Bundeswehr plant Kauf von 16 neuen A400M
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Bundeswehr plant Kauf von 16 neuen A400M

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat beim Besuch des Airbus-Werks in Bremen die Aussicht auf die Beschaffung von 16 neuen Transportflugzeugen vom Typ A400M angekündigt. Die Bundeswehr denke laut Pistorius konkret darüber nach, ältere Maschinen zu ersetzen, denen taktische Fähigkeiten wie Raketenabwehr fehlen. Über den Kauf, der laut Pistorius einen Milliardenbetrag kosten soll, muss noch der Bundestag entscheiden.

Quellen (10)
  1. Bremer Airbus-Werk könnte von Milliarden-Auftrag profitieren - buten un binnenbutenunbinnen.de
  2. Pistorius will 16 neue A400M-Transporter bei Airbus kaufen • onvistaonvista.de
  3. Besuch beim Airbus-Werk in Bremen - Pistorius: Bundeswehr plant Kauf von neuen Transportflugzeugendeutschlandfunk.de
  4. Jetzt offiziell: Pistorius will 16 neue A400M bestellen » Sicherheit & Verteidigungsuv.report
  5. A400M Transportflugzeug der Bundeswehrbundeswehr.de
  6. Pistorius in Bremen: Airbus kann auf Bau weiterer A-400 M hoffenweser-kurier.de
  7. 16 neue A400M – Bundeswehr plant den Austauschesut.de
  8. Rüstung: Bundeswehr plant den Kauf von 16 neuen A400M-Flugzeugenhandelsblatt.com
  9. Verteidigungsminister kündigt 16 neue Airbus A400M für die Bundeswehr an | aeroTELEGRAPHaerotelegraph.com
  10. Tagesordnung 37. Sitzungbundestag.de
4. Oktober 2026, 10:04 Uhr490 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Laut Pistorius sind 16 der insgesamt 53 A400M reine Transporter ohne taktische Fähigkeiten wie Raketenabwehr; sie sollen durch die neuen Maschinen ersetzt werden. Bevor es zum Kauf kommt, muss noch der Bundestag zustimmen.

Die Luftwaffe verfügt derzeit über 53 Maschinen dieses Typs, die alle beim Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf bei Hannover stationiert sind. Der erste A400M wurde im Dezember 2014 an die Bundeswehr übergeben, die bislang letzte Maschine ging im April 2026 an die Luftwaffe. Das Transportflugzeug kann andere Maschinen in der Luft betanken oder selbst betankt werden und wird neben dem Transport von Soldaten und militärischem Material wie Panzern auch für humanitäre Einsätze genutzt.

Warum 16 Maschinen ersetzt werden sollen

Nach Angaben von Pistorius fehlt den betroffenen Maschinen unter anderem ein System zur Abwehr von Raketen. Laut dem Fachmedium ES&T liegt der Grund in der fehlenden Ausstattung mit DIRCM, einem System, das anders als Täuschkörper die Sensoren angreifender Flugkörper direkt stört. Für die deutschen A400M war das System J-MUSIC von Elbit Systems bereits 2019 ausgewählt worden, die erste damit ausgestattete Maschine ging im September 2025 an die Bundeswehr. Laut ES&T seien politische und finanzielle Gründe dafür verantwortlich, dass die Flugzeuge nicht von Anfang an mit DIRCM ausgerüstet wurden; eine Nachrüstung der bestehenden Flotte gilt nach Darstellung des Mediums als teuer und zeitaufwendig.

Laut Pistorius laufen bereits Gespräche mit Airbus, eine endgültige Entscheidung bedarf aber der Zustimmung des Bundestags. Pistorius bezifferte die Kosten auf einen Milliardenbetrag, ohne eine konkrete Summe zu nennen. Der Haushaltsausschuss hatte vor der Sommerpause die Verpflichtungsermächtigungen für das gesamte A400M-Programm bis 2032 von rund 1,4 Milliarden auf 3,59 Milliarden Euro angehoben. Laut Pistorius sollen die ausgemusterten Maschinen Partnerstaaten zum Kauf angeboten werden; was konkret mit ihnen geschieht, ist noch offen. Airbus wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Zustimmung aus der Industrie, vorsichtige Zustimmung einer Grünen-Politikerin

Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie begrüßte die Pläne; dessen Hauptgeschäftsführerin Marie-Christine von Hahn sagte, Deutschlands Luftwaffe brauche eigene Flügel, die Beschaffung stärke die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr und sei ein Signal für die europäische Industrie. Die Grünen-Verteidigungspolitikerin Jeanne Dillschneider bezeichnete die Beschaffung von Maschinen mit integriertem Eigenschutz gegenüber Table.Briefings als sinnvoll, mahnte zugleich aber an, Infrastruktur und Personal für zusätzliche Flugzeuge von Beginn an mitzuplanen. Pistorius verwies zudem auf den industriepolitischen Nutzen: Ein Austausch der Flugzeuge würde nach seinen Worten Produktionskapazitäten in Deutschland erhalten und Arbeitsplätze in Bremen sichern, wo Airbus den Rumpf des A400M fertigt.

Bundestag muss noch zustimmen

Ohne Zustimmung des Bundestags kommt der Kauf nicht zustande. Ein Kommentar des Fachmediums Sicherheit & Verteidigung wirft die Frage auf, ob hinter dem Vorhaben tatsächlicher militärischer Bedarf steht oder verdeckte Industrieförderung, da die Flotte das Ende ihrer Nutzungsdauer nach dieser Einschätzung noch lange nicht erreicht habe, wenngleich sie intensiver genutzt werde als ursprünglich geplant. Laut diesem Kommentar haben Airbus und die Rüstungsagentur OCCAR eine Produktionsrate von acht A400M pro Jahr bis 2029 vereinbart; ohne neue Bestellungen müsste die Endmontagelinie in Sevilla nach Angaben von Airbus bis Ende 2028 schließen.

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