin rund um die Uhr; die nächsten Wohnhäuser liegen in Boxtown, einem historisch schwarzen Viertel in South Memphis. Pearson warf SpaceXAI zudem vor, Besucher einzuschüchtern, weil Sicherheitspersonal Fahrzeugkennzeichen fotografiert habe; der Entwickler und KI-Kommentator Simon Willison kritisierte Anthropics Entscheidung zur Nutzung von Colossus als Standort mit „besonders schlechter Umweltbilanz“ und nannte die Vereinbarung angesichts politischer Kontroversen um Rechenzentren ein „schlechtes Signal“. Monate nach Vertragsschluss sagte Pearson, er habe wenig Anzeichen dafür gesehen, dass Anthropic in Memphis anders vorgehe als SpaceXAI.
Kommentare