Bundesbeamte durchsuchen Haus von Ilhan Omar
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Bundesbeamte durchsuchen Haus von Ilhan Omar

Bundesbeamte haben am 12. Oktober 2026 das Haus der demokratischen Abgeordneten Ilhan Omar in Washington durchsucht, wenige Wochen vor den Zwischenwahlen, bei denen sie ihre Wiederwahl anstrebt. Das Justizministerium spricht von einem richterlich genehmigten Durchsuchungsbefehl im Rahmen einer laufenden Ermittlung, nennt aber keine weiteren Einzelheiten zum Ermittlungsgrund. Omar spricht von politischer Einschüchterung; führende Demokraten sehen ernste Fragen zur Instrumentalisierung der Bundesregierung.

Quellen (9)
  1. Federal agents search Rep. Ilhan Omar’s DC home, DOJ says it approved the warrant : NPRnpr.org
  2. Ilhan Omar's home raided in immigration investigationcnbc.com
  3. RELEASE: Ranking Member Raskin Statement on Federal Search Conducted on Rep. Ilhan Omar’s Home | U.S. House Judiciary Committee Democratsdemocrats-judiciary.house.gov
  4. Rep. Ilhan Omar responds after federal officers search her home | CNN Politicsedition.cnn.com
  5. Rep. Ilhan Omar's D.C. home searched by Homeland Security investigators - CBS Newscbsnews.com
  6. JOINT DEMOCRATIC LEADERSHIP STATEMENT ON THE RAID ON ILHAN OMAR’S HOME – Congressman Hakeem Jeffriesjeffries.house.gov
  7. Ilhan Omar auf X: „I’m ok. Make no mistake: this is an attempt to target political enemies and weaponize federal law enforcement. For ten years, Trump has targeted me with baseless lies and smear campx.com
  8. US-Kongress: „Einschüchterung“? Durchsuchung bei US-Abgeordneter Omartagesspiegel.de
  9. AP report: Federal agents search Rep. Ilhan Omar's home as part of a criminal investigation | PBS Newspbs.org
13. Oktober 2026, 5:32 Uhr630 Wörter · 4 Min. Lesezeit

Das Haus der Abgeordneten aus Minnesota wurde am Montagmorgen durchsucht, wie NPR berichtete. Das Justizministerium erklärte, Beamte von Homeland Security Investigations hätten einen richterlich genehmigten Durchsuchungsbefehl im Rahmen einer laufenden bundesbehördlichen Untersuchung vollstreckt, ohne weitere Einzelheiten zum Grund der Ermittlungen zu nennen. Nach Angaben von CNBC war gegen Omar zu diesem Zeitpunkt keine strafrechtliche Anklage erhoben worden.

Laut Raskin: 22 Tage vor der Zwischenwahl

Laut einer Pressemitteilung des Justizausschusses der Demokraten im Repräsentantenhaus fand die Durchsuchung 22 Tage vor den Zwischenwahlen zum Kongress statt; Raskin erklärte, Omar sei eine seit Jahrzehnten eingebürgerte amerikanische Staatsbürgerin, die ihre Wähler viermal mit überwältigender Mehrheit in den Kongress gewählt hätten. Laut CNN war die Stimmabgabe in Minnesota zu diesem Zeitpunkt bereits im Gang: Nach Daten des Secretary of State hatten mehr als 127.000 Menschen schon gewählt. Rund um das Haus waren laut NPR mehrere Beamte von Homeland Security Investigations zu sehen; eine gegenüberwohnende Nachbarin sagte, Beamte hätten sie gegen 4:30 Uhr morgens geweckt. CNN beobachtete zudem, wie Ermittler Kartons aus dem Haus trugen und den Zustand des Gebäudes vor ihrem Abzug mit einer Kamera dokumentierten.

Was Bundesbeamte zum Anlass sagen

Ein aktueller Bundesbeamter sagte NPR, die Durchsuchung gehöre zu einer mehrjährigen Untersuchung, die auch Beschwerden von Hinweisgebern einschließe; ein ehemaliger Beamter erklärte, es gehe um Vorwürfe des Einwanderungsbetrugs. Nach Angaben von Quellen, die sich gegenüber CBS News äußerten, konzentrieren sich die Ermittlungen auf Einwanderungsunterlagen aus Omars Kindheit, die ihr inzwischen verstorbener Vater ausgefüllt hatte; geprüft würden mögliche falsche Angaben und Einwanderungsbetrug. Die Ermittlungen leite demnach Homeland Security Investigations, unterstützt vom Justizministerium; Justizminister Todd Blanche sei den Quellen zufolge persönlich informiert gewesen und das Ministerium habe seine Abteilung Public Integrity konsultiert. Bereits im September hatte Heimatschutzminister Markwayne Mullin laut CNBC erklärt, sein Ministerium prüfe Fragen zur Einwanderung Omars und ihrer Familie; er äußerte die Vermutung möglicher illegaler Aktivitäten und nannte Abschiebungen als einen möglichen Ausgang.

Omar, Demokraten und Trump äußern sich zur Durchsuchung

Omar selbst schrieb am 12. Oktober 2026 auf X, ihr gehe es gut; sie bezeichnete das Geschehen als Versuch, politische Gegner ins Visier zu nehmen und die Strafverfolgung des Bundes als Waffe einzusetzen; Omar erklärte, Trump greife sie seit zehn Jahren mit haltlosen Lügen und Verleumdungskampagnen an, nannte das Geschehen die jüngste Eskalation seiner Einschüchterungskampagne und kündigte an, sich nicht zum Schweigen bringen zu lassen. Ihr Büro erklärte laut CBS News, Omar habe nichts falsch gemacht; es bezeichnete die Durchsuchung als empörenden Machtmissbrauch. Die demokratische Führung im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, Katherine Clark und Pete Aguilar, nannte die Razzia zutiefst beunruhigend und sah darin ernste Fragen zu einer fortgesetzten korrupten Instrumentalisierung der Bundesregierung gegen Trumps Gegner; sie erklärten, Trump und rechtsextreme Kräfte hätten Omar seit Jahren mit abscheulichen persönlichen Angriffen verfolgt, nun sei dies weniger als 30 Tage vor der Zwischenwahl geschehen; die amerikanische Bevölkerung verdiene Transparenz. Sie kündigten an, für vollständige Rechenschaft über das Vorgehen von Heimatschutzministerium und Justizministerium zu sorgen. Raskin erklärte, die Durchsuchung diene offenbar nicht der Aufklärung einer Straftat, sondern einer Kampagne politischer Vergeltung gegen eine der offensten Kritikerinnen Trumps; er warf dem Justizministerium vor, gegen seine eigene Richtlinie verstoßen zu haben, wonach es sich in den 60 Tagen vor einer Wahl mit offen erkennbaren Maßnahmen in politisch sensiblen Fällen zurückhalten solle. Trump selbst nannte Omar gegenüber Reportern einen schrecklichen Menschen, erklärte aber, die Durchsuchung habe nichts mit ihm zu tun und liege beim Justizministerium.

Das Justizministerium hielt sich laut CNN in früheren Jahren in den 60 Tagen vor einer Wahl mit Durchsuchungen oder Anklagen zurück, um Kandidaten nicht zu benachteiligen; ein generelles Verbot von Maßnahmen in diesem Zeitraum besteht laut NBC News, wie dpa berichtete, jedoch nicht. Eine mit der Durchsuchung vertraute Person sagte CNBC, das Ministerium sehe darin keinen Verstoß gegen diese Richtlinie, weil die Maßnahme nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen sei.

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