Airbus-Frachter A350F absolviert Erstflug in Toulouse
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Airbus-Frachter A350F absolviert Erstflug in Toulouse

Airbus hat seinen neuen Frachter A350F erstmals fliegen lassen. Nach Angaben des Unternehmens beginnt damit eine geplante Testkampagne von über neun Monaten. Das Flugzeug soll laut Airbus auf internationalen Langstreckenrouten eingesetzt werden können.

Quellen (6)
  1. A350F first flight live & journey | Airbusairbus.com
  2. A350F first flight | Airbusairbus.com
  3. Deutschlandfunkdeutschlandfunk.de
  4. n-tvn-tv.de
  5. Airbus A350F absolviert Erstflug: Dieser Jet fordert Boeings Frachter-Monopol herauswiwo.de
  6. Singapore Airlines Selects Airbus A350F To Renew Freighter Fleet | Singapore Airlinessingaporeair.com
30. September 2026, 11:47 Uhr517 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Die mit spezieller Flugtestinstrumentierung ausgestattete Maschine mit der Kennung MSN700 hob am Dienstag, den 29. September 2026, in Toulouse ab. Laut Airbus war sie von 10:30 bis 14:40 Uhr (CET) in der Luft, flog 4 Stunden und 10 Minuten und erreichte eine Höhe von 25.000 Fuß, bevor sie wieder landete. Sie ist das erste von zwei geplanten Testflugzeugen des neuen Frachtflugzeugtyps.

Reichweite, Nutzlast und Emissionen laut Airbus

Nach Angaben von Airbus verfügt der A350F über eine Reichweite von bis zu 8.700 Kilometern und eine Nutzlast von bis zu 111 Tonnen, was den Einsatz auf internationalen Langstreckenrouten ermöglichen soll. Das Unternehmen gibt an, dass der Frachter zu über 70 Prozent aus fortschrittlichen Materialien besteht, wodurch das maximale Startgewicht um 46 Tonnen geringer ausfällt als bei Konkurrenzflugzeugen. Angetrieben von Rolls-Royce-Trent-XWB-97-Triebwerken soll die Maschine laut Airbus im Vergleich zu Konkurrenzflugzeugen mit ähnlicher Nutzlast-Reichweiten-Kapazität bis zu 40 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen und CO2 ausstoßen; das Unternehmen bezeichnet sie als ersten neuen Frachter, der die aktuellen ICAO-CO2-Emissionsstandards vollständig erfüllt. Die Hauptdeck-Frachttür ist mit 4,3 Metern Breite nach Angaben von Airbus die größte der Branche und besteht aus fortschrittlichen Kohlefaserverbundwerkstoffen.

Lars Wagner, CEO Commercial Aircraft bei Airbus, bezeichnete den Erstflug als wichtigen Meilenstein für den A350F und die Kunden weltweit und nannte den Frachter einen Wendepunkt für den Luftfrachtmarkt durch operative Flexibilität, Treibstoffeffizienz und Reichweite.

Umfangreiche Bodentests vor dem Erstflug

Vor dem Erstflug hatte Airbus laut eigenen Angaben unter anderem in Bremen mit dem physischen Demonstrator „Cargo Zero“ die Beladung der A350F simuliert und die vollelektrische Betätigung der Hauptdeck-Frachttür getestet. Zudem führte das Unternehmen „virtuelle Erstflüge“ im Flugsimulator, Bodenschwingungstests, eine Anemometrie-Kalibrierung sowie Rauchdetektionsprüfungen durch. Die Bodenschwingungsprüfung, bei der die Reaktion des Flugzeugs auf kontrollierte Vibrationen gemessen wird, um strukturdynamische und aeroelastische Modelle zu validieren, schloss Airbus nach eigenen Angaben am 3. August 2026 ab. Beim Erstflug selbst testete die Besatzung laut Airbus die grundlegende Lufttüchtigkeit, die grundsätzlichen Flugeigenschaften und die Basissysteme des Flugzeugs.

Der zweite A350F-Prototyp mit der Kennung MSN701 befindet sich nach Angaben von Airbus in einem fortgeschrittenen Stadium der Endmontage und soll in den kommenden Wochen in die Lackierhalle kommen. Die Lackierung des ersten Testflugzeugs stammt laut Airbus aus einem öffentlichen Designwettbewerb, bei dem zwei Gewinnerkonzepte kombiniert wurden, die sich an Frachtverpackungsboxen orientieren.

115 Bestellungen und ein Marktanteil von bis zu 59 Prozent

Ende August 2026 hatte die A350F laut Airbus bereits 115 Bestellungen von 14 offengelegten Kunden verzeichnet und einen Marktanteil von bis zu 59 Prozent in der Kategorie der großen Frachtflugzeuge erreicht. Nach der Prognose des Global Market Forecast von Airbus wird die weltweite Frachterflotte bis 2044 um 45 Prozent wachsen, getrieben durch wachsenden E-Commerce und den Bedarf an widerstandsfähigen globalen Lieferketten. Der Markt werde in den kommenden zwei Jahrzehnten 2.605 zusätzliche Frachtflugzeuge benötigen, darunter 935 neu gebaute Maschinen wie die A350F, so die Prognose des Unternehmens.

Über neun Monate bis zum Abschluss der Testkampagne

Eine unabhängige Bestätigung der technischen Angaben und Marktzahlen liegt in den ausgewerteten Quellen nicht vor. Der Erstflug markiert laut Airbus den Beginn der geplanten Testkampagne von über neun Monaten, während der zweite Prototyp MSN701 in den kommenden Wochen in die Lackierhalle kommen soll.

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