Früherer Miele-Chef Zinkann stirbt mit 98
Wirtschaft

Früherer Miele-Chef Zinkann stirbt mit 98

Peter Christian Zinkann, Enkel des Miele-Mitgründers Reinhard Zinkann, hat das Familienunternehmen mehr als vier Jahrzehnte lang mitgeleitet. Nun ist er im Alter von 98 Jahren gestorben, wie Miele mitteilte.

Quellen (9)
  1. Gütersloh: Miele trauert um Dr. Peter Christian Zinkann | Die Glockedie-glocke.de
  2. Miele-Seniorchef Peter Zinkann aus Gütersloh ist gestorben | nw.denw.de
  3. Peter Christian Zinkann: Langjähriger Miele-Chef ist tot - DER SPIEGELspiegel.de
  4. Langjähriger Miele-Chef stirbt im Alter von 98 Jahren - WELTwelt.de
  5. Vier Jahrzehnte im Unternehmen: Langjähriger Miele-Chef stirbt im Alter von 98 Jahren - n-tv.den-tv.de
  6. Haushaltsgeräte: Langjähriger Miele-Chef stirbt im Alter von 98 Jahrenhandelsblatt.com
  7. Peter Christian Zinkann: Langjähriger Miele-Chef stirbt im Alter von 98 Jahrenwiwo.de
  8. 125 Jahre Miele – Die Meilensteine 1899 Der Techniker Carl Miele und der Kaufmann Reinhard Zinkann gründen am 1. Juli 1899 in Herzebrock das Unternehmen Miele &miele.de
  9. Langjähriger Miele-Chef Peter Christian Zinkann gestorbent-online.de
20. Oktober 2026, 1:37 Uhr462 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Peter Christian Zinkann starb laut der Lokalzeitung Die Glocke am 19. Oktober 2026 im Alter von 98 Jahren. Auch nw.de berichtete, Miele habe den Tod am Montag, dem 19. Oktober, mitgeteilt.

Vier Jahrzehnte an der Firmenspitze

Zinkann kam 1928 in Bremen zur Welt. Nach Angaben von SPIEGEL, WELT und ntv zog die Familie 1945 nach Gütersloh; Handelsblatt und die WirtschaftsWoche nennen dagegen Bremen als Ziel des Umzugs. Nach einem Maschinenbaustudium samt Promotion trat Zinkann den Unternehmensangaben zufolge 1958 bei Miele ein, der Firma, die sein Großvater Reinhard Zinkann zusammen mit Carl Miele 1899 gegründet hatte. Laut der unternehmenseigenen Chronik traten die Gründerenkel Rudolf Miele 1954 und Peter Zinkann dagegen bereits 1957 ins Unternehmen ein. Zinkann leitete die Firma danach mehr als vier Jahrzehnte gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Rudolf Miele, der im August 2004 starb. Zum Ende desselben Jahres beendete Zinkann seine Tätigkeit als geschäftsführender Gesellschafter. Sein Sohn Reinhard Zinkann ist seit 1999 Mitglied der Miele-Geschäftsleitung.

Würdigungen aus Unternehmen und Lokalpresse

Miele würdigte Zinkann als herausragende Unternehmerpersönlichkeit, großmütigen Patriarchen seiner Familie, engagierten Ehrenbürger der Stadt und hochverehrten Seniorchef der Belegschaft. Das Unternehmen betonte zudem seine entscheidende Rolle beim Erfolg von Miele. Die Lokalzeitung Die Glocke bezeichnete ihn als eine der prägendsten Führungspersönlichkeiten der Nachkriegsgeschichte und berichtete von Trauer bei Miele, in der westfälischen Wirtschaft und in der Stadt Gütersloh. nw.de schrieb, Zinkann habe das Unternehmen über Jahrzehnte geprägt und sei der Stadt Gütersloh ein Leben lang verbunden geblieben.

5,16 Milliarden Euro Umsatz im vergangenen Jahr

Miele kam im vergangenen Jahr eigenen Angaben zufolge auf einen Umsatz von 5,16 Milliarden Euro, 2,3 Prozent mehr als 2024. Laut ntv entfiel davon mehr als eine Milliarde Euro auf das Geschäft mit Gewerbekunden, während der Umsatz mit Privatkunden nach Angaben von Markus Miele langsamer wuchs. Über alle Sparten hinweg stieg der Geräteabsatz um 2 Prozent auf 3,6 Millionen Stück. Das Unternehmen schloss im vergangenen Jahr zudem ein Sparprogramm ab, durch das eine halbe Milliarde Euro eingespart wurde; die Personalkosten sanken laut Unternehmensangaben dabei um mehr als 120 Millionen Euro, ohne dass es in Deutschland zu betriebsbedingten Kündigungen kam. Weltweit ging die Mitarbeiterzahl um 2,4 Prozent auf knapp 23.000 zurück. Zum Gewinn äußert sich das Familienunternehmen traditionell nicht. Miele stellt Waschmaschinen, Trockner, Spülmaschinen, Kaffeevollautomaten, Staubsauger und weitere Haushaltsgeräte her.

Dritter Generationswechsel bei den Gründerfamilien ab 1999

Miele entstand 1899, als der Techniker Carl Miele und der Kaufmann Reinhard Zinkann, Zinkanns Großvater, das Unternehmen in Herzebrock gründeten. Laut der Firmenchronik bahnte sich mit dem Eintritt von Reinhard Zinkann in die Geschäftsleitung 1999 bereits der dritte Generationswechsel der Gründerfamilien an. Zum Firmenjubiläum 1999 kam zudem Markus Miele vom Autozulieferer Hella ins Unternehmen und trat Mitte 2002 in die Geschäftsleitung ein. Das Führungsmodell aus Vertretern der Gründerfamilien und familienunabhängigen Geschäftsführern hatte laut Miele in seinem Kern am 25. Juni 2024 Bestand.

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