
Brand in Wainwright: Mindestens vier Menschen getötet
Quellen (10)
- Kanada - Vier Tote bei Brand auf Militärstützpunkt in Alberta - 39 Verletzte in Krankenhäuserndeutschlandfunk.de
- Vier Tote durch Feuer auf Militärbasis in Kanada - Politik - SZ.desueddeutsche.de
- 4 dead, at least 19 in critical condition after deadly fire at CFB Wainwright in Alberta | CBCcbc.ca
- Fire CFB Wainwright Alberta: Fire reached troops in under a minute, 4 dead and 39 woundedcp24.com
- Fire at CFB Wainwright wasn’t a concern — until a rapid ‘uncommon’ shift in wind | Globalnews.caglobalnews.ca
- CFB Wainwright blaze that killed four, injured dozens began as grass fire - The Globe and Mailtheglobeandmail.com
- Fire risk was low before sudden wind shift sparked deadly base fire: CAF memo | Globalnews.caglobalnews.ca
- 4 dead and dozens injured after major fire breaks out at one of Canada’s largest military bases | CNNedition.cnn.com
- CFB Wainwright fire, explosion: fatalities confirmed, minister saysctvnews.ca
- Alberta hospitals return to regular operations after CFB Wainwright training tragedywesternstandard.news
Laut Deutschlandfunk war das Feuer während einer Infanterieübung auf einem Grasland ausgebrochen, wurde durch starken Wind angefacht und breitete sich rasch aus. Nach der von der Süddeutschen Zeitung wiedergegebenen Darstellung Rutlands befand sich der Grasbrand bereits auf dem Stützpunkt und erfasste dort das Übungsgelände. Der Sender CBC nannte die vier Getöteten als Pte. Aidan Goulding aus North Vancouver, Pte. Shaun Farrell aus Prince Albert in Saskatchewan, Pte. Hayden Lykkemark aus Langley in British Columbia und Sgt. Morgan Wong aus Edmonton, wie kanadische Verteidigungsvertreter bestätigten. Zuvor hatten Quellen CBC von sieben Todesopfern berichtet; die spätere offizielle Bestätigung ersetzte diese Angabe durch die Zahl vier.
Wie sich der Brand laut Rutland auf dem Übungsgelände ausbreitete
Laut dem Sender CP24 ereignete sich der Vorfall am Samstag gegen 4 Uhr nachmittags Ortszeit auf dem Gelände von CFB Wainwright, das rund 210 Kilometer südöstlich von Edmonton liegt. Nach Darstellung des Senders Global News war ein Grasbrand in der Nähe schon länger bekannt, wurde aber nicht als Bedrohung eingeschätzt: Die Flammen galten als ausreichend unter Kontrolle, um die Übung mit scharfer Munition am Samstagnachmittag in der Nähe fortzusetzen. Generalmajor Wade Rutland erklärte, das Feuer sei einen Kilometer entfernt gewesen, als der Wind drehte; eine solche Distanz in 30 bis 60 Sekunden zurückzulegen sei nicht normal. Wetterdaten von Environment Canada zeigten laut der Zeitung The Globe and Mail für den Nachmittag Böen von 69 Kilometern pro Stunde, mit einem Tageshöchstwert von 82 Kilometern pro Stunde.
Ursache des Feuers laut Global News weiter ungeklärt
Mehrere nicht namentlich genannte Militärquellen hatten gegenüber Global News am Samstagabend zunächst die Vermutung geäußert, die Übung mit scharfer Munition habe eine Gasleitung oder einen Gasbrunnen getroffen und eine Explosion ausgelöst. Rutland widersprach dieser Vermutung; die Brandursache werde aktiv untersucht und nach bisherigem Stand gehe das Militär weder von äußerer Einwirkung noch von einer Beteiligung von Öl- oder Gasinfrastruktur aus, wie der Sender CNN berichtet. Ein internes Memo des kanadischen Militärs, das Global News vorlag, bezeichnete den Windwechsel als unerwartet und plötzlich und hielt fest, der Feuerindex für die Übung sei zuvor niedrig gewesen, wie es in einem internen Memo hieß.
Trauer und politische Reaktionen
Premierminister Mark Carney bezeichnete das Unglück nach Angaben der Süddeutschen Zeitung als eine der schlimmsten Tragödien für die kanadische Armee auf kanadischem Boden in Friedenszeiten und ordnete an, die Fahnen an Bundesgebäuden auf halbmast zu setzen. Verteidigungsminister David McGuinty sprach bereits am Samstag von einem sehr tragischen Vorfall und sagte, er könne sich in jüngster Zeit an kein derartiges Ereignis erinnern; die Regierung mobilisiere alle nötigen Ressourcen für den Einsatz. Albertas Premierministerin Danielle Smith erklärte, von den 39 Verletzten befänden sich 19 in kritischem Zustand; sie warnte, die Behandlung schwerer Brandverletzungen werde Wochen und Monate intensiver Versorgung erfordern. Poilievre erklärte laut CBC, er habe mit Carney gesprochen und die Konservativen böten der Regierung Unterstützung an, um Militärfamilien, dem Stützpunkt und der umliegenden Gemeinde zu helfen.
Rutland kündigte laut dem Sender CP24 eine Untersuchungskommission der kanadischen Streitkräfte zu den Ereignissen vom 17. Oktober an. Wegen der Zahl der Opfer und der Komplexität werde die Untersuchung nicht einen Tag oder eine Woche dauern, sagte Rutland; er würde frühestens in einem Monat wieder nachfragen. Solche Untersuchungskommissionen weisen laut der Zeitung The Globe and Mail keine Schuld zu, sondern sollen Empfehlungen aussprechen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern. Die Familien der getöteten Soldaten waren nach Angaben von Global News informiert worden. Der Stützpunkt zählt nach Angaben der kanadischen Regierung zu den am stärksten frequentierten Armeestützpunkten des Landes, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.
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