Ronaldo: FPF verhängt 255 Euro und 30 Tage Sperre
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Ronaldo: FPF verhängt 255 Euro und 30 Tage Sperre

Nach seiner Abreise aus dem Trainingslager hat der portugiesische Verband Cristiano Ronaldo bestraft. Durch die Anrechnung bereits verbüßter Tage wäre er laut Euronews für die Novemberspiele gegen Dänemark und Wales wieder einsatzberechtigt.

Quellen (11)
  1. Wirbel um Fußball-Superstar: 255 Euro: Mini-Strafe gegen Superstar Ronaldotagesspiegel.de
  2. Cristiano Ronaldo castigado pela FPF por 30 dias: o que diz o acórdão - Seleções - Jornal Recordrecord.pt
  3. Mini-Sperre und 30-Sekunden-Lohn: Portugal verdonnert Cristiano Ronaldo zu lächerlicher Strafen-tv.de
  4. Decisão da FPF. Cristiano Ronaldo suspenso preventivamente de forma não automáticartp.pt
  5. Cristiano Ronaldo suspenso por 30 dias após abandonar a seleção | Euronewspt.euronews.com
  6. O que disse Jesus na conferência sobre os 8 pontos de CR7 – Observadorobservador.pt
  7. Ronaldo pede desculpa por sair da seleção após “absoluta quebra de confiança” em Jesus. Leia o comunicado – ECOeco.sapo.pt
  8. Fußball - Portugiesischer Verband verhängt Strafe gegen Ronaldo: 255 Euro - und damit weniger als einen Minutenlohndeutschlandfunk.de
  9. Acórdão da FPF revela as 31 atividades que Cristiano Ronaldo falhou: «Snack, palestra...» - Seleções - Jornal Recordrecord.pt
  10. Cristiano Ronaldo explica decisão de abandonar estágio: leia o comunicado na íntegra - CNN Portugalcnnportugal.iol.pt
  11. Os 8 pontos mencionados por Cristiano Ronaldo: foi assim que Jorge Jesus os abordou em conferência de imprensa - Seleções - Jornal Recordrecord.pt
20. Oktober 2026, 1:52 Uhr584 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Der Disziplinarrat des portugiesischen Fußballverbands FPF verhängte gegen Nationalmannschaftskapitän Cristiano Ronaldo laut Record eine Geldstrafe von 255 Euro und eine Sperre von 30 Tagen, weil er am 30. September das Trainingslager vor dem Spiel in Dänemark verlassen hatte. Nach eigener Begründung des Verbands wurde er wegen eines einmaligen vorsätzlichen Verstoßes gegen Artikel 160 Absatz 1 der Disziplinarordnung verurteilt; das am 9. Oktober eröffnete Verfahren war am Montag abgeschlossen worden. Laut der Nachrichtenagentur dpa wäre nach der Disziplinarordnung theoretisch eine Sperre von bis zu sechs Monaten möglich gewesen.

Ein Teil der Sperre war demnach bereits abgegolten, weil Ronaldo zuvor schon einer automatischen Vorsperre des Verbands unterlegen hatte; der eigentliche Vollzug der 30-tägigen Sperre begann laut einer von Euronews wiedergegebenen Chronologie der Entscheidung am 1. Oktober und Ronaldo hatte zum Berichtsstand vom 19. Oktober bereits 19 Tage verbüßt sowie noch 11 Tage vor sich. Damit wäre er laut Euronews für Portugals Nations-League-Spiele gegen Dänemark am 14. November und gegen Wales am 17. November in Cardiff wieder einsatzberechtigt; ob er zur Nationalelf zurückkehrt, ist laut dpa offen.

Ein Konflikt um die Einsatzabsprache in Norwegen ging voraus

Dem Verfahren ging laut dem Sender RTP ein Konflikt mit Nationaltrainer Jorge Jesus voraus: Beim 2:1-Auswärtssieg gegen Norwegen am 27. September blieb Ronaldo ungenutzter Ersatzspieler, nachdem Jesus ihn zum Aufwärmen geschickt hatte. Ronaldo verließ das Trainingslager am 30. September vor dem offiziellen Training um 18 Uhr im Parken-Stadion in Kopenhagen; nach der FPF-Entscheidung handelte er auf eigene Initiative, bestellte sich ein Fahrzeug beim Direktor der Nationalmannschaftsdienste und informierte vorher niemanden beim Verband oder der Mannschaft. Erst nach dem Verlassen des Stadions teilte er FPF-Präsident Pedro Proença telefonisch mit, er befinde sich nicht in der seelischen Verfassung, im Trainingslager zu bleiben.

Ronaldo beklagt Wortbruch, Jesus spricht von einer Bedingung

In einer eigenen Erklärung vom 6. Oktober schrieb Ronaldo, Jesus habe ihm vor dem Spiel in Norwegen einen Einsatz von 30 Minuten zugesagt; er habe sich seit der Halbzeit aufgewärmt, sei aber nicht eingewechselt worden, was er als Wortbruch des Trainers wertete. Jesus selbst erklärte laut Observador, er habe von einer Möglichkeit gesprochen: Ronaldo solle auf die Bank kommen und nur spielen, wenn die Mannschaft seinen Beitrag benötige. Das Portal Observador hielt fest, dass beide Darstellungen widersprüchlich blieben: Ronaldo ging von einer festen Zusage aus, Jesus sprach von einer bedingten Möglichkeit. Als eigenen Fehler räumte Jesus laut Observador ein, Ronaldo zu früh zum Aufwärmen geschickt zu haben.

Als mildernd wertete der Disziplinarrat laut Euronews Ronaldos Verdienste um den Fußball, seine Auszeichnung für sportliche Verdienste und die in seiner Erklärung gezeigte Reue. Einen entscheidenden Beitrag zur Sachverhaltsaufklärung erkannte der Verband dagegen nicht an, weil die meisten Tatsachen seiner Begründung zufolge bereits öffentlich bekannt gewesen seien. Als erschwerend wertete der Verband die mediale Aufmerksamkeit für den Fall und Ronaldos Position als Mannschaftskapitän.

255 Euro gegen ein kolportiertes Wochengehalt von rund vier Millionen Euro

Zur Einordnung der Geldstrafe verwies der Deutschlandfunk unter Berufung auf die Nachrichtenagentur SID auf Ronaldos kolportiertes Wochengehalt von rund vier Millionen Euro beim saudischen Erstligisten Al-Nassr, was einem Verdienst von knapp 400 Euro pro Minute entspreche. Ronaldo selbst hatte in seiner Erklärung vom 6. Oktober gefordert, dass seine Strafe ohne mildernde Umstände bemessen werden solle, weil seine Rolle als Kapitän ein erschwerender Umstand sei. Im späteren Disziplinarverfahren beantragte Ronaldo laut Euronews selbst die Berücksichtigung mildernder Umstände. Zum Berichtsstand vom 19. Oktober hatte Ronaldo laut dpa bereits 146 der von ihm angestrebten 150 Länderspieltore für Portugal erzielt; ob er für die Spiele gegen Dänemark und Wales zur Nationalelf zurückkehrt, ist laut dpa offen.

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