TIME würdigt sechs Agrarerfindungen für 2026
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TIME würdigt sechs Agrarerfindungen für 2026

Sechs Plätze in TIMEs Liste der 300 besten Erfindungen des Jahres gehen an Agrartechnik: UV-Licht gegen Mehltau, lichtaktiviertes Saatgut, ein Transportroboter, KI in der Imkerei, eine Plattform zur Identifizierung wertvoller Verbindungen in Agrarabfällen und Dünger aus Urin. Laut Fruitnet soll Thorvald den Fungizidbedarf senken; BioLumic berichtet von höheren Erträgen.

Quellen (8)
  1. TIME names six agriculture innovations in Best Inventions of 2026 listagnavigator.com
  2. The Best Inventions of 2026time.com
  3. How We Chose the Best Inventions of 2026time.com
  4. Saga Robotics' Thorvald robot named in Time's Best Inventions of 2026 for UV-C crop protection | Fruitnetfruitnet.com
  5. BioLumic Launches World’s First Commercial Light-Activated Seed Traits — BIOLUMICbiolumic.com
  6. U.S. beekeepers grapple with delayed pay from AI hive compan...aspendailynews.com
  7. BioLumic’s UV light treatments for seeds promise productivity revolution — BIOLUMICbiolumic.com
  8. Burro introduces Grande 44 with proven outdoor autonomy built for heavy industry - The Robot Reporttherobotreport.com
18. Oktober 2026, 9:04 Uhr460 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Laut dem Fachportal AgNavigator zeichnete TIME sechs Agrartechnologien aus den Bereichen Pflanzengenetik, Robotik, Bestäubermanagement, Kreislauflandwirtschaft und Nährstoffrecycling aus. Ausgezeichnet wurden BioLumics Plattform xTraits, der Weinbergsroboter Thorvald von Saga Robotics, Beewise Robi, der Agrarroboter Burro Grande 44, die Plattform 2nd Nature AgWaste Portal und VunaNexus Aurin, ein Dünger aus recyceltem Urin.

TIME erklärt, die Rangfolgen würden objektiv von der Redaktion erstellt und etwaige Bewerbungsgebühren beeinflussten weder Aufnahme noch Platzierung. Nach eigenen Angaben sammelte die Redaktion Nominierungen von Mitarbeitern weltweit sowie über ein Online-Verfahren und bewertete die Kandidaten unter anderem nach Originalität, Wirksamkeit, Ambition und Wirkung.

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Licht gegen Mehltau: Wie Thorvald Weinberge schützt

Das Fachportal Fruitnet beschreibt den Roboter Thorvald von Saga Robotics, dessen Ansatz das Unternehmen „Farming with Light“ nennt. Der Roboter fährt laut Fruitnet autonom und nachts durch Weinberge und Erdbeerkulturen und bestrahlt die Pflanzen mit UV-C-Licht gegen Mehltau, wodurch der Bedarf an herkömmlichen Fungiziden deutlich sinken soll. Nach Unternehmensangaben behandelt Thorvald 2026 schätzungsweise 30 Prozent der britischen Erdbeerproduktion auf Stellagen und schützt rund 2.500 Acres kalifornischer Weinberge. Dabei erfasst die Plattform zugleich Bilddaten, die Erzeuger für Ernteprognosen nutzen, erklärt Produktchef Damian Flynn. Salih Hodzhov von WB Chambers Farms nennt genaue Ernteprognosen eine der größten Herausforderungen der Beerenbranche und berichtet nach zwei Jahren Zusammenarbeit mit Saga von deutlichen Verbesserungen.

Saatgut, das mit UV-Licht programmiert wird

BioLumic verfolgt einen anderen Ansatz: Die Plattform xTraits nutzt UV-Licht, um die Genexpression von Pflanzen zu steuern, ohne ihr Erbgut gentechnisch zu verändern, erklärt das Unternehmen. Nach eigenen Angaben vom 7. März 2025 wurden die lichtaktivierten Eigenschaften in über 6.000 Versuchsparzellen geprüft: Bei mehreren unbehandelten Hybridlinien aus aktivierten Elternlinien habe der durchschnittliche Mehrertrag über 20 Prozent betragen, bei aktivierten Inzuchtlinien 6,1 Bushel pro Acre beziehungsweise 8,2 Prozent.

Roboter, Reste und Dünger aus Urin

Burro Grande 44, von TIME als „vielseitig einsetzbarer Agrarroboter“ beschrieben, transportiert gepflückte Früchte zu Sammelpunkten; Firmenchef Charlie Andersen zufolge steigert das die Produktivität der Erntehelfer um 30 Prozent.

Burros Versprechen von 30 Prozent mehr Produktivität der Erntehelfer stammt von Firmenchef Andersen, während WB Chambers nach zwei Jahren mit Thorvald von deutlichen Verbesserungen bei Ernteprognosen berichtet.

Schattenseite: Zahlungsstreit um Beewise

Während Beewise laut AgNavigator für seine Imkereitechnik ausgezeichnet wurde, berichtete die Aspen Daily News am 27. September 2026 über Zahlungsverzögerungen im Vermittlungsgeschäft des Unternehmens für Bestäubungsleistungen. Shannon Wallace von Wallace Apiaries in Oklahoma verkaufte eigenen Angaben zufolge Ausrüstung, um Kosten zu decken; er hatte rund 55 Prozent der ihm zustehenden Summe erhalten. Beewise-Chef Saar Safra führte die Verzögerungen auf Mandelanbauer zurück, die ihre Zahlungen nicht geleistet hätten; das Unternehmen verklagte deshalb binnen drei Monaten mindestens drei Anbauer auf insgesamt rund 520.000 Dollar. Friends Farm reagierte laut Zeitung nicht auf Anrufe, die übrigen beklagten Anbauer waren für die Zeitung nicht erreichbar. Die Zahlungsprobleme betreffen laut Bericht das Vermittlungsgeschäft für Bestäubung.

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