Hurrikan Isaias: Vier Tote in Florida und Alabama
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Hurrikan Isaias: Vier Tote in Florida und Alabama

Hurrikan Isaias traf als Kategorie 2 auf den Florida Panhandle und schwächte sich auf dem Weg ins Landesinnere zu einem posttropischen Sturm ab. Nach Behördenangaben starben mindestens vier Menschen in Florida und Alabama und Hunderttausende Haushalte blieben ohne Strom. Mehrere Gouverneure und Präsident Trump erklärten den Notstand für die betroffenen Bundesstaaten.

Quellen (10)
  1. At least 4 dead as weakened Isaias brings threat of floods across the Southeastcbsnews.com
  2. Isaias weakens to a post-tropical cyclone after making landfall near Destin, Floridanbcnews.com
  3. 20261010 ICYMI: Governor Ron DeSantis Issues Updates on State Response and Recovery Efforts for Hurricane Isaias | Florida Disasterfloridadisaster.org
  4. Isaias strengthens into the first hurricane of the Atlantic season : NPRnpr.org
  5. Governor Kay Ivey Issues Mandatory Visitor Evacuation • Gulf Shores, ALgulfshoresal.gov
  6. Hurricane Isaias — Chevronchevron.com
  7. National Hurricane Center (NOAA): Public Advisory zu Hurricane Isaiasnhc.noaa.gov
  8. Tropenstürme: Sturm „Isaias“ kein Hurrikan mehr - trotzdem Lebensgefahrtagesspiegel.de
  9. Golfküste der USA - Sturm «Isaias» kein Hurrikan mehr – trotzdem Lebensgefahr - News - SRFsrf.ch
  10. MMA Monitors Gulf of America Oil and Gas Activities in Response to Tropical Storm Isaias | Bureau of Safety and Environmental Enforcementbsee.gov
11. Oktober 2026, 1:27 Uhr644 Wörter · 4 Min. Lesezeit

Isaias traf in der Nacht zum Samstag nahe Destin im Florida Panhandle als Hurrikan der Kategorie 2 mit maximalen anhaltenden Winden von rund 105 Meilen pro Stunde auf Land, wie CBS News berichtet. Vor der Landung hatte sich der Sturm kurzzeitig zu einem Hurrikan der Kategorie 3 mit Winden von 120 Meilen pro Stunde verstärkt. Der Sturm schwächte sich in den Stunden vor der Landung weiter ab und wurde beim Weiterzug ins Landesinnere zu einem posttropischen Wirbelsturm; laut National Hurricane Center hatte er im Update um 2 Uhr Ostküstenzeit noch maximale anhaltende Winde von 65 Meilen pro Stunde und zog über das südliche Alabama.

Vier Tote in Florida und Alabama

Nach Angaben von Behörden starben durch den Sturm mindestens vier Menschen, zwei in Florida und zwei in Alabama. In Escambia County, Florida, kamen laut dem Escambia County Sheriff's Office zwei Menschen ums Leben: Ein Opfer wurde tot in seiner geschlossenen Garage gefunden, in der ein Stromgenerator lief, vier weitere Familienmitglieder im Alter von 72, 24, 5 und 4 Jahren wurden mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. In Alabama bestätigte das Büro von Gouverneurin Kay Ivey am Samstag einen zweiten Todesfall in Barbour County, nachdem zuvor im Huffman-Gebiet von Birmingham eine Person ums Leben gekommen war, als ein Baum auf ihr Haus fiel, wie die Jefferson County Emergency Management Agency mitteilte.

Hunderttausende Haushalte ohne Strom

Nach Angaben von Behörden haben Zehntausende Menschen die Region evakuiert, laut CBS News waren am Samstagmorgen mehr als 884.000 Kunden ohne Strom. Davon entfielen nach Daten von PowerOutage.com 430.443 Kunden auf Florida, 326.057 auf Alabama und 127.905 auf Georgia.

Notstand in mehreren Bundesstaaten

Floridas Gouverneur Ron DeSantis hatte zunächst für 25 Bezirke den Notstand ausgerufen und erklärte ihn laut seinem Büro inzwischen für 27 Bezirke. Alabamas Gouverneurin Kay Ivey ordnete die zwingende Evakuierung von Nicht-Einwohnern, Besuchern und Touristen aus den Gebieten südlich des Intracoastal Waterway an, darunter Gulf Shores und Orange Beach und rief den Notstand für 40 Bezirke aus. Auch Georgias Gouverneur Brian Kemp erklärte den Notstand. US-Präsident Donald Trump genehmigte nach Angaben von FEMA Notstandserklärungen für Florida und Alabama bereits vor der Landung des Sturms und am Samstag zusätzlich für Georgia. In Destin warnte Bürgermeister Bobby Wagner Bewohner der Evakuierungszonen A und B, dass Rettungskräfte dort erst nach dem Abzug des Hurrikans eintreffen würden.

Ölförderung im Golf von Amerika gedrosselt

Die Marine Minerals Administration evakuierte vor der Landung des Sturms Personal von Öl- und Gasplattformen und Bohrinseln im Golf von Amerika und schätzte, dass rund 70 Prozent der täglichen Ölförderung und knapp 60 Prozent der Erdgasförderung abgeschaltet wurden. Energieminister Chris Wright erklärte, Ziel sei es, den Raffineriebetrieb aufrechtzuerhalten und die Versorgung mit Kraftstoff zu sichern. Eine eigene Stellungnahme von Exxon Mobil oder BP America zu dieser Maßnahme liegt in den ausgewerteten Quellen nicht vor. Chevron teilte mit, an vier Plattformen im Golf weiter produziert und die übrigen fünf vorübergehend abgeschaltet zu haben; die Rückkehr der Teams sollte bis Sonntag andauern. Diese Angaben stammen aus einer eigenen Mitteilung des Unternehmens.

Erster Hurrikan einer ungewöhnlich ruhigen Saison

Isaias ist der erste Hurrikan der Atlantiksaison 2026 und beendet laut NPR eine viermonatige Phase ohne weitere Hurrikane seit Beginn der Saison am 1. Juni. Der Klimaforscher Philip Klotzbach von der Colorado State University sagte NPR, man habe eine unterdurchschnittliche Saison erwartet, aber die Ruhe habe überrascht; seit 1851 habe es nur drei Hurrikansaisons ohne Hurrikan bis zum 7. Oktober gegeben. Die Flaute wird laut NPR weitgehend einem Super-El-Niño-Muster zugeschrieben, das Stürme im Atlantik unwahrscheinlicher mache; in einem durchschnittlichen Jahr hätte es laut National Hurricane Center bis zu diesem Zeitpunkt mindestens fünf Hurrikane gegeben.

DeSantis sagte am Samstag, das Zentrum des Sturms habe Florida verlassen, doch die Gefahr von Überflutungen bleibe bestehen. Laut CBS News wurde erwartet, dass sich Isaias am Sonntag auflöst, nachdem er laut National Hurricane Center zuvor noch starken Regen und Tornadogefahr über Teile des Südostens bringen sollte.

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