Trump attackiert Fox News wegen Oppositionskandidaten
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Trump attackiert Fox News wegen Oppositionskandidaten

US-Präsident Donald Trump kritisierte Fox News am 6. Oktober scharf, weil der Sender Oppositionskandidaten wie den Michigan-Demokraten Abdul El-Sayed und den unabhängigen Nebraska-Kandidaten Dan Osborn interviewte. Der Streit fällt in die Schlussphase des Wahlkampfs vor den Zwischenwahlen 2026, bei denen die Kontrolle über den Kongress auf dem Spiel steht.

Quellen (8)
  1. Trump kritisiert Fox News: Sender pushe Demokraten statt MAGAfr.de
  2. Trump Rips Fox News Over Abdul El-Sayed Interview, Accuses Network of Favoring Democrats - Newsweeknewsweek.com
  3. Trump seethes at Fox News in multi-post meltdown: ‘They have totally lost their way!’ - Raw Storyrawstory.com
  4. President Trump stumps for Republicans in Grand Island1011now.com
  5. Trump Shreds Fox, Jabs 'Softball Interview' With El-Sayedmediaite.com
  6. Seething Trump Completely Loses It at Fox News in Morning Meltdownthedailybeast.com
  7. Trump Accuses Fox News of Platforming 'Dumocrat Jihadists' Over Republicansthewrap.com
  8. Trump Lashes Out at Fox News for 'Not Covering' Ohio Rallythewrap.com
8. Oktober 2026, 6:40 Uhr560 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Trump warf Fox News am Dienstag in mehreren Beiträgen auf Truth Social vor, Kandidaten eine Plattform zu bieten, die gegen Republikaner antreten, darunter den demokratischen US-Senatskandidaten aus Michigan Abdul El-Sayed. Seine Kritik entzündete sich zunächst an einem Interview der Fox-Moderatorin Martha MacCallum mit El-Sayed, einem Arzt und ehemaligen Gesundheitsbeamten, der für den offenen Senatssitz in Michigan kandidiert. Trump schrieb, der Sender widme den von ihm als „Jihadist and Dumocrat candidates“ bezeichneten Kandidaten mehr Zeit als Republikanern, nannte das Gespräch ein „softball interview“ und beklagte, MacCallum interviewe ihn selbst nie so.

Warum der Senatswahlkampf in Michigan zählt

Die Demokraten betrachten das Rennen in Michigan als entscheidend für ihre Hoffnungen, die Kontrolle über den Senat zu erringen. El-Sayed hatte sich in der demokratischen Vorwahl gegen die frühere Abgeordnete Haley Stevens durchgesetzt und tritt nun gegen den Republikaner Mike Rogers an. Barack Obama soll am 24. Oktober gemeinsam mit El-Sayed bei einer Kundgebung in Detroit auftreten, was laut Frankfurter Rundschau unterstreicht, welche Bedeutung nationale Demokraten diesem Rennen beimessen.

Ein alter Konflikt

Schon während der republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen 2024 hatte Trump Fox wiederholt vorgeworfen, seinen Rivalen, den Gouverneur von Florida Ron DeSantis, zu bevorzugen. In einem Truth-Social-Beitrag vom Juni 2023, auf den sich The Hill laut Frankfurter Rundschau berief, forderte Trump, Fox solle MAGA „umarmen“ und warf dem Sender vor, stattdessen „Ron DeSanctus“ zu pushen. Auch die Umfrageabteilung von Fox griff er wiederholt an und bezeichnete deren Erhebungen im Vormonat als „die schlechtesten im ganzen Geschäft“, nachdem der Sender für ihn ungünstige Werte veröffentlicht hatte. Mit dem früheren Fox-Moderator Chris Wallace lag er nach dessen Interviews und seiner Moderation der ersten Präsidentschaftsdebatte 2020 öffentlich im Streit.

Auch Osborn im Visier

Wenige Minuten nach seinem ersten Beitrag griff Trump laut Newsweek auch ein ausführliches Fox-Interview mit Dan Osborn an, dem unabhängigen Senatskandidaten aus Nebraska, der gegen den Republikaner Pete Ricketts antritt. Er bezeichnete Osborn als „sleazebag“ und fragte, warum der Sender ihm so viel Sendezeit gebe. Fox zeige seine Kundgebungen am folgenden Morgen nicht, andere Sender aber schon, schrieb Trump und warf dem Sender vor, Demokraten statt Republikaner und MAGA zu fördern und „völlig seinen Weg verloren“ zu haben.

Was Osborn zum Besuch sagt und Mediaite entgegnet

Vor Trumps Kundgebung in Grand Island sagte Osborn laut KOLN, es sei „ziemlich cool“, dass ein amtierender Präsident nach Nebraska komme, deutete den Auftritt aber als Zeichen für Schwierigkeiten seines Gegners Ricketts und erklärte: „Nebraska steht nicht zum Verkauf.“ Osborns Wahlkampfteam erklärte laut KOLN danach, Trump habe dort Unterstützung für das „Recht auf Reparatur“ sowie für einen erweiterten Zugang zu rot gefärbtem Diesel angekündigt und warf Ricketts vor, Geld von John Deere anzunehmen. Der Vanity-Fair-Journalist Aidan McLaughlin schrieb auf X, Trump fordere von Fox eine einseitigere Berichterstattung, nachdem er Medien mit der Begründung ausgeschlossen habe, einseitige Nachrichten gefährdeten die nationale Sicherheit.

Umfragen vor dem 3. November

Eine vom 24. bis 28. September durchgeführte Umfrage von Fox News sah El-Sayed in Michigan laut Frankfurter Rundschau unter wahrscheinlichen Wählern mit 50 Prozent knapp vor Rogers mit 49 Prozent. Eine am Montag genannte Umfrage von Mitchell Research & Communications sah ihn laut The Daily Beast unter wahrscheinlichen Wählern mit 45 Prozent zu 41 Prozent vorn. In Nebraska lag der von Demokraten unterstützte Osborn in einer im Vormonat veröffentlichten SurveyUSA-Umfrage mit 46 Prozent gegenüber 42 Prozent vor dem Amtsinhaber Ricketts. Ricketts gilt dennoch als Favorit für die Wiederwahl am 3. November.

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