
Eritrea erklärt Bruch der diplomatischen Beziehungen zu Äthiopien
Quellen (1)
Nach einer Presseerklärung des eritreischen Informationsministeriums kündigte die äthiopische Regierung am 1. Oktober 2026 die Schließung der eritreischen Botschaft in Äthiopien an. Zugleich erklärte Addis Abeba zehn eritreische Diplomaten, darunter den Chargé d'Affaires und weitere bei der Afrikanischen Union akkreditierte Vertreter, zu unerwünschten Personen, im diplomatischen Sprachgebrauch persona non grata genannt. Das eritreische Außenministerium teilte am selben Tag aus Asmara mit, es sehe unter den gegenwärtigen Umständen keine andere Möglichkeit, als in gleicher Weise zu reagieren und alle diplomatischen Beziehungen zu Äthiopien abzubrechen, mit allen damit verbundenen negativen Folgen.
Wechselseitige Vorwürfe zwischen Asmara und Addis Abeba
Begründet habe die äthiopische Regierung ihren Schritt laut der eritreischen Darstellung damit, Eritrea direkter und indirekter feindlicher Akte und Kriegstreiberei gegen Äthiopien zu beschuldigen. Eritrea weist diesen Vorwurf zurück und wirft Äthiopien seinerseits vor, seit drei Jahren eine Politik anhaltender Feindlichkeit zu verfolgen, um sich einen souveränen Zugang zum Meer durch die Invasion eritreischer Hafen und Küstengebiete zu verschaffen. Zudem beschuldigt Eritrea Äthiopien, sogenannte eritreische bewaffnete Oppositionsgruppen zu beherbergen, auszubilden und zu bewaffnen, um im Land einen Regimewechsel durch internen Konflikt zu erzwingen.
Eritrea spricht von Zurückhaltung in schwieriger Zeit
Eritrea erklärt, in dieser schwierigen Zeit Geduld und Zurückhaltung gezeigt zu haben, um eine gefährliche Eskalation zu vermeiden.
Mit dem angekündigten Bruch der diplomatischen Beziehungen verschärft sich nach eritreischer Darstellung ein Konflikt, den Asmara auf Spannungen um einen Meerzugang Äthiopiens und mutmaßliche Unterstützung bewaffneter Gruppen zurückführt.
Kommentare