Trump-Sprecherin Zacharia verlässt Amt nach fünf Tagen
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Trump-Sprecherin Zacharia verlässt Amt nach fünf Tagen

Katie Zacharia, seit Montag 37. Pressesprecherin des Weißen Hauses, verlässt laut CNBC ihren Posten nach nur fünf Tagen. Vorausgegangen waren Kritik an ihrem Debüt und eine Kontroverse um ihr Anwaltsexamen. Trump sagte, er habe ihr geraten, ihre Tätigkeit im Amt noch einmal zu überdenken.

Quellen (7)
  1. Katie Zacharia Delivers Powerful Inaugural Briefing as the 37th White House Press Secretary – The White Housewhitehouse.gov
  2. Katie Zacharia out as Trump White House press secretarycnbc.com
  3. Katie Zacharia out as press secretary : NPRnpr.org
  4. Trump Media advisor Katie Zacharia offered White House press secretary rolecnbc.com
  5. Why Trump decided to fire Katie Zacharia just a few weeks before the midterms | CNN Politicsedition.cnn.com
  6. Trump press secretary Katie Zacharia never passed bar exam, wrongly claims China has none | South China Morning Postscmp.com
  7. Weißes Haus: US‑Kreise – Trumps Sprecherin Zacharia gibt Posten nach nur fünf Tagen aufhandelsblatt.com
17. Oktober 2026, 0:39 Uhr589 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Am 13. Oktober 2026 hielt Katie Zacharia nach Angaben des Weißen Hauses ihre erste Pressekonferenz als 37. Pressesprecherin des Weißen Hauses ab. Nach fünf Tagen im Amt verlässt sie den Posten wieder: Ein anonym bleibender Mitarbeiter des Weißen Hauses bestätigte CNBC, dass Zacharia die Sprecherfunktion verlasse; gegenüber NPR sprach ein nicht zur öffentlichen Auskunft autorisierter Mitarbeiter von einem Übergang aus der Rolle.

Die Berufung

Das Weiße Haus hatte Zacharia laut einem CNBC-Bericht vom 9. Oktober als nächste Pressesprecherin ausgewählt, eine Anwältin und konservative Kommentatorin, die zuletzt für Trump Media & Technology Group arbeitete. Sie sollte Karoline Leavitt nachfolgen, die Regierung Ende August verlassen hatte und im November als Kommentatorin zu Fox News wechseln sollte. Laut CNN kam ihre Auswahl in einer Phase, in der Trump frustriert darüber war, dass nur wenige Stimmen ihn einen Monat vor den Zwischenwahlen angesichts der Berichterstattung über schwindende republikanische Wahlchancen verteidigten. Den Posten bot er ihr nach Angaben einer anonymen, mit dem Vorgang vertrauten Quelle gegenüber CNN spontan während eines Gesprächs an, bei dem Wiles nicht anwesend war.

Ein Debüt mit stockender Eröffnungserklärung

Zacharias erste Pressekonferenz fand laut NPR am Dienstagmorgen statt; sie las eine lange, stockende Eröffnungserklärung von Notizen ab und rief nur drei Reporter auf. Ihr Auftritt am Rednerpult dauerte nach CNN-Angaben 14 Minuten und erhielt negative Bewertungen. Bei der Fragerunde wusste sie laut CNN nicht, ob die USA den Geheimdienstaustausch mit der Ukraine eingestellt hatten. Sie gab jedoch bekannt, dass die US-Botschafterin in Griechenland, Kimberly Guilfoyle, zum Rücktritt aufgefordert worden war und wertete das später selbst als Beispiel für den Erfolg ihres Auftritts.

Die Kontroverse um das Anwaltsexamen

Als Reporter sie neben Trump fragten, wo sie das Anwaltsexamen bestanden habe, antwortete Zacharia laut NPR: „Als ich nach China zog.“ Die South China Morning Post berichtete, Zacharia habe eingeräumt, nie ein Anwaltsexamen bestanden zu haben, nachdem sie Reportern zuvor gesagt hatte, sie habe eines bestanden, als sie nach China gezogen sei. In einem Interview mit dem Kommentator Jack Posobiec sagte sie laut South China Morning Post, sie habe nach ihrem Abschluss an der Pepperdine University 2011 das kalifornische Anwaltsexamen abgelegt, aber nicht bestanden; das Ergebnis sei einigermaßen unerheblich gewesen, weil sie es in China nicht gebraucht habe. Bei Sean Hannity auf Fox News verteidigte sie laut CNBC ihre Selbstbezeichnung als „lawyer“ und erklärte, sie glaube, Beiträge, die sie als „attorney“ bezeichnet hätten, seien Retweets gewesen und sie habe die Darstellung richtiggestellt. Gegenüber NPR erklärte Zacharia, sie habe mit allen erforderlichen Qualifikationen im internationalen Transaktionsrecht gearbeitet.

Laut Handelsblatt bestätigte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur, dass die 36-jährige Zacharia ihren Posten räume, ohne einen genauen Zeitpunkt zu nennen. Zuvor hatten US-Medien bereits berichtet, Trump habe seine Sprecherin entlassen; wer die Nachfolge antreten solle, blieb zunächst unklar. Trump selbst sagte Reportern vor dem Weißen Haus: „Ich habe zu ihr gesagt: Ganz ehrlich, wenn ich du wäre, würde ich es mir noch einmal überlegen.“ Zugleich äußerte er Zweifel an ihrer Eignung: „Vielleicht ist das nichts für sie“, räumte er ein. Er kritisierte jedoch auch die Presse, die Zacharia „sehr schlecht und unfair“ behandelt habe und erklärte, er werde ihre Entscheidung unterstützen. CNN berichtete dagegen unter Berufung auf anonyme Quellen, Trump habe sich nach mehreren konfrontativen Fox-News-Interviews, darunter ein Auftritt bei Sean Hannity am Donnerstagabend, entschieden, dass sie nicht im Amt bleiben könne und ihr das erst am Freitagmorgen mitgeteilt. Trump stand damit laut CNN in der entscheidenden Schlussphase vor dem Wahltag erneut ohne Sprecherin an der Spitze seiner Kommunikation; wen er als Nachfolger in Betracht zog, ließ er am Freitag offen.

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