
WHO: Malediven mit dreifacher Eliminierung der Mutter-Kind-Übertragung
Quellen (8)
- Maldives becomes the first country globally to achieve Triple Elimination of Mother to Child Transmission (EMTCT) of HIV, syphilis and hepatitis Bunicef.org
- Maldives becomes the first country to achieve ‘triple elimination’ of mother-to-child transmission of HIV, syphilis and hepatitis Bwho.int
- Maldives becomes first country in the world to achieve triple elimination of mother-to-child transmission of HIV, syphilis and hepatitis Bwho.int
- WHO lauds Maldives for ending mother-to-child transmission of 3 diseases | Health News - Business Standardbusiness-standard.com
- Achieving the hepatitis B control goal – successful journeys in Maldives and Sri Lanka: The path towards eliminationwho.int
- Maldives achieves historic milestone with triple elimination of mother-to-child transmission | United Nations in Maldivesmaldives.un.org
- Maldives First Country to Achieve ‘Triple Elimination’ of Congenital HIV, Syphilis and Hepatitis B | Managed Healthcare Executivemanagedhealthcareexecutive.com
- Timelinewho.int
Gesundheitsminister Abdulla Nazim Ibrahim nahm die Zertifizierung von WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bei der laufenden 78. WHO-Regionalkomiteetagung für Südostasien in Colombo entgegen, wie UNICEF am 14. Oktober 2025 mitteilte. Tedros erklärte, die Malediven hätten gezeigt, dass mit starkem politischem Willen und anhaltenden Investitionen in die Gesundheit von Müttern und Kindern die Eliminierung der Mutter-zu-Kind-Übertragung dieser Krankheiten möglich sei.
Der Weg dorthin baut laut WHO auf mehr als einem Jahrzehnt Engagement und Reformen im gesamten Gesundheitssystem auf. 2019 hatte die WHO das Land bereits für die Eliminierung der Mutter-zu-Kind-Übertragung von HIV und Syphilis validiert, gestützt auf eine hohe Abdeckung der Schwangerschaftsvorsorge, universelle Infektionsuntersuchungen während der Schwangerschaft und das Engagement von Gesundheitskräften, Familien und Führungspersonen. Zwischen 2019 und 2023 meldeten die Malediven laut WHO keine neuen pädiatrischen HIV-Infektionen und keine Fälle angeborener Syphilis. Aufbauend darauf erweiterten sie laut WHO ihre Maßnahmen um die Hepatitis-B-Prävention: Die Impfquote für die Geburtsdosis lag über 95 Prozent und eine landesweite schulbasierte Untersuchung fand 2023 keine Hepatitis-B-Infektionen bei Kindern in der ersten Schulklasse.

Mehr als 95 Prozent der Schwangeren erhielten laut WHO auf den Inseln Vorsorgeuntersuchungen, bei denen im ersten Schwangerschaftsdrittel routinemäßig Tests auf HIV, Syphilis und Hepatitis B angeboten wurden. Alle Neugeborenen erhielten innerhalb von 24 Stunden nach der Geburt eine Hepatitis-B-Impfung, gefolgt vom vollständigen Impfplan. Gestützt wurde das System laut WHO-Mitteilung vom 13. Oktober 2025 durch Gesundheitsinvestitionen von über 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Getragen wurde der Prozess laut WHO von einem koordinierten nationalen Rahmen aus Gesundheitsministerium, Health Protection Agency, WHO, UNICEF und zahlreichen weiteren Partnern, während das Indira Gandhi Memorial Hospital als nationales Referenzkrankenhaus und Referenzlabor zusammen mit öffentlichen und privaten Gesundheitseinrichtungen die Versorgungsqualität sicherstellte. WHO und UNICEF waren nach eigenen Angaben selbst am beschriebenen Prozess beteiligt.

Im Vergleich: Sri Lanka und Thailand
Laut Business Standard hatten Sri Lanka und Thailand zuvor bereits die zweifache Eliminierung der Mutter-zu-Kind-Übertragung von HIV und Syphilis erreicht. Ein unabhängiges Expertengremium bestätigte laut WHO, dass die Malediven und Sri Lanka nach Jahren sehr hoher Impfabdeckung das Hepatitis-B-Kontrollziel erreicht haben. Wie groß die verbleibende Aufgabe in der Region ist, zeigen vorläufige WHO-Schätzungen für 2024. In der Region Südostasien hatten demnach mehr als 23 000 Schwangere Syphilis, über 8000 Säuglinge kamen mit angeborener Syphilis zur Welt. Hepatitis B betraf laut WHO-Mitteilung vom 13. Oktober 2025 in der Region weiterhin mehr als 42 Millionen Menschen, während rund 25 000 HIV-positive Schwangere eine Behandlung benötigten, um eine Übertragung auf ihre Babys zu verhindern.
Wer in der Region handeln soll
Das globale Ziel der dreifachen Eliminierung, das WHO, UNICEF, UNAIDS und Partner bis 2030 verfolgen, soll laut UNICEF sicherstellen, dass alle Länder neue Infektionen verhindern und jedem Neugeborenen einen gesunden Start ermöglichen können. UNICEF rief am 14. Oktober 2025 alle Länder der Region dazu auf, auf diesem Fortschritt aufzubauen, damit kein Kind mehr mit HIV, Syphilis oder Hepatitis B geboren wird. Die Malediven selbst wollten ihr System laut WHO-Mitteilung vom 13. Oktober 2025 weiter ausbauen, etwa durch die Integration digitaler Gesundheitsdaten, zusätzliche Maßnahmen für Migranten und ein verbessertes Qualitätsmanagement in den Laboren. WHO-Vertreterin Catharina Boehme bezeichnete den Erfolg als Beleg für das Engagement des Landes für eine qualitativ gute und gerechte Versorgung über die verstreuten Inseln hinweg, einschließlich für Migranten.
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