Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs, OP laut Ärzten erfolgreich
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Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs, OP laut Ärzten erfolgreich

Während einer rund 90-minütigen Operation im Gemelli-Krankenhaus in Rom ist bei Papst Leo XIV. laut Ärzten die Diagnose Lungenadenokarzinom bestätigt worden. Ärzte entfernten dabei den unteren Lappen seines rechten Lungenflügels, der Eingriff verlief nach ihren Angaben erfolgreich und ohne Komplikationen. Das genaue Krebsstadium hat der Vatikan in seiner Erklärung vom 13. Oktober nicht bekanntgegeben.

Quellen (12)
  1. Pope Leo XIV undergoes successful lung surgery - Vatican Newsvaticannews.va
  2. Pope Leo diagnosed with lung cancer after undergoing surgery, Vatican says - CBS Newscbsnews.com
  3. Pope Leo: I will undergo surgery soon to remove nodule in my lung - Vatican Newsvaticannews.va
  4. Pope Leo diagnosed with lung cancer and has part of right lung removed, Vatican says | CNNedition.cnn.com
  5. Leone XIV: primo bollettino medico, “adenocarcinoma polmonare” - AgenSIRagensir.it
  6. Surgery confirms Pope has lung cancer, Vatican says | CBC Newscbc.ca
  7. Pope Leo has lung cancer, the Vatican announces after surgery : NPRnpr.org
  8. Nach OP: Lungenkrebs bei Papst Leo XIV. festgestelltzdfheute.de
  9. Vatican says pope has lung cancer and had part of his right lung removednbcnews.com
  10. Diagnose: Papst an Lungenkrebs erkrankthandelsblatt.com
  11. Il Papa al Gemelli, intervento concluso positivamente - Vatican Newsvaticannews.va
  12. Vatican: Pope surgery successful; pope resting | USCCBusccb.org
14. Oktober 2026, 1:26 Uhr816 Wörter · 5 Min. Lesezeit

Papst Leo XIV. hat sich am Dienstagnachmittag im Gemelli-Krankenhaus in Rom einer geplanten Thoraxoperation unterzogen, wie Dr. Luigi Carbone und Professor Stefano Margaritora in einer vom Presseamt des Heiligen Stuhls veröffentlichten Erklärung mitteilten. Die Ärzte nutzten dabei eine videoassistierte Technik, um eine radikale Entfernung sicherzustellen. Eine während des Eingriffs vorgenommene histologische Untersuchung bestätigte die schon zuvor aufgrund der präoperativen Tests vermutete Diagnose eines Lungenadenokarzinoms. Der 71 Jahre alte Papst erwachte danach normal und kehrte nach einer kurzen Beobachtungsphase in sein Zimmer im zehnten Stock zurück.

Vom Sonntagsgebet zur Operation am Dienstag

Bekannt geworden war der Befund bereits am Sonntag: Leo erklärte, Ärzte hätten bei jüngsten Untersuchungen einen kleinen, örtlich begrenzten Knoten in seiner Lunge entdeckt, der in einem sehr frühen Stadium gefunden und gut lokalisiert sei. Nach Angaben der vatikanischen Pressestelle war der Befund bei Routineuntersuchungen aufgefallen. Vatikansprecher Matteo Bruni kündigte an, die Operation sei für die ersten Tage dieser Woche vorgesehen, die postoperative Erholung werde schätzungsweise etwa eine Woche dauern. Am Montag hielt der Papst zunächst noch seinen gewohnten dichten Terminplan ein, mit Treffen am Vormittag und einer Zusammenkunft mit Bischöfen im Vatikan. Am Dienstag betrat Leo durch den Haupteingang das Gemelli-Krankenhaus und winkte den dort versammelten Unterstützern zu, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete.

Wer operierte und wie der Abend verlief

Das chirurgische Team leitete Professor Margaritora, unterstützt von Professor Elisa Meacci, Dr. Maria Teresa Congedo und Dr. Leonardo Petracca Ciavarella, für die Narkose war ein Team um Professor Massimo Antonelli, Dr. Giovanni Punzo und Dr. Giuseppe Bello zuständig. Insgesamt habe sich der Papst etwa drei Stunden im Operationssaal aufgehalten, während der eigentliche Eingriff rund 90 Minuten in Anspruch nahm. Nach der Operation bat der Papst um ein Abendessen und verbrachte den Abend in Gesellschaft seiner Sekretäre und weiterer Mitarbeiter des Vatikans, wie Presseamtsdirektor Matteo Bruni berichtete.

Was die Diagnose noch offenlässt

In seiner Erklärung vom 13. Oktober nannte der Vatikan weder das Stadium der Erkrankung noch, ob sich der Krebs bereits ausgebreitet hatte, auch mögliche weitere Eingriffe oder Behandlungen erläuterte er nicht näher. Von Chemotherapie oder anderen Therapien sei bislang nicht die Rede, hieß es aus dem Vatikan. Der Lungenkrebsexperte Stephen Liu von der Georgetown University in Washington erklärte, die Diagnose liege zwar vor, das Stadium aber noch nicht, dies sei für Prognose und Behandlung entscheidend. Liu sagte der Nachrichtenagentur Reuters, handle es sich um einen kleinen Tumor ohne Lymphknotenbefall, könne die Operation allein wahrscheinlich heilen, zeige die abschließende Analyse jedoch eine größere Ausbreitung, bedeute das eine schlechtere Prognose. Onkologen hatten bereits vor dem Eingriff erklärt, selbst im Fall einer Krebsdiagnose sei die Prognose ausgezeichnet, wenn der Knoten in einem frühen Stadium entfernt werde; der Vatikan nannte das Stadium in seiner Erklärung vom 13. Oktober jedoch nicht.

Die häufigste Lungenkrebsform in den USA

Das Lungenadenokarzinom ist nach Angaben der Lung Cancer Foundation of America die häufigste Form von Lungenkrebs in den Vereinigten Staaten und macht dort etwa 40 Prozent aller diagnostizierten Fälle aus. Die American Thoracic Society gibt an, dass weniger als 5 Prozent der Lungenknoten bösartig sind, ein als Krebs bestätigter Knoten gilt in der Regel als Zeichen eines frühen Krankheitsstadiums. Laut NPR ist nicht bekannt, dass Leo raucht, in seiner Familie gibt es jedoch eine Vorgeschichte von Krebserkrankungen. Sein in Florida lebender älterer Bruder Louis wird nach Angaben seiner Ehefrau Deborah Prevost wegen eines multiplen Myeloms behandelt, die Mutter des Papstes, Mildred, starb 1990 im Alter von 77 Jahren an Krebs.

Reaktionen aus dem Vatikan

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sagte italienischen Medien, die katholische Geistlichkeit bete für die Gesundheit des Papstes, die Notwendigkeit der Operation sei für ihn überraschend gekommen; er habe Leo am Vorabend gesehen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, übermittelte Leo in sozialen Medien die Wünsche der Konferenz für Gottes Segen und eine rasche Genesung. Spezifische Regeln für eine Übertragung der Kirchenleitung bei Handlungsunfähigkeit des Papstes gibt es laut CNN im Vatikan nicht, der Papst behält auch während einer Operation seine volle Autorität, während das Tagesgeschäft ohnehin von einem eigenen Team erledigt wird.

Geplante Reise nach Südamerika ab dem 6. November

Der Vatikan sagte sämtliche Audienzen des Papstes bis zum 20. Oktober ab. Nach dem Eingriff wird laut CBS News üblicherweise empfohlen, für etwa drei Wochen auf Flugreisen zu verzichten, was den Papst unmittelbar an den Beginn seiner für den 6. November geplanten Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru heranführen würde. Zum Programm gehört auch ein Besuch der peruanischen Stadt Cusco in 3.400 Metern Höhe, die bei manchen Menschen zu Atemproblemen und Höhenkrankheit führen kann. Laut Vatican News vom 13. Oktober wurde für Mittwochmorgen eine Mitteilung des Presseamts des Heiligen Stuhls darüber erwartet, wie der Papst die Nacht verbracht hat und welche weiteren Untersuchungsergebnisse gegebenenfalls inzwischen vorliegen. Ob sich die zuvor geäußerte zuversichtliche Einschätzung bestätigt, hängt nach Angaben von Fachleuten vor allem davon ab, in welchem Stadium der Tumor tatsächlich gefunden wurde, eine Angabe, die der Vatikan in seiner Erklärung vom 13. Oktober nicht gemacht hat.

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