
Trump wirbt in Ohio für Husted
Quellen (11)
- Factbase Transcripts – Roll Callrollcall.com
- Trump defiant about midterm chances as he rallies for Republicans in Ohio | US Midterm Elections 2026 News | Al Jazeeraaljazeera.com
- Trump says he 'looks forward to signing' $5,000 dividend checksspokesman.com
- Trump warns Republicans about Texas, Michigan ahead of midterms - ABC Newsabcnews.com
- Trump reiterates pledge to send $5,000 checks as elections loomcnbc.com
- House Speaker Mike Johnson says Trump's $5,000 'dividend' needs congressional approval | PBS Newspbs.org
- Midterms 2026: Donald Trump's unpopularity is causing Republicans to break with the president.slate.com
- Home of the Marist Poll | Polls, Analysis, Learning, and Moremaristpoll.marist.edu
- Several Republicans start to distance themselves from Trump as the midterms nearnbcnews.com
- Trump Admin’s Varying Answers on Source of $5,000 Checks - Newsweeknewsweek.com
- Trump posts series of attacks on GOP congresswoman who criticized him on immigration | CNN Politicsedition.cnn.com
Bei einer Kundgebung an der Butler High School in Vandalia, Ohio warb US-Präsident Donald Trump am 3. Oktober 2026 für den republikanischen Senatskandidaten Jon Husted und den Gouverneurskandidaten Vivek Ramaswamy. Trump sagte, er glaube an eine „große Überraschung“ bei den bevorstehenden Wahlen; er behauptete, seine demokratischen Gegner wüssten nicht, was geschehe. Er rief die Zuhörer auf, wählen zu gehen; für diesen Fall sagte er einen deutlichen Sieg voraus.
Ohio zwischen Benzinpreisen und Rechenzentren
Die Zwischenwahlen finden am Dienstag, dem 3. November, statt; zur Wahl stehen alle 435 Sitze des Repräsentantenhauses und 33 Senatssitze, die über die parteipolitische Kontrolle des Kongresses entscheiden. In Ohio tritt Husted gegen den Demokraten Sherrod Brown in einem umkämpften Rennen an; er hofft, dass Trump Unterstützer mobilisieren kann, die sonst möglicherweise nicht an den Midterms teilnehmen würden. Trump hatte bei der Präsidentschaftswahl 2024 mehr als 55 Prozent der Stimmen in Ohio erhalten, doch wirtschaftliche Sorgen ließen seine Zustimmungswerte seither sinken. Die Benzinpreise im Bundesstaat stiegen nach Angaben der American Automobile Association im vergangenen Jahr um 35 Prozent auf durchschnittlich 4,16 Dollar pro Gallone. In der Woche vor der Kundgebung scheiterte laut Al Jazeera das Voranbringen eines von Husted eingebrachten Gesetzes zu höheren Belastungen großer Stromverbraucher am Widerstand nahezu aller Demokraten.
Besorgte Blicke nach Texas und Michigan
Bereits am 1. Oktober hatte er bei einem Auftritt in Durant, Oklahoma gewarnt, dass Texas und Michigan zu den Bundesstaaten gehörten, um die sich seine Partei vor den Midterms sorge. Dort sprach er laut ABC News auch von 35 bis 40 Wahlrennen, die aus seiner Sicht Anlass zur Sorge gäben; er forderte die Republikaner auf, für die Midterms zu werben.
Die 5.000-Dollar-Dividende bleibt ein Versprechen
In einem Truth-Social-Video versprach Trump am Samstag, dem 3. Oktober, jedem erwachsenen US-Bürger eine „Trump-Dividende“ von 5.000 Dollar, falls die Republikaner bei den Midterms sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat gewinnen. Das Geld müsse innerhalb der USA ausgegeben werden; ein nahezu gleichlautendes Versprechen hatte er bereits im Vormonat beim ersten Midterm-Parteitag des Republican National Committee in Dallas gemacht. Laut CNBC nannte Trump kaum Einzelheiten dazu, woher das Geld kommen soll und wer die Zahlung genehmigen müsste; eine Auszahlung von 5.000 Dollar an jeden erwachsenen Bürger würde schätzungsweise 1,2 Billionen Dollar kosten und die Zustimmung des Kongresses erfordern. Hausrepräsentantenpräsident Mike Johnson erklärte am 13. September laut PBS News, die Dividende benötige die Zustimmung des Kongresses und er werde versuchen, sie umzusetzen. Innerhalb der eigenen Partei regt sich Widerstand: Der republikanische Abgeordnete David Schweikert aus Arizona kündigte Reuters im September laut CNBC an, sich mit ganzem Herzen und ganzer Seele dagegen einzusetzen; er warnte vor steigenden Zinsen. Der demokratische Abgeordnete Jamie Raskin aus Maryland bezeichnete den Plan in einem CNN-Interview am 10. September als „politische Bestechung“ und verwies darauf, dass der Kongress die Bundesausgaben kontrolliere.
Frühere Dividendenversprechen verliefen im Sand
Im November schlug er eine durch „reziproke Zölle“ finanzierte Dividende von mindestens 2.000 Dollar pro Person vor; der Supreme Court verwarf die Zölle im Februar dieses Jahres, Schecks wurden nie ausgegeben. Schon sechs Wochen vor der Wahl 2020 hatte Trump 33 Millionen Medicare-Leistungsempfängern Arzneimittelkarten im Wert von 200 Dollar „in den kommenden Wochen“ versprochen, verschickt wurden sie jedoch nie. Tatsächlich ausgezahlt wurde dagegen laut CNBC im vergangenen Jahr eine „Warrior Dividend“ von 1.776 Dollar an rund 1,5 Millionen Militärangehörige; während Trumps erster Amtszeit genehmigte der Kongress zudem Konjunkturzahlungen in der Pandemie.
Kleinere Zahlungen angekündigt und teilweise angelaufen
Laut einer von CNBC zitierten Reuters-Analyse gehen 71 Prozent dieser Obamacare-Zahlungen, 339 Millionen Dollar, an Bewohner von 13 Bundesstaaten mit besonders umkämpften Senats- und Gouverneurswahlen; die Berechtigung richtet sich allerdings nach dem Versicherungsstatus, nicht nach dem Wahlstatus.
Republikaner gingen bereits im September auf Distanz
Laut Slate vom 23. September begannen einige republikanische Kandidaten in schwierigen Wahlkämpfen, Unterschiede zu Trump zu betonen. Der frühere Abgeordnete Mike Rogers, der in Michigan für den Senat kandidiert, machte laut Slate vom 23. September Trumps Iran-Krieg für die finanzielle Belastung der Wähler verantwortlich und forderte in einem Wahlkampfvideo ein schnelles Kriegsende. Die Abgeordnete Ashley Hinson aus Iowa forderte ein sofortiges Kriegsende und vermied gemeinsame Wahlkampfaktivitäten mit Vizepräsident J.D. Vance. Senator Husted selbst widersprach Trumps Ansicht, Gegner von KI-Rechenzentren wollten „rückständig und arm“ enden; er sagte dem Wall Street Journal laut Slate vom 23. September, er teile diese Einschätzung nicht. Eine Erhebung der Washington Post ergab laut Slate vom 23. September, dass republikanische Kandidaten insgesamt seltener über Trump und seine MAGA-Bewegung sprachen als früher im Jahr.
Eine gemeinsame Erhebung von NPR, PBS News und dem Marist Poll unter 1.280 registrierten Wählern vom 14. bis 15. September ergab, dass 53 Prozent bei einer hypothetischen Kongresswahl eher den demokratischen Kandidaten wählen würden, 41 Prozent den republikanischen; die Fehlermarge liegt bei plus/minus 3,8 Prozentpunkten. 45 Prozent der Befragten beschrieben ihre Wahlentscheidung überwiegend als Stimme gegen Trump, 24 Prozent als Stimme für ihn. Seine Amtsführung billigten in derselben Erhebung 39 Prozent der Wähler, 53 Prozent lehnten sie stark ab. Sein persönliches Ansehen sank von 44 Prozent bei Amtsantritt seiner zweiten Amtszeit auf 37 Prozent in der September-Erhebung.
Trump sagte laut Al Jazeera, die Republikaner würden bei den Midterms besser abschneiden, als Kritiker erwarteten.
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